Supercup: Deutschland schlägt Lettland 92:8222. August 2004

4.000 Bamberger Basketball-Fans begeistert
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat sich alle Chancen erhalten, bei der 16. Auflage erstmals den Basketball-Supercup im eigenen Land zu gewinnen. Gegen Lettland gewann die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann vor 4.000 Zuschauern im FORUM Bamberg mit 92:82 (20:13, 27:20, 28:27, 15:21).

Überraschend mit Johannes Herber in der Starting Five begann die deutsche Mannschaft. Ademola Okulaja stopfte den Ball nach 20 Sekunden zum 4:0 durch die Reuse. Beide Teams legten ein höllisches Tempo vor, eigentlich eine besondere Tugend der Letten. Steffen Hamann (Foto) kassierte bereits nach vier Minuten sein zweites Foul und wurde durch Denis Wucherer ersetzt. Das 13:6 resultierte aus einigen schönen Fastbreaks und jetzt geduldigeren Positionsangriffen. Das 17:10 erzielte Denis Wucherer, wurde dabei gefoult und erhöhte auf 18:10 (8. Min.). Alles schien gut für das DBB-Team zu laufen.

Ein in dieser Phase überragender Denis Wucherer machte mit seinem 11. Punkt das 23:13 (12. Min.), doch die Letten blieben durch ihr unvermindertes Tempo ein unbequemer Gegner. Gelegentlich agierten die ING-DiBa-Korbjäger etwas zu ungestüm und eigensinnig, so dass der Gegner im Spiel blieb. Die Letten erhielten zwei unsportliche Fouls bei deutschen Fastbreaks. Dadurch führte Deutschland mit 32:17, 15. Min., Misan Nikagbatse). Das 36:20 durch Ademola Okulaja nach wunderbarer Vorarbeit von Nikagbatse brachte die Halle zum Kochen (17. Min.). Die Letten wurden mit ihren eigenen Waffen förmlich vorgeführt (39:20). Dann wechselte Coach Dirk Bauermann seine komplette Bank ein. Der Spielfluss ging kurzfristig etwas verloren, doch zum Seitenwechsel betrug die deutsche Führung beruhigende 14 Punkte.

Nach der Pause „explodierte“ Lokalmatador Steffen Hamann. Ein erfolgreicher Dreier beflügelte ihn derart, dass er gleich noch das 52:37 nachlegte (22. Min.). Robert Garrett traf kurz später zum 57:39, das „run and gun“ war im vollen Gange. Da wollten auch die Letten nicht zurück stecken und punkteten fleißig mit (59:46, 15. Min.). Dem Publikum konnte es recht sein, denn es durfte viele spektakuläre Szenen bewundern. Hamanns zweiter Dreier zum 64:48 (17. Min.) „schlug“ ein, Greene punktete zum 66:48.

Dem Bundestrainer ging es etwas zu turbulent zu, er versuchte seine Mannen mittels einer Auszeit etwas zu „beruhigen“. Das gelang zunächst auch bestens, die Partie blieb unter Kontrolle. Doch nach dem 76:61 nach einem Greene-Dreier (32. Min.) ging das Zittern im deutschen Team los. Kurz später stand es nur noch 81:74. Die hektische Schlussphase überstand die DBB-Auswahl mit Mühe, aber letztlich ungefährdet. Das 92:79 durch einen Rückwärts-Dunking von Ademola Okulaja machte den umjubelten deutschen Sieg perfekt.

Für Deutschland spielten:
Ademola Okulaja (20), Demond Greene (17), Robert Garrett (5), Denis Wucherer (11), Steffen Hamann (Foto, 10), Misan Nikagbatse (4), Stefano Garris, Stephen Arigbabu (8), Patrick Femerling (10), Johannes Herber (5), Jan Jagla, Dirk Mädrich (2).
Auf lettischer Seite waren Roberts Stelmahers (18), Armands Skele (18) und Uvis Helmanis (13) die besten Scorer.

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