A2-Herren wieder siegreich16. Juni 2013

Die deutsche Studenten-Nationalmannschaft (DBB-A2) hat ihr zweites Spiel in diesem Sommer erfolgreich gestalten können und bleibt damit ungeschlagen. Wie am Vortag in Osnabrück hieß der Gegner Tschechische Republik, dieses Mal in Münster. Das Team von Bundestrainer Olaf Stolz setzte sich mit 94:66 (22:14, 31:18, 22:21, 19:13) durch und hatte in Mathis Mönninghoff und Peter Zeis mit jeweils elf Punkten seinen erfolgreichsten Korbjäger. Das nächste Test-Länderspiel bestreiten die A2-Herren am kommenden Samstag, 22. Juni 2013, in der Arena Trier gegen Rumänien.

In der Münsteraner Universitätssporthalle vor toller Kulisse von etwa 700 Zuschauern (das Spiel lief parallel zum dritten Finale in der Beko BBL) begann die Partie mit Antony Canty, Peter Zeis, Till-Joscha Jönke (Foto) , Christian Standhardinger und Stefan Schmidt auf deutscher Seite. Nach stotterndem Beginn nahm das Spiel Tempo auf und bot attraktive Aktionen (9:8, 6. Min.). Doch die Unkonzentriertheiten in der deutschen Defense veranlassten Coach Stolz zu einer frühen Auszeit. Mönninghoff traf seinen ersten Dreier zum 12:8 (7. Min.), begeistert gefeiert vom Publikum. Gegen die häufig wechselnde Verteidigung des Gegners bemühten sich die ING-DiBa-Korbjäger mit Erfolg um geduldiges Teamspiel (17:10, 9. Min.). Nach dem ersten Viertel durfte man durchaus zufrieden mit den deutschen Studenten sein (22:14).

Nach Voigtmanns Freiwurftreffern führte Deutschland mit 28:14 (12. Min.), die Osteuropäer warteten seit mehreren Minuten auf Zählbares. Viele Spielunterbrechungen verhinderten jetzt einen Spielfluss auf beiden Seiten. So hatte Tschechien in diesem Spielabschnitt bereits nach gut zwei Minuten die Teamfoulgrenze erreicht. Die Zuschauer versuchten es mit rhythmischen Klatschen und prompt trafen Florian Koch im Fallen, Zeis per Dreier und wieder Koch von “downtown” (37:21, 14. Min.). Die Partie schien früh einen deutlicheren Verlauf als noch am Vortag zu nehmen. Konstantin Klein legte mit weiteren drei Punkten zur bis dahin höchsten Führung nach (40:21). In diesen Minuten erlebten die Zuschauer ein wahres Dreierfestival der Deutschen, dem sich auch Mönninghoff anschloss (43:26, 16. Min.). Bis zum Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts mehr, aber die Zuschauer durften noch einen spektakulären Block von Wohlfarth-Bottermann bestaunen (53:32). Deutschlands Dreierquote: 57 Prozent (9/16).

Klare Überlegenheit der DBB-Auswahl

Den besseren Start ins dritte Viertel erwischten die Tschechen (55:39, 23. Min.), ehe Ole Wendt akrobatisch vollstreckte und Standhardinger erfolgreich abschloss (59:39, 24. Min.). Angesichts der deutlichen Führung der DBB-Auswahl plätscherte die Begegnung jetzt etwas dahin und es schlichen sich immer wieder Fehler ein, die Konzentration war dahin. Folgerichtig nahm Stolz eine weitere Auszeit, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Doch erneut zeigte das DBB-Team im dritten Viertel die schwächste Leistung, auch wenn Mönninghoff wieder aus der Distanz versenkte (68:49, 28. Min.). Es reichte für die Tschechen in einer nun wieder zerfahrenen Partie aber nicht zu einer Resultatsverbesserung (75:53, 30. Min.).

Im Schlussabschnitt dominierte die Mannschaft von Olaf Stolz weiter eindeutig dominierend. Wenn überhaupt konnten die Tschechen fast nur von deutschen Fehlern profitieren (79:57, 34. Min.). Der klare Erfolg der Deutschen hatte somit früh Bestand. Olaf Stolz meinte nach dem Spiel : “Das war heute ein kleiner Schritt nach vorne, aber wir haben noch viel zu tun. Immer, wenn wir den Gegner kontrolliert haben, hat die Konzentration nachgelassen. Daran werden wir arbeiten!”

Für Deutschland spielten:
Anthony Canty (Eisbären Bremerhaven, 6), Till-Joscha Jönke (BG Illertal-Weißenhorn/ratiopharm Ulm, 1), Floian Koch (Telekom Baskets Bonn, 6), Konstantin Klein (FRAPORT SKYLINERS, 9), Stefan Schmidt (wechselt von Bayreuth zu TBB Trier, 6), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 11), Dennis Kramer (University of San Diego/USA, 5), Peter Zeis (BBC Bayreuth, 11), Christian Standhardinger (University of Hawai at Manoa, 10), Jonas Wohlfarth-Bottermann (wechselt von den Telekom Baskets Bonn zu ALBA Berlin, 10), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 9), Ole Wendt (Phoenix Hagen, 10).

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