Supercup-Auftakt: Sieg gegen Weißrussland26. August 2005

3.000 Zuschauer in der Braunschweiger Volkswagen Halle sehen starken Dirk Nowitzki

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat zum Auftakt des Basketball-Supercups in Brauschweig gegen Weißrussland mit 75:59 (14:18, 25:11, 14:13, 26:17) gewonnen. Dabei hatten die deutschen Spieler nur im 1. Viertel echte Probleme mit dem Gegner.

Überraschend mit Ademola Okulaja (Foto) in der Startformation begannen die DBB-Herren, die allerdings auf den verletzten Nino Garris verzichten mussten (Entzündung im Sprunggelenk). Für Patrick Femerling (Reha nach kleinem Eingriff im Knie) startete Robert Maras auf der Centerposition, weiter begannen Dirk Nowitzki, Pascal Roller und Denis Wucherer. Die unorthodox auftretenden Weißrussen gingen zunächst in Führung (2:7, 3. Min.), die DBB-Auswahl fand gegen den unbekannten Gegner keinen Rhythmus. Ein Dreier von Dirk Nowitzki zum 8:10 (7. Min.) und zwei anschließende Freiwürfe zum Ausgleich machten die Partie wieder offen. Doch die deutsche Manschaft übertrieb das Penetrieren im Bemühen um Mannschaftsspiel etwas und suchte zu selten den direkten Abschluss. So war der Rückstand nach dem 1. Viertel kein Wunder.

Im 2. Viertel wendete sich das Blatt langsam. Ein Dreier von Mithat Demirel brachte die erste deutsche Führung (20:18, 12. Min.). Schmunzeln in der gesamten Halle und wohl auch vor den Fernsehschirmen, als Pascal Roller in der 16. Minute ein „Bauerntrick“ gelang, indem er den Ball in den Rücken eines Gegenspielers warf und den zurückprallenden Ball direkt verwertete. Bestens getimed auch das Ende von Abschnitt 2, als Dirk Nowitzki mit der Schlusssirene einen Dreier zur 39:29-Pausenführung des deutschen Teams traf. Insgesamt hatte die DBB-Auswahl in den zweiten zehn Minuten viel harmonischer agiert und den Weißrussen mit druckvoller Defense deren Grenzen gezeigt. Bis zum Seitenwechsel hatte ein eigentlich unauffällig agierender Dirk Nowitzki bereits 15 Punkte erzielt.

Nach der Pause blieb das deutsche Team dominant ohne großen Glanz zu versprühen (46:34, 24. Min.). Nowitzki punktete und reboundete konstant und war eindeutig der stärkste Spieler auf dem Feld. Stephen Arigbabu traf nach 27 Minuten zum 52:36 und zur damit bis dato höchsten Führung, das Publikum zeigte sich zufrieden, auch wenn die Weißrussen dann wieder etwas Boden gut machten. Dirk Bauermann probierte viele verschiedene Formationen aus, was dem Spielfluss naturgemäß nicht immer gut tat.

Ein spektakulärer Tip-Dunking von Dirk Nowitzki in der 32. Minute weckte das zwischenzeitlich etwas verstummte Publikum auf (56:44). Der NBA-Star lieferte drei Minuten vor dem Ende enen weiteren Höhepunkt, als er sich den Ball erkämpfte und ebenso spektakulär durch die Reuse stopfte (69:53). Bauermann experimentierte weiter und versuchte es eine Zeit lang auch gemeinsam mit Pascal Roller und Mithat Demirel. Als mehr als gelungen darf man den ersten Einsatz von Dirk Nowitzki werten, ebenso wie den Härtetest für Ademola Okulaja.

Deutschland:
Stephen Arigbabu (letzter Verein Roseto Basket/Italien, 7), Demond Greene (ALBA Berlin, 2), Robert Maras (letzter Verein CSF Sevilla/Spanien, 2), Marko Pesic (letzter Verein RheinEnergie Köln), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners,  6), Sven Schultze (Armani Mailand/Italien, 11), Denis Wucherer (letzter Verein Benetton Treviso/Italien, 6), Robert Garrett (letzter Verein Navigo.it Teramo/Italien),  Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks, 33), Johannes Herber (West Virginia University), Ademola Okulaja (letzter Verein Pamesa Valencia, 2), Mithat Demirel (letzter Verein ALBA Berlin, 6).

Scouting 

Stimmen

Pascal Roller:
Bis auf Dirk waren wir lange Zeit zu zurückhaltend im Angriff, haben zu wenig unsere eigenen Wurfchancen genutzt. Aber es ist bei Dirk nicht überraschend, wenn er mit Abstand die meisten Punkte macht. Der Rest darf aber nicht nur zuschauen sondern muss aktiver werden. Dirk bringt Motivation für das gesamte Team. Ich fühle mich wohl und habe mich schnell zurecht gefunden. Jetzt möchte ich mich mehr und mehr einbringen.

Dirk Bauermann:
Das Spiel heute habe ich so in etwa erwartet. Wir haben heute erstmals mit Dirk und Ademola gespielt, das war noch etwas rostig am Anfang. Der Gegner war unangenehm zu spielen und hatte gute Dreierschützen. Es war dennoch ein guter Tag für uns. Morgen und übermorgen wird es sicher ungleich schwieriger. Wenn Dirk heute 13 Punkte gemacht hätte, hätten alle gefragt, was mit ihm los ist. Die Weißrussen haben ihm viel Platz gelassen, und das nutzt ein Weltklassespieler wie er gnadenlos aus. Dass einige Spieler zu zögerlich waren, weiß ich auch. Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen halt ein bischen von vorne anfangen. Ich bin sehr froh, dass Ademola spielen konnte und keine Beschwerden hat. Er wird hier in Braunschweig weiter dabei sein.

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