Supercup: Deutschland -Italien 60:6926. August 2007

Defense steht, Offense bereitet noch einige Sorgen

Beim jährlichen Traditionsturnier Supercup verlor die DBB-Auswahl im letzten Turnierspiel in Bamberg gegen die starken Italiener mit 60:69 (14:15, 23:21, 9:20, 14:13). Der Turniersieg des 19. Supercups ging somit an die russische Nationalmannschaft. Deutschland wurde Turnier-Zweiter, Italien Dritter und die sieglosen Portugiesen Vierter.

Dirk Nowitzki wurde vor dem Spiel die goldene Ehrennadel für sein 100. Länderspiel verliehen.
Das Spiel begann mit zwei Dreiern in Folge von Italiens NBA-Spieler Andrea Bargnani (Toronto Raptors), woraufhin Dirk Bauermann mit einer schnellen Auszeit reagierte. Als Erster der Deutschen punktete Nowitzki. Das deutsche Team spielte bis dahin völlig ohne Rhythmus, so dass es in der 4. Spielminute mit 4:9 zurücklag.
Langsam fand die deutsche Mannschaft gegen Italiens Zone ihren Spielfluss. Bargnani bestimmte jedoch weiterhin das Spiel der Italiener (4:11, 5. Min), die nur mit neun Spielern in die Partie gegangen waren. Nach mehreren verfehlten, freien Würfen der Deutschen traf Johannes Herber mit einem Dreier zum 7:11 (7.Min). Auch Nowitzki hatte sich nun „eingespielt“, die DBB-Auswahl brachte sich über starke Defense zurück ins Spiel. Jan-Hendrik Jagla (Foto) punktete zum 14:13, so dass die Zuschauer tobten. Nach zehn Minuten war die Partie ausgeglichen (14:15).

Zu Viertelbeginn versenkte Mithat Demirel zwei Dreier in Folge (23:17, 12.Min). Der bis dahin starke Auftritt von Jagla trug dazu bei, dass das Spiel an Attraktivität gewann (26:21, 15. Min). Die „Bauermänner“ hatten ihre Verteidigung auch auf Zone umgestellt. Jedoch stand die deutsche Verteidigung nur unzulänglich, sodass die Italiener die Lücken geschickt ausnutzten. Bargnani konnte scheinbar nach Belieben zum Korb ziehen. Robert Garrett punktete in der 19. Spielminute mit einem Dreier zum 33:29. Das deutsche Team leistete sich dann einige Unkonzentriertheiten. Demond Greene gelang in der letzten Sekunde ein Monster-Tip-In, so dass Deutschland zur Halbzeit in einer auf hohem taktischen Niveau stehenden Partie mit 37:36 führte.

Nach der Halbzeit schienen die Deutschen durch gutes Zusammenspiel dieses Mal einen besseren Start zu haben. Doch dann trumpfte Italien zwischen der 24. und 26. Spielminute mit einem 11-Punktelauf auf, so dass Deutschland mit 44:50 (26. Min) mehr oder weniger plötzlich zurücklag. Es folgten beim deutschen Team Fehlpässe und eine schlechte Trefferquote. Nach einer Auszeit punktete Jagla nach einem Assist von Sven Schultze zum 46:53 (39. Min), was die starken Italienern aber nur wenig irritierte. Das schwache 3. Viertel beendete die DBB-Auswahl mit einem Rückstand von zehn Punkten (46:56).

Auch im vierten Viertel war Bargnani nicht zu stoppen und setzte den Deutschen einen Dreier zum 48:60 (33. Min.) entgegen. Nowitzki & Co taten taten alles, um fünf Minuten vor Schluss ihren 8-Punkt-Rückstand zu verkürzen. Nowitzki punktete in dieser wichtigen Phase mit zwei Dreiern in Folge. Deutschland musste sich aber letztlich mit einer Niederlage mit 60:69 gegen Italien zu schlagen geben.

Für Deutschland spielten:
Mithat Demirel (ohne Verein, 6), Patrick Femerling (ALBA Berlin), Robert Garrett (Brose Baskets, 3), Demond Greene (Brose Baskets, 4), Guido Grünheid ( Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande, 4), Steffen Hamann (Brose Baskets, 2), Johannes Herber (ALBA Berlin, 7), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 11), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks, 18), Ademola Okulaja (Brose Baskets, 3), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners ), Sven Schultze (Snaidero Udine/Italien, 2), Julian Sensley ( ohne Verein).

Italien
Gianluca Basile 15, Denis Marconato 8, Marco Mordente, Andrea Bargnani 24, Stefano Mancinelli 2, Massimo Bulleri, Luca Garri 8, Fabio Di Bella 12, Andre Crosariol.

Scouting

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