Supercup-Gegner Frankreich23. August 2004

Franzosen sind zum Erfolg verdammt
Wenn am 20. August die deutschen Basketball-Herren beim Supercup gegen Frankreich spielen, dann verdient das Spiel mit Sicherheit die Bezeichnung „Klassiker“. Zum 53. Mal treffen beide Teams aufeinander, nur gegen Italien hat die deutsche Auswahl genauso häufig auf dem Parkett gestanden. Dabei gilt es für Nowitzki und Co. die Bilanz von nur 19 Siegen bei 33 Niederlagen gegen die europäischen Nachbarn ein bisschen zu verschönern.

Das letzte Duell vor ziemlich genau einem Jahr am 23. August 2003 in Braunschweig beim Supercup entschied Frankreich mit 76:68 für sich. Da ist also noch eine Rechnung zu begleichen. Auch die bis dato höchste Länderspiel-Pleite der Geschichte haben die Deutschen den Franzosen zu verdanken. Mit 47:105 blamierte sich das deutsche Nationalteam im Februar 2000 beim 4-Nations-Cup in Nancy.

Die Franzosen stehen jedoch unter einem besonderen Druck. Die vergangenen Jahre verliefen alles andere als wunschgemäß. Nach der Überraschungs-Silbermedaille bei den olympischen Spielen in Sydney 2000 folgte ein Rückschlag dem anderen. Bei der EM in der Türkei ein Jahr darauf wurde man nur Sechster, die Qualifikation zur WM 2002 wurde damit verpasst und die EM 2003 beendeten sie auf dem unglücklichen vierten Rang, was zur Folge hatte, dass die olympischen Spiele in Athen ohne Frankreich stattfinden. Der Supercup in Bamberg ist also die erste Gelegenheit zur sportlichen Rehabilitierung. Schließlich ist man als achtmaliger Rekordteilnehmer beim Supercup „ein alter Hase“ und als dreifacher Titelträger (zuletzt 2003) immer für Erfolge gut.

Head Coach Claude Bergeaud muss bei der „Mission Titelverteidigung“ aber gleich auf vier NBA-Profis verzichten. Tony Parker, NBA-Champion mit den San Antonio Spurs 2003, und Jerome Moiso (Toronto Raptors) fehlen nach Absprache mit den Vereinen. Tariq Abdul-Wahad (Dallas Mavericks) und Mickael Petrus (Golden State Warriors) sind verletzt. Einzig Boris Diaw von den Atlanta Hawks bringt NBA-Erfahrung mit ins französische Team. Allerdings haben sich viele andere französische Spieler das Prädikat „Leistungsträger“ in ihren Teams verdient, und die Jugendarbeit in Frankreich ist vorbildhaft. Somit wird in Bamberg garantiert eine junge, schlagkräftige Truppe auflaufen – hungrig auf Siege.

KADER:

Yannick Bokolo (18 Jahre, 188 cm, Guard, MSB Le Mans)
Mamoutou Diarra (24, 198 cm, Forward, Basket Racing Paris)
Boris Diaw (22, 201 cm, Forward, Atlanta Hawks/NBA)
Alain Digbeu (28, 196 cm, Forward, Joventut Badalona/ESP)
Frederic Fauthoux (31, 180 cm, Guard, EB Pau-Orthez)
Laurent Foirest (31, 197 cm, Forward, EB Pau-Orthez)
David Gautier (24, 202 cm, Forward, Basket Cholet)
Sacha Giffa (27, 197 cm, Forward/Guard, Lyon Villeurbanne)
Joseph Gomis (26, 180 cm, Guard, Breogan Lugo/ESP)
Aymeric Jeanneau (25, 185 cm, Guard, SIG Strasbourg)
Alain Koffi (21, 204 cm, Center, MSB Le Mans)
Claude Marquis (24, 204 cm, Forward/Center, Basket Cholet)
Vincent Masingue (28, 204 cm, Forward/Center, SLUC Nancy)
Florent Pietrus (23, 201 cm, Forward, Fortitudo Bologna/ITA)
Thierry Rupert (27, 200 cm, Forward, EB Pau-Orthez)
Karim Souchu (25, 198 cm, Forward, ASVEL Lyon)

Head Coach: Claude Bergeaud (FRA, 44 Jahre)

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