A2-Herren bezwingen Rumänien22. Juni 2013

Die deutsche A2-Nationalmannschaft der Herren – identisch mit der DBB/adh-Studentennationalmannschaft – hat ein weiteres Testspiel auf dem Weg zur Universiade in Kasan/Russland (6.-17. Juli 2013) mit Erfolg bestritten. In der Arena Trier gewann das Team von Bundestrainer Olaf Stolz gegen Rumänien mit 66:57 (7:11, 19:17, 16:16, 24:13). Dabei erzielte Mathis Mönninghoff für die deutsche Auswahl die meisten Punkte (17). Die DBB-Auswahl musste ohne Christian Standhardinger antreten, der mit einer Handverletzung für den kompletten Sommer ausfällt. Morgen kommt es noch zu einer weiteren, allerdings inoffiziellen Partie zwischen beiden Mannschaften.

In der mit 1.100 Zuschauern gefüllten Spielstätte des TBB Trier schickte Stolz zu Beginn seine Erst Fünf mit Ole Wendt, Antony Canty, Mönninghoff, Dennis Kramer und Johannes Voigtmann aufs Parkett. Die ersten sechs Wurfversuche verpasste eine unruhig startende deutsche Mannschaft, die dann durch “Neu-Lokalmatador” Canty zu ihren ersten Punkten kam (2:4, 7. Min.). Beide Teams hatten enorme Probleme in einen Rhythmus zu kommen (4:7, 7. Min.). Da wirkte das “and one” vom ebenfalls nach Trier wechselnden Stefan Schmidt (Foto) zum Ausgleich fast schon wie eine Erlösung. Dennoch, es blieb im ersten Viertel eine äußerst zähe Angelegenheit, vor allem für Deutschland. Außerdem knickte zu allem Überfluss auch noch Jonas Wohlfarth-Bottermann um, der nicht mehr weitermachen konnte. Es fehlte das berühmte “Knotenplatzen”, auf das das Publikum wartete und das dem Spiel gut getan hätte. Nach zehn Minuten hatten die Gastgeber lediglich drei von 22 Wurfversuchen aus dem Feld getroffen (7:11).

Im zweiten Spielabschnitt nahm die Begegnung dann etwas an Fahrt auf. Der Dreier des dritten “Heimspielers” Mathis Mönninghoff zum 14:15 nach 13 Minuten war vielumjubelt, aber die Rumänen erwiesen sich auch in der Folge als unbequemer Gegner. Immerhin kamen die DBB-Korbjäger jetzt deutlich häufiger zu Korberfolgen als noch im ersten Spielabschnitt (16:19, Dunking Mönninghoff, 15. Min.). Peter Zeis besorgte den 22:22-Ausgleich, während sein ehemaliger Bayreuther Teamkollege Schmidt unter den Körben fleißig reboundete (17. Min.). Kurz vor dem Seitenwechsel konnte Deutschland durch Johannes Voigtmann erstmals in Führung gehen (26:24), aber nach 20 Minuten lagen die Gäste wieder vorne (26:28).

Stefan Schmidt – schon mit elf Rebounds – glich den Vier-Punkte-Rückstand aus, bevor der zweite Dreier von Mönninghoff den Weg in den rumänischen Korb fand (35:32, 25. Min.). Mittlerweile lag die deutsche Wurfquote bei knapp 30 Prozent. Tendenz steigend, denn jetzt wehrten sich die DBB-Akteure energischer gegen die Rumänen, die aber keineswegs gewillt waren, die Deutschen davonziehen zu lassen (39:36, 27. Min.). Stolz experimentierte viel und probierte eine ganze Reihe verschiedener Formationen aus. Alle seine Spieler kamen dabei zum Einsatz. Rumänien ließ nicht locker, die Begegnung blieb weiterhin völlig ausgeglichen (42:40, Dreier Kramer, 29. Min.).

Auch wenn auf beiden Seiten nur wenig gut funktionierte, als Härtetest für die Universiade war die umkämpfte Partie genau richtig. Beide Mannschaften schenkten sich auch im Schlussabschnitt nichts (46:45 nach vier Voigtmann-Punkten, 32. Min.). Der dritte Dreier von Mönninghoff tat der deutschen Mannschaft sehr gut (52:48, 33. Min.), aber noch immer schlug das Pendel nicht eindeutig in eine Richtung aus. Zwar funktionierte auf beiden Seiten insgesamt nur wenig richtig gut, aber als Härtetest für die Universiade war die Begegnung absolut tauglich. Als Till-Joscha Jönke vier Mal an der Freiwurflinie erfolgreich war und damit die bis dahin schwache Freiwurfquote von nur rund 50 Prozent aufbesserte, lag Deutschland mit 58:53 vorne, noch vier Minuten waren zu spielen. Ole Wendt “packte” knapp eine Minute später das 60:53 drauf. Der längere Atem gehörte schließlich den Gastgebern.

“Das war heute eine schwache erste Hälfte von uns. Wir haben viel zu viele Fastbreaks und Offensivrebounds abgegeben. Immer waren wir zu spät. Das hat sich in der zweiten Halbzeit eindeutig gebessert. Wir waren konzentrierter, haben nur noch einen Fastbreak der Rumänen zugelassen und ab Mitte des vierten Viertels hatte ich den Eindruck, dass das Momentum auf unserer Seite ist. Durch den Ausfall von Jonas im Spiel hatten wir natürlich Probleme mit der Rotation. Es ist aber wohl nichts Schlimmes und wir müssen für die Universiade keinen weiteren Ausfall verkraften”, so Bundestrainer Olaf Stolz im Anschluss an die Partie.

Für Deutschland spielten:
Anthony Canty (wechselt von den Eisbären Bremerhaven zu TBB Trier, 12), Till-Joscha Jönke (BG Illertal-Weißenhorn/ratiopharrm Ulm, 4), Florian Koch (Telekom Baskets Bonn), Konstantin Klein (FRAPORT SKYLINERS, 5), Stefan Schmidt (wechselt von Bayreuth zu TBB Trier, 8), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 17), Dennis Kramer (University of San Diego/USA, 7), Peter Zeis (medi Bayreuth, 1), Jonas Wohlfarth-Bottermann (wechselt von den Telekom Baskets Bonn zu ALBA Berlin), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 8), Ole Wendt (Phoenix Hagen, 4), und Malte Ziegenhagen (Hawai Pacific University/USA).

Scouting

 

Weiterer Länderspieltermin
Sonntag, 23. Juni 2013, 15.30 Uhr, Arena Trier: Deutschland – Rumänien (inoffiziell)

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