Tim Ohlbrecht: 1.200 Würfe am Tag27. Juni 2011

Privates Trainingslager in New Jersey

Viele Nationalspieler bereiten sich derzeit auf den Start des Trainingslagers der A-Nationalmannschaft am 23. Juli 2011 auf Gran Canaria vor. Das reicht von Joggen im Urlaub bis hin zu mehrstündigen Lauf- und Krafteinheiten, je nach Stand der Vorbereitung. Tim Ohlbrecht, als Power Forward bisher in Diensten der Telekom Baskets Bonn, hat das Verpassen der Playoffs dazu „genutzt“, sich einem ganz speziellen Programm in den USA zu unterziehen.

„Bei uns stand ja leider schon früh fest, dass wir die Playoffs nicht schaffen würden. Dann habe ich meine ursprünglichen Pläne zusammen mit meinem Agenten geändert und mir ein insgesamt neunwöchiges Training in den USA organisiert“, erzählt Ohlbrecht. Momentan befindet sich der 2,10 Meter-Mann in der zweiten Hälfte seines „Workouts“, der von der Leistungsdiagnostik des A-Kaders in Heidelberg unterbrochen wurde. „Dort hat man schon gesehen, dass Tim viel an sich gearbeitet hat. Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht“, lobt denn auch Bundestrainer Dirk Bauermann.

In den vergangenen Jahren, als Ohlbrecht immer bis tief in die Playoffs mitwirkte, fehlte ihm die Zeit, eine solche Maßnahme zu organisieren. Jetzt hat es geklappt und er packte die „Gelegenheit“ des frühen Ausscheidens beim Schopfe. Täglich steht Tim Ohlbrecht rund fünf Stunden in einer riesigen, privaten Trainingshalle in New Jersey (inkl. Baseball- und American Football-Feld und Anlagen für Krafttraining) und trainiert mit „Coach Joe“, einer Art Personal Trainer. „Mein Ziel ist es, ein besserer Spieler zu werden. Daher arbeite ich hier ganz intensiv an allen möglichen Bereichen, ohne dass ich abgelenkt werde“, so Ohlbrecht weiter.

Morgens steht von neun bis zwölf Uhr die Fitness im Vordergrund, ein spezielles Krafttraining gehört dazu. Abends geht es dann noch zwei Stunden um die Basketball-Fertigkeiten. „Wir machen viel Ballhandling, und außerdem gibt es hier eine große Basketball-Wurfmaschine, die es mir ermöglicht, ohne Passgeber zu werfen. Die Bälle werden in einem großen Netz aufgefangen und dann nach einem vorher eingestellten Rhythmus an bestimmten Stellen wieder ausgespuckt. So nehme ich 1.000 bis 1.200 Würfe pro Tag, was sonst kaum möglich wäre“, berichtet Ohlbrecht.

Der Wuppertaler wohnt während seiner USA-Zeit bei einer einheimischen Gastfamilie, die er im vergangenen Jahr bei einigen Tryouts bei NBA-Teams kennengelernt hat. „Der Sohn spielt auch Basketball auf einem College, ich habe mein eigenes Zimmer, perfekt!“ strahlt Ohlbrecht, wenn er von seinem Trainingslager erzählt.

Es geht ihm – wie gesagt – darum, ein besserer Spieler zu werden. Was dann komme, werde sich zeigen: „Ich weiß momentan noch nicht, wo ich in der kommenden Saison spiele. Es ist alles möglich, die Beko BBL, aber auch eine Station in Europa. Das lasse ich in Ruhe auf mich zukommen“, sagt Tim Ohlbrecht, für den in den kommenden Wochen die Nationalmannschaft oberste Priorität besitzt.

 

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