Supercup 2014: Deutschland unterliegt Israel2. August 2014

Zweites Spiel, erste Niederlage für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren beim Supercup in der brose ARENA in Bamberg. Nach dem hauchdünnen 75:74-Erfolg gegen Lettland am ersten Spieltag unterlagen die ING-DiBa-Korbjäger heute gegen Israel mit 84:91 (27:30, 20:18, 22:20, 15:23). Dennoch geht es morgen gegen Russland noch um den Turniersieg (15.05 Uhr, live in der ARD). Kapitän Heiko Schaffartzik erzielte heute die meisten Punkte für die DBB-Auswahl von Bundestrainer Emir Mutapcic (17).

Rund 4.500 Zuschauer begrüßten die deutsche Erste Fünf: Dennis Schröder, Karsten Tadda, Robin Benzing, Elias Harris (Foto) und Maik Zirbes. Rasant begann die Partie, beide Teams legten enormes Tempo vor. Nach Dreiern von Benzing und Harris führte Deutschland 10:6, als gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten gespielt waren. Schröder sammelte zwei frühe Fouls, Benzing besorgte nach einigen Nachlässigkeiten auf deutscher  Seite wieder per Dreier das 13:13 (5. Min.). Mutapcic haderte mit der deutschen Defense, die viel zu viele offene Würfe zuließ: Auszeit. Die Defense blieb die deutsche Achillesferse (18:24, 8. Min.), während es vorne durchaus gut lief (21:24, “and one” Schaffartzik, 9. Min.; 24:26, Dreier Kleber). Das Highlight des ersten Viertels kam in der letzten Sekunde: Schaffartzik versenkte einen Wurf von der Mittellinie: 27:30!

Auch im zweiten Viertel regnete es weiter Dreier auf beiden Seiten, ein tolles Spiel für Fans des Offensivspektakels. Die Coaches werden ob des Punktewirbels eher weniger Gefallen gefunden haben. Natürlich per Dreier machte Harris das 35:33 (14. Min.) und Staiger legte kurz später zum 38:35 nach. Acht von zwölf deutschen Dreierversuchen hatten bis dahin ihr Ziel gefunden. Schröder musste bereits nach 15 Minuten sein drittes Foul hinnehmen, die deutsche Dreierflut versiegte und Israel nutzte das zum 38:41. Das DBB-Team musste variabler werden und sich nicht nur auf die Distanzwürfe verlassen. Nichts ging mehr in diesen Minuten für Deutschland, bis Schaffartzik aus der Distanz zum 41:44 einnetzte (18. Min.). Nach 20 Minuten lagen die Gastgeber mit 47:48 zurück, nachdem Schröder in den finalen Sekunden noch einen spektakulären “coast to coast” gezeigt hatte.

Vargas (Foto rechts) machte ein starkes Spiel und traf zum 54:51 (23. Min.). Doch keines der Teams konnte sich absetzen (59:59, 26. Min.), es blieb spannend. Der DBB-Auswahl gelangen zu wenige “stops”, aber auch den Israelis unterliefen jetzt eine ganze Reihe Fehler. Auf den Knie liegend spielte Kleber Seiferth an: 65:64 (9. Min.). Jetzt wurde die Offense der Deutschen variabler mit verstärkten Anspielen unter den gegnerischen Korb. Wie am Vortag war es Seiferth, der für den deutschen Schub sorgte (69:66, 30. Min.).

Staigers Dreier zum 73:70 sorgte für Jubel in der Arena, aber nur Sekunden später waren die Israelis wieder da. Zahlreiche Führungswechsel bestimmten insgesamt die sehenswerte Begegnung (73:75, 33. Min.). Jetzt musste jeder Rebound, jeder Assist, jeder Treffer entscheiden. Die Israelis lagen nach einem unsportlichen Foul von Vargas erstmals deutlicher vorne (75:82, 35. Min.), man musste um die Heimmannschaft bangen. Die versuchte zwar alles, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen, aber nach sechs Siegen in Folge musste Deutschland wieder in eine Niederlage einwilligen.

“Wir haben heute 28 Punkte aus Fastbreaks und 15 Punkte aus Offensivrebounds bekommen. Das sind fast 50 Prozent der israelischen Punkte. Das zeigt, dass wir in der Offense keine Balance und keine Geduld hatten. Dann ist die Gefahr, Punkte in transition zu kassieren, besonders groß. Wir haben Israel zu leicht ins Spiel gelassen, danach war es nicht einfach für uns. Wir hatten aber auch gute Momente. Der unnötige Konflikt von Vargas hat uns Einiges gekostet. Insgesamt haben wir zu viele Würfe von außen genommen und zu wenig in den Rücken der Defense gespielt. Wir müssen weiter trainieren und noch einige neue Inhalte in unser Spiel bringen”, meinte Mutapcic anschießend.

Für Deutschland spielten:
Maodo Lo (Columbia University/USA), Akeem Vargas (ALBA Berlin 9), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München 17), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg), Lucca Staiger (FC Bayern München 9), Robin Benzing (FC Bayern München 10), Bastian Doreth (Artland Dragons dnp), Andreas Seiferth (Artland Dragons 8), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg 4), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg 9), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA 11), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP 7), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS).

Israel
Yuval Naimy 3, Raviv Limonad 6, Gal Mekel 12 , Dagan Yivzori 3, Omri Casspi 17, Guy Pnini 7, Lior Eliyahu 17, Alexey Chubrevich 1, Yaniv Green 10, Elishay Kadir 5, Jacob Cohen dnp, Yotam Halperin 10, Nizan Hanochi, Shawn Dawson.

ScoutingGER-ISR

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