Supercup 2014: Dramatischer Erfolg für DBB-Herren!1. August 2014

Sieg für die deutsche Mannschaft zum Auftakt des Supercups in der brose ARENA. Gegen Lettland setzte sich das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic nach hartem Kampf mit 75:74 (12:19, 24:22, 22:22, 17:11) durch. Vor knapp 4.000 Zuschauern war Maik Zirbes (15) der erfolgreichste deutsche Werfer. Morgen geht es für das DBB-Team um 16.30 Uhr gegen Israel weiter (live auf sportschau.de).

Ohne Tibor Pleiß (noch nicht spielberechtigt), Daniel Theis (Risswunde an der Wade) und Maximilian Kleber (erkrankt) musste die deutsche Mannschaft heute auskommen. Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Akeem Vargas, Elias Harris und Maik Zirbes bildeten die deutsche Startformation. Zirbes (Foto) sorgte mit einer starken Anfangsphase für die 6:4-Führung (3. Min.). Beide Teams gingen hohes Tempo, aber Deutschland verlor in der Folge den offensiven Rhythmus, während Lettland zwei Dreier versenkte (6:10, 6. Min.). Beim 6:14 musste Mutapcic seine Mannen zu einer Auszeit rufen. Harris beendete den lettischen Lauf mit einem spektakulären Dunking, aber die Balten blieben dennoch am Drücker. Bis zum Viertelende zog Dennis Schröder noch zwei Mal unnachahmlich zum Korb, aber die Letten hatten mit einem Dreier unmittelbar vor der Sirene die passende Antwort (12:19).

Schröder eröffnete den zweiten Spielabschnitt zur Freude des Publikums mit einem Dreier und Karsten Tadda ließ einen weiteren Distanztreffer folgen: 18:19 (12. Min.). Schröder zeigte mehrfach seine unfassbare Antrittsschnelligkeit, Tadda traf zum Ausgleich. Die Halle stand Kopf, als Tadda wieder von “downtown” einnetzte (Foto unten, 24:21, 14. Min.). Diesmal flüchteten sich die Letten in eine Auszeit. 16 von 24 Punkten waren von der deutschen Bank gekommen. Sehr gute Reboundarbeit dufte man den ING-DiBa-Korbjägern bescheinigen. Lettland übernahm nach 17 Minuten wieder die Führung, aber Zirbes war mit einer schönen Bewegung zur Stelle und “reparierte” umgehend per “and one” (31:29). Die Begegnung verlief weiter auf Augenhöhe, weil die DBB-Auswahl sich wiederholt unkonzentrierte Anspiele erlaubte, die zu Ballverlusten führten. Davon profitierte Lettland, das 1´48 vor der Halbzeitpause durch weitere Dreier wieder vorne lag (33:39). Beim Gang in die Kabinen war aber noch nichts verloren (36:41).

Den besseren Weg ins dritte Viertel fanden zunächst die Balten (38:46, 22. Min.). Deutschland fightete mit vollem Einsatz um ein Comeback, hatte aber offensiv nach wie vor keinen echten Rhythmus. So wollte der Anschluss einfach nicht gelingen (42:52, 25. Min.), Auszeit Deutschland. Ein paar schöne Szenen von Andreas Seiferth und man durfte wieder hoffen (48:54, 27. Min.). An der Freiwurflinie pirschte sich Deutschland durch Kapitän Schaffartzik weiter an den Gegner heran (52:56, 28. Min.). Und wieder setzte sich Seiferth wunderbar durch: “and one”, 55:57, 29. Min.. Nach 30 Minuten durfte sich das Publikum auf einen spannenden Schlussabschnitt freuen (58:63).

Es brauchte eine Initialzündung und der Dreier von Schaffartzik zum Auftakt des vierten Viertels taugte durchaus als solche, zumal der Guard ein weiteres Mal “Netzmusik” aus der Dreierdistanz folgen ließ (64:65, 33. Min.). Der so wichtige Führungswechsel ließ auf sich warten, denn die folgenden Chancen ließ das DBB-Team ungenutzt und Lettland war von weit draußen zur Stelle (64:70, 35. Min.). Harris holte sich mit einer Energieleistung einen Offensivrebound, machte daraus mit Foul und Freiwurf drei Punkte, es blieb spannend. Riesenjubel in der Arena, als Tadda per Dreier das 71:70 besorgte (37. Min.). Zwei Mal hatte Deutschland die Chance den Vorsprung auszubauen, aber die nächsten Punkte machten die Letten. Etwas mehr als eine Minute war noch zu spielen, als ein Korbleger von Schröder geblockt wurde. Die Letten vergaben den nächsten Angriff und Zirbes scorte 19 Sekunden vor Schluss zum 75:74, Auszeit Lettland. Der letzte Angriff der Letten führte nicht zum Erfolg, so dass am Ende ein Auftaktsieg für die deutsche Mannschaft zu Buche steht.

“Der Sieg heute war ganz wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir sind zwei Mal von großen Rückständen zurückgekommen, das ist ein gutes Zeichen. In den letzten Szenen haben wir Geduld bewiesen. Ich habe kurz vor Schluss die Mannschaft gefragt, ob sie foulen will oder verteidigen. Die Antwort war eindeutig. Lettland ist eine gute Mannschaft, die schon lange zusammen ist. Unsere Erste Fünf war heute nicht bereit so Defense zu spielen, wie es unbedingt nötig ist. Wir haben oft 1-1-Situationen verloren, dann ist es ganz schwierig unser Defensekonzept durchzusetzen. Einige Spieler sind außer Form, denen müssen wir helfen. Tadda und Staiger haben heute aber eine zweite Dimension gezeigt, das war gut”, bilanzierte Emir Mutapcic.

Für Deutschland spielten:
Robin Benzing (FC Bayern München 4), Bastian Doreth (Artland Dragons), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg 8), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP dnp), Maodo Lo (Columbia University/USA dnp), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München 8), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA 12), Andreas Seiferth (Artland Dragons 9), Lucca Staiger (FC Bayern München 7), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg 11), Akeem Vargas (ALBA Berlin), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS 1) und Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg 15).

Lettland
Ingus Jakovics dnp, Mareks Mejeri , Rolands Freimanis 2, Janis Blums 3, Dairis Bertans 6, Janis Timma 3, Rolandis Smits, Kristaps Janicenoks 7, Janis Strelnieks 16, Kaspars Berzins 12, Aigars Skele 8, Ronalds Zakis3, Martins Meiers 14.

ScoutingGER-LAT

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