Tradition, Fortschritte, Tour des Supercups11. August 2004

Ein kleines Stück Geschichte
Blickt man von heute auf die vielen Jahre Supercupgeschichte zurück, so muss man eines feststellen: Die Geschichte wiederholt sich, auch im Basketball. Hieß es damals noch in der „Basketball“, dem damaligen Organ des DBB „Leider lässt die Unterstützung des Fernsehens zu wünschen übrig[…] Offensichtlich tendieren die Verantwortlichen dazu, Tennis den Vorzug zu geben, der mit dem Weltcup in Düsseldorf dem Basketballereignis in Dortmund Konkurrenz macht“, finden wir uns heute, beim 16. Supercup Seite an Seite mit den olympischen Spielen wieder.

Der erste Supercup, von dem hier die Sprache ist, fand 1987 in Dortmund statt, damals initiiert als Vorbereitungsturnier für die 25. Basketball-EM in Athen, die Geschichte holt uns also wieder ein. An diesem Ereignis nahmen in den ersten drei Jahren noch sechs Teams teil, welche, ähnlich der teils auf sie zukommenden EM, erst in zwei Gruppen aufeinander trafen. Im aller ersten Supercup belegte das Deutsche Team mit Mike Jackel, Henning Harnisch und Hansi Gnad enttäuschenderweise nur den fünften Platz, trotzdem kam es vor 5000 Zuschauern zu einem stimmungsvollen Finale zwischen den US Allstars und Jugoslawien (92:107); in diesem Spiel spielte ein gewisser Drazan Petrovic, 1993 tödlich verunglückte jugoslawische Basketballlegende und MVP des Turniers.

Nach fünf weniger erfolgreichen Jahren für den deutschen Basketball deutete der Supercup 1992 an, was im Jahre 1993 passieren könnte. Mittlerweile hatte sich der Supercup zu einem Turnier mit dem Modus „Jeder gegen Jeden“ entwickelt, was den Deutschen anscheinend zu Gute kam, denn erstmalig wurden sie Zweiter, überraschend hinter Italien. Die Jahre davor hatten die Jugoslawen den Supercup regelrecht dominiert, sprich die Trophäe kannte nur den Weg nach Jugoslawien.

Heute wird sich niemand darüber beschweren, dass es im Jahr 1993 keinen Supercup in Deutschland gegeben hat, denn in dem Jahr wurde die Basketball- EM in Deutschland ausgetragen, und das Team um Henning Harnisch, Mike Jackel und EM-Held Chris Welp machte wie ein „kollektiver Eddie the Eagle“ (Henning Harnisch) in München die EM Sensation perfekt.

Es folgten wieder harte Jahre für Deutschland beim Supercup, die ersten beiden Plätze wurden immer wieder an Jugoslawien, Frankreich, Kroatien, Litauen und sogar einmalig an Kanada abgegeben. Mittlerweile fand sich der Basketballfan beim alljährlichen Länderspielhöhepunkt auch nicht mehr in Dortmund wieder sondern in Berlin. Ein gewisser Herr Pesic trainierte damals Deutschlands Beste, Berlin schien ihm gut gefallen zu haben, denn der Rest ist Bundesligageschichte.

Der Wechsel in die Bundeshauptstadt tat der deutschen Auswahl resultatsmäßig nicht gut, also zog es sie Ende der neunziger Jahre über Bremen und Stuttgart (hier gaben sich die „Dallas All Stars“ die Ehre) nach Braunschweig in die Volkswagen Halle. Drei Jahre lang gaben sich im Norden Deutschlands für ein Wochenende im Sommer NBA-Stars die Klinke in die Hand: Dirk Nowitzki, Jerome Moiso, Gordan Giricek, sogar NBA Champion Tony Parker.

Zieht man einen direkten Vergleich zwischen Supercup 1987 und Supercup 2003, stellt man doch fest, dass man organisatorisch mit dem Supercup gewachsen ist, mit dem Supercup erwachsen geworden ist. Auch wenn der Sieg Jugoslawiens im Jahr 2002 wieder an die Anfänge erinnert, es sind große Schritte getan worden.

Der Weg des Turniers führt nun nach Bamberg (20.-22. August 2004), einem neuen Standort, aber mit alten Bekannten: Frankreich (Rekordteilnehmer mit acht Auftritten) und die Türkei (dreimalige Teilnahme). Vor dem ersten Supercup noch hieß es „Durch die Bank weg, egal welchen Trainer, Spieler oder Funktionär man fragte: Optimismus“, so ist es geblieben, denn immer noch, nach 18 Jahren Supercup hofft man auf den ersten Sieg der Deutschen. Die Geschichte wiederholt sich nämlich nicht immer.

Bildunterzeile:
Supercup 2003 in Braunschweig: Szene aus dem Spiel Deutschland gegen Schweden.
Foto: DBB/Camera 4

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