Trainertableau Herren steht!3. Mai 2013

Bis auf eine Ausnahme sind mittlerweile alle Trainerpositionen im männlichen Bereich des Deutschen Basketball Bundes für den kommenden Sommer besetzt. Lediglich ein neuer U20-Assistenztrainer wird noch gesucht.

„Hinter der Besetzung der Trainerpositionen steht ein Konzept“, sagt Herren-Bundestrainer Frank Menz (Foto), der dieses Konzept sogleich erklärt: „Wir haben in den vergangenen Jahren Trainer aufgebaut und entwickelt, indem wir z.B. Lehrgänge gemeinsam durchgeführt haben und so für eine Art Ausbildung gesorgt haben. Daraus sind mittlerweile wirklich gestandene Trainer hervorgegangen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Perspektivtrainern, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten und die konsequenterweise jetzt in verantwortliche Positionen rücken, wie z.B. Alan Ibrahimagic als neuer U16-Headcoach. Schließlich ist uns ganz wichtig, dass wir ehemalige Nationalspieler in unsere Nachwuchsförderung mit einbeziehen und von deren Erfahrung profitieren. Letzteres macht aber nur Sinn, wenn die Ehemaligen auch wirklich eine Trainerkarriere einschlagen möchten.“

Grundsätzlich ist es für den Headcoach der Herren von Bedeutung, dass Bundestrainer zu sein eine sehr vielfältige Tätigkeit ist, die sich keinesfalls auf das Coachen beschränkt. Es handele sich dabei um einen längeren Prozess auf hohem Niveau. „Man muss Spieler ausbilden, viel Organisatorisches leisten und Kommunikation ist ganz besonders wichtig“, nennt Menz nur einen kleinen Teil der Anforderungen, die an die Bundes- und deren Assistenztrainer gestellt werden.

A-Kader Herren
Beim A-Kader Herren wird Menz im kommenden Sommer von den beiden Assistenztrainern Harald Stein (auch U20-Bundestrainer – wir berichteten) und Mladen Drijencic (bisher U18-Assistenztrainer, Headcoach Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB, ProB) sowie von Videocoach Helmut Wolf (zuletzt U20-Assistenztrainer im Videobereich, Headcoach Hanau White Wings ProB) unterstützt. „Ich werde beim Training mit drei Basketballtrainern in der Halle stehen, die seit Jahren als Headcoach tätig sind. Es wird nicht nur im Training eine volle Integration geben, alle werden mit der gleichen Intensität arbeiten“, verspricht der Bundestrainer. Denn nicht zuletzt von einem professionellen Vorleben der Coaches werde schließlich die Qualität des Teams bestimmt. „Außerdem ist es von großem Vorteil, dass alle Trainer die meisten Spieler gut kennen“, so Menz weiter.

Beim A2-Kader wird Robert Bauer (bisher Assistenztrainer U20, Landestrainer Berlin) dem neuen Bundestrainer Mathias Fischer (wir berichteten) assistieren. „Robert passt für diese Position durch sein langjähriges positives Wirken bei den U20-Nationalmannschaften perfekt. Er kennt unsere Konzeption ganz genau und wird Mathias sehr gut unterstützen können“, ist sich Menz sicher.

Ehemalige Nationalspieler sind dabei
Gleiches gilt für Stephen Arigbabu (Foto rechts), der künftig als Assistenztrainer von Bundestrainer Kay Blümel im männlichen U18-Bereich eingesetzt wird. „Ich halte Stephen für eine sehr gute Ergänzung zu Kay. Er arbeitet sehr intensiv und ist sehr ehrgeizig. Außerdem hat er in der Pro B bereits Erfahrung als Headcoach gesammelt“, lautet die Einschätzung des Herren-Bundestrainers zu dieser Personalie. Arigbabu spielte von 1990 bis 2007 166 Mal für die deutsche A-Nationalmannschaft und war dabei, als die DBB-Auswahl 2002 bei der WM in den USA die Bronzemedaille und drei Jahre später bei der EM in Serbien die Silbermedaille gewann. Insgesamt war er bei fünf Europameisterschaften und bei einer Weltmeisterschaft für das DBB-Team aktiv.

Ein weiterer hochverdienter Nationalspieler ist nun Assistenztrainer bei den U16-Jungen unter dem neuen Headcoach Alan Ibrahimagic (wir berichteten). Patrick Femerling (Foto links) ist mit 221 Länderspielen sogar der Rekordhalter und stand ebenso wie Arigbabu in den beiden Medaillenteams 2002 und 2005. Darüber hinaus war der 2,15-Meter-Mann Mitglied des deutschen Olympiateams bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Femerling spielte zwischen 1996 und 2009 bei insgesamt sieben Europameisterschaften und zwei Weltmeisterschaften im DBB-Team. Aktuell absolviert er den Studiengang zum Diplomtrainer an der Trainerakademie in Köln. „Patrick hat bereits Erfahrung als Assistenztrainer aus dem vergangenen Jahr bei den U15-Jungen. Er hat eine gute Ansprache an die Kids und möchte sich im Trainerbereich etablieren“, sagt Frank Menz über das zweite Beispiel der Integration ehemaliger Nationalspieler.

Beim U15-Kader schließlich wird Bundestrainer Kay Blümel unterstützt von Fabian Villmeter, einem der auf besagter Liste vertretenen Perspektivtrainer. „Als langjähriger Trainer des TV Langen, als Leiter des Teilzeitinternates in Langen und als Trainer im Hessischen Basketball-Verband ist Fabian Villmeter sicher bestens geeignet, in diesem ganz jungen Bereich erfolgreich zu arbeiten“, glaubt Frank Menz.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir im Trainerbereich männlich bestens aufgestellt sind. Alle Trainer kommen ´aus den eigenen Reihen´ und haben bereits nachgewiesen, dass sie erfolgreich arbeiten können. Jetzt blicke ich voller Spannung und Vorfreude auf den Basketball-Sommer“, sagt DBB-Vizepräsident Dr. Wolfgang Hilgert.

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