Supercup: Deutschland unterliegt Mazedonien24. August 2013

Über weite Strecken gutes Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft am zweiten Tag des Basketball-Supercups in der ratiopharm arena in Neu-Ulm: das Team von Bundestrainer Frank Menz unterlag zwar dem Vierten der EM 2011, Mazedonien, mit 67:81 (23:21, 8:22, 17:16, 19:22), zeigte aber dennoch eine erstklassige Reaktion auf die Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina vom Vortag. Bester Werfer bei den ING-DiBa-Korbjägern war Tibor Pleiß mit 16 Punkten. Am morgigen Sonntag trifft die DBB-Auswahl um 14.30 Uhr auf Griechenland.

Wie Gestern schickte Menz vor 3.024 Zuschauern zu Beginn Heiko Schaffartzik, Lucca Staiger, Niels Giffey, Robin Benzing und Tibor Pleiß (Foto) aufs Parkett. Zwei Angriffe der Mazedonier, zwei Fouls von Benzing an Antic. Lischka kam ins Spiel, das Pleiß mit einem Dunking eröffnet hatte. Nach “no look”-Anspiel von Schaffartzik auf Giffey lag Deutschland mit 6:2 vorne, hatte aber defensiv weiter Probleme mit Antic, der nur durch Fouls gebremst werden konnte. Staigers Dreier fiel zum 9:4 durch die gegnerische Reuse. Richtig gut verkaufte sich das DBB-Team (11:7, 5. Min.), Mazedonien punktete fast ausschließlich an der Freiwurflinie (13:11, 7. Min.). Korb Simon, Ballgewinn Simon, Dreier Staiger: 18:11! Doch schon eine Minute später hatte Mazedonien in einem hoch intensiven und unterhaltsamen Spiel ausgeglichen (18:18, 9. Min.). Bis zum Viertelende hatte Pleiß noch starke Szenen (23:21).

Nun galt es, einen Einbruch wie im zweiten Viertel des Bosnien-Spiels zu vermeiden. Schaffartzik und Pleiß agierten wunderbar zusammen, Mazedonien kam jetzt aber einige Male zu einfach zum Punkten (25:29, 14. Min.). Mazedonien drohte davon zu ziehen (27:38, 17. Min.), Deutschland konnte aber bei den Rebounds gut dagegen halten. Die Würfe wollten in dieser Phase einfach nicht fallen, wurden aber nach wie vor gut herausgespielt. Außerdem meinte es besonders einer der Unparteiischen in diesen Minuten nicht gut mit den Deutschen und traf mehrere nur schwer verständliche Entscheidungen. Nach einer 0:12-Serie machte Pleiß dann endlich wieder Punkte für Deutschland (29:41, 18. Min.). Aus der Distanz blieb der mazedonische Korb allerdings wie vernagelt (31:43, 20. Min.).

Benzing eröffnete den dritten Spielabschitt mit einem Dreier, aber die anschließenden Minuten gehörten wieder dem Gegner (34:50, 13. Min.). Auch Staiger hielt von ganz weit draußen dagegen, ehe Lischka einen schönen Fastbreak nach Anspiel von Staiger zum 41:52 vollstreckte (15. Min.). Da hatte Benzing bereits sein viertes Foul kassiert. Der Wille der Deutschen war ungebrochen, auch wenn das Glück und die Gunst der Schiedsrichter nicht auf ihrer Seite waren. Katastrophal auch die Entscheidung des fünften Fouls von Benzing, dessen Gegenspieler nach leichter Berührung wie ein gefällter Baum umfiel. Schaffartzik “antwortete” per Dreier (44:56, 28. Min.), Giffey “stopfte” zum 46:59 und Zwiener machte vor den abschließenden zehn Minuten mit dem 48:59 Hoffnung.

Schaffartzik ging voran und besorgte das 51:61 (32. Min.). Jetzt übernahm der bis dahin unauffällige McCalebb das Kommando im mazedonischen Angriff, aber die jungen Deutschen hatten Blut geleckt und fighteten verbissen um den Anschluss (56:65, 33. Min.). Mazedonien agierte aber zu clever und profitierte von jedem Fehler der DBB-Korbjäger. Das alles schreckte die aufopferungsvoll kämpfende deutsche Mannschaft nicht, die durch Seiferth zum umjubelten 60:68 kam (35. Min.). Mazedonien wankte aber nicht wirklich und befreite sich zum entscheidenden 60:75 (38. Min.).

“Ich bin zufrieden mit der Vorstellung meiner Mannschaft, die heute versucht hat, mit mehr Selbstbewusstsein aufzutreten. Mazedonien hat ein enormes Niveau. Wir haben phasenweise unser inside game sehr gut hinbekommen und die Rebounds gewonnen. Außerdem haben wir wirklich viele gute Würfe herausgespielt, aber heute kein Wurfglück gehabt. Ich kann nur immer wieder betonen, dass wir Zeit brauchen. Die Stimmung hier war gut und die Zuschauer werden unsere positive Entwicklung schon bald anerkennen”, so der Bundestrainer in seiner Analyse.

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA, 8), Per Günther (ratiopharm ulm), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 4), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 12), Lucca Staiger (FC Bayern München, 11), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 16), Robin Benzing (FC Bayern München, 3), Bastian Doreth (Artland Dragons, 1), Andreas Seiferth (TBB Trier, 6), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 2), Nicolai Simon (medi Bayreuth, 2), Johannes Lischka (WALTER Tigers Tübingen, 2).

Mazedonien
Aleksandar Kostoski, Vlado Ilievski 10, Darko Sokolov, Bo McCalebb 14, Vojdan Stojanovski 4, Damjan Stojanovski 11, Vladimir Brchkov, Todor Gecevski 12, Pero Antic 11, Gjorgij Chekovski 16, Predrag Samardziski 3, Bojan Krstevski.

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