Supercup: Deutschland unterliegt Bosnien und Herzegowina23. August 2013

Kein guter Auftakt für die deutsche Mannschaft beim Basketball-Supercup 2013. In der ratiopharm arena in Neu-Ulm unterlag man Bosnien-Herzegowina mit 62:73 (20:10, 11:20, 15:20, 16:23). Erfolgreichster Werfer im Team von Bundestrainer Frank Menz war Robin Benzing mit 13 Punkten. Morgen geht es um 14.30 Uhr gegen Mazedonien, das heute Griechenland mit 77:75 bezwang.

Vor dem Spiel wurde Philip Zwiener von DBB-Präsident Ingo Weiss und DBB-Vizepräsident Dr. Wolfgang Hilgert für sein 50. Länderspiel geehrt (Foto unten). Menz setzte auf Lucca Staiger, Heiko Schaffartzik, Niels Giffey, Robin Benzing (Foto) und Tibor Pleiß als Erste Fünf. Die Bosnier doppelten in der Defense häufig, darauf mussten sich die ING-DiBa-Korbjäger erst einmal einstellen und den freien Mann finden. Benzing erzielte die ersten deutschen Punkte (4:5, 3. Min.), aber Deutschland musste in der transition defense sehr konzentriert sein, denn Bosnien legte ein enormes Tempo vor. Ein “and one” von Schaffartzik bedeutete die erste Führung für Deutschland (7:5, 5. Min.), Seiferth erhöhte nach Offensivrebound auf 9:5. Die knapp 3.000 Zuschauer jubelten begeistert, als Pleiß einen Fastbreak per Dunking abschloss (13:8, 7. Min.). Es lief richtig rund in der deutschen Offensive, in der wieder Benzing und Pleiß Akzente setzten und die Führung ausbauten (17:8, 9. Min.). Doreth erhöhte per Dreier gar auf 20:8, bei den Bosniern hatte bis dahin kaum ein Distanzwurf sein Ziel gefunden.

Ein bärenstarker Benzing eröffnete das zweite Viertel von “downtown” (23:10). Anschließend stockte es spürbar in der deutschen Offense, während die Defense weiterhin recht zuverlässig agierte und über das gesamte Feld Druck ausübte. Menz nahm beim Stand von 23:14 und drei für die Deutschen punktlosen Minuten eine Auszeit (14. Min.). Bosnien irritierte das aber überhaupt nicht (23:20, 15. Min.), der Fluss im deutschen Spiel war gänzlich dahin. NBA-Akteur Teletovic glich per Dreier aus und Wright baute den Lauf seiner Mannschaft auf 15:0 aus (16. Min.). Erst Giffey beendete die deutsche Durststrecke in der 17. Minute, bevor der nun Verantwortung übernehmende Schaffartzik zur 27:25-Führung traf. Bis zum Gang in die Kabinen begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe (31:30).

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel fing sich Benzing sein drittes Foul und “durfte” gleich wieder auf die Bank. Ein wunderbares Anspiel von Giffey auf Pleiß und es stand 35:32 (22. Min.). Es fiel der DBB-Auswahl aber weiterhin schwer, in die offensiven Strukturen zu kommen und den gegnerischen Korb zu attackieren (35:38, 24. Min.). Trotz deutlicher Reboundüberlegenheit der ING-DiBa-Korbjäger blieb Bosnien vorne (38:42, 26. Min.), auch weil es sich weniger Ballverluste leistete. “Endlich” traf Staiger einen Dreier und Zirbes machte an der Freiwurflinie das 42:44 (27. Min.). Der Einsatz stimmte hundertprozentig, Deutschland stemmte sich mit Macht gegen die drohende Niederlage. Aber man passte auf deutscher Seite einfach nicht gut genug auf den Ball auf und musste auf den beim Gegner jetzt aufdrehenden Neu-Münchner Dedovic stoppen (46:50, 29. Min.).

Die letzten zehn Spielminuten begannen nicht sehr erfreulich aus deutscher Sicht (46:54). Dann aber netzte Tadda von weit draußen ein und machte seiner Mannschaft wieder Hoffnung (49:54, 32. Min.). Doch Teletovic macht die mit drei Dreiern gleich wieder zunichte (51:63, 34. Min.). Deutschland kämpfte verzweifelt um den Anschluss, stellte in der Defense kurzzeitig auf Zonenverteidigung um, musste aber einen weiteren Dreier schlucken (53:68, 35. Min.). Der Dreier von Günther und ein schöner Hakenwurf von Pleiß ließen noch auf eine Wende hoffen (60:70, 37. Min.), aber es reichte schließlich nicht mehr.

“Es war der erwartet schwere Gegner heute, Bosnien hat eine sehr gute Manschaft mit vielen erfahrenen europäischen Topspielern. Und mit Superstar Teletovic, den wir heute nicht stoppen konnten. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat sich voll reingehängt. Auch die Defensive war nicht der Grund heute, damit war ich eigentlich zufrieden. Morgen gegen Mazedonien bekommen wir wieder eine gute Gelegenheit zu wachsen und es besser zu machen”, meinte Menz nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA, 2), Per Günther (ratiopharm ulm, 5), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 7), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 3), Lucca Staiger (Guard, 195 cm, FC Bayern München, 3), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 10), Robin Benzing (FC Bayern München, 13), Bastian Doreth (Artland Dragons, 5), Andreas Seiferth (TBB Trier, 8), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 4), Alex King (Forward, 201 cm, ALBA Berlin, 2).

Bosnien und Herezgowina
Muhamed Pasalic, Ante Masic 3, Andrija Stipanovic 2, Marko Sutalo 5, Zach Wright 8, Edin Bavcic 3, Nemanja Gordic 3, Elmedin Kikanovic 3, Mirza Teletovic 26, Dalibor Persic, Nihad Dedovic 18, Nedzad Sinanovic 2.

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