Supercup: Deutschland schlägt Frankreich21. August 2004

4.000 Zuschauer sehen attraktive Partie

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim E.ON Basketball-Supercup gegen Frankreich mit 60:59 (12:13, 18:15, 12:17, 14:14) gewonnen. 4.000 Zuschauer im voll besetzten FORUM Bamberg sahen eine über weite Strecken sehr intensive und umkämpfte Partie.

Deutschland mit Demond Greene in der 1. Fünf startete besser (6:2, 3. Min.), kämpfte von Beginn an mit vollem Einsatz gegen die ebenfalls sehr physisch agierenden Franzosen um NBA-Akteur Boris Diaw. Sehr zerfahren gestaltete sich das Spiel, in dem beide Teams zunächst keinen Rhythmus fanden. Ein Ademola Okulaja, der seinem Spitznamen „The Warrior“ alle Ehre machte, drückte der Partie mit seinem unermüdlichen Einsatz seinen Stempel auf, während die Franzosen gegen Ende des 1. Viertels etwas besser trafen (11:11, 9. Min.).

Ein starker Stephen Arigbabu brachte die DBB-Auswahl wieder in Front (17:13, 12. Min.), Nino Garris versenkte zwei Dreier (23:17) und das gewohnt begeisterungsfähige Publikum war voll da. Deutschland stellte auf Zonenverteidigung um und hatte jetzt auch in der Offensive schöne Szenen (Demond Greene, 27:19, 15. Min.). Vorjahressieger Frankreich ließ sich aber nicht abschütteln, so dass das Spiel weiter spannend blieb.

Nach dem Seitenwechsel machte Ademola Okulaja da weiter, wo er aufgehört hatte und warf Deutschland mit 40:29 in Front (22. Min.). Dann erhöhten die Franzosen den Druck, während sich die ING-DiBa-Korbjäger einige Nachlässigkeiten leisteten. Auch die Unparteiischen entschieden einige Mal zu Ungunsten der deutschen Mannschaft. Die Folge: Beim 42:37 hatten die Franzosen den Abstand verkürzt (26. Min.), beim 44:43 war das Spiel wieder völlig offen.

Frankreich kam zum Ausgleich (46:46, 31. Min.), doch jetzt hatte die DBB-Auswahl ihr Kämpferherz endgültig entdeckt und wich keinen Schritt mehr zurück. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Beide Teams kämpften verbissen um den Sieg und schenkten sich nichts. 54:51 hieß es nach einem Korb von Nino Garris (36. Min.), Arigbabu bewies wenig später eiserne Nerven. Frankreich verteidigte über das ganze Feld, doch Routinier Denis Wucherer ließ sich den Ball nicht abluchsen. Demond Greene machte 90 Sekunden vor dem Ende das umjubelte 58:54. Die Hektik war kaum noch zu überbieten. Patrick Femerling und Florent Pietrus gerieten aneinander und kassierten beide technische Fouls. Demond Greene blockte einen Wurf, Denis Wucherer verlor den Ball, Mamoutou Diarra traf 13 Sekunden vor dem Ende zur französischen 59:58-Führung. Ein Angriff blieb der deutschen Mannschaft. Demond Greene wurde gefoult und traf neun Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe.

Für Deutschland spielten:
Ademola Okulaja (Foto, 17), Demond Greene (10), Robert Garrett (3), Denis Wucherer (2), Steffen Hamann (2), Misan Nikagbatse, Stefano Garris (9), Stephen Arigbabu (7), Patrick Femerling (6), Johannes Herber, Jan Jagla, Branko Klepac (2).
Auf französischer Seite war Boris Diaw (12) bester Scorer.

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