Supercup 2014: Deutschland triumphiert3. August 2014

Sieg und Supercup-Triumph für die deutsche Herren-Nationalmannschaft. In der brose ARENA in Bamberg gewann das DBB-Team von Bundestrainer Emir Mutapcic nach phasenweise großartiger Vorstellung gegen Russland mit 84:75 (22:18, 20:12, 22:18, 20:27) und sicherte sich damit zum dritten Mal den Turniersieg. Über die Platzierungen auf den Plätzen 2 – 4 entscheidet die abschließende Partie des Supercups zwischen Israel und Lettland.

Dennis Schröder, Karsten Tadda, Robin Benzing, Maximilian Kleber und Maik Zirbes nahmen vor den Augen von DOSB-Präsident Alfons Hörmann (Foto unten mit DBB-Präsident Ingo Weiss) die anspruchsvolle Aufgabe als deutsche Erste Fünf in Angriff. Gespannt sein durfte man auf das Duell zwischen Zirbes und NBA-Center Timofey Mozgov. Benzing nahm die ersten Aktionen auf deutscher Seite, aber Kleber setzte mit einem “put back” den ersten, frühen Höhepunkt (2:2). Dann aber übernahmen die Russen das Kommando und nutzten deutsche Fehlwürfe (2:8). Wieder war Kleber zur Stelle, “stopfte” Mozgov ins Gesicht (Foto oben), wurde gefoult und besorgte das 5:8 (4. Min.). Benzing traf per Dreier zum Ausgleich, die Halle mit rund 4.500 Zuschauern war voll da. Zirbes holte an der Freiwurflinie eine deutsche Führung heraus, da hatte Mutapcic nach sechs Minuten soeben zum ersten Mal gewechselt. Beide Teams ließen offensiv enorm viel liegen, aber Deutschland war auch nach acht Minuten vorne (12:11, 8. Min., Dreier Staiger). Die DBB-Auswahl verkaufte sich wirklich gut und hatte in dieser Phase in dem sehr variabel auftretenden Staiger den überragenden Akteur (22:16, 10. Min.).

Die ING-DiBa-Korbjäger behaupteten ihre Führung durch einen weiterhin überzeugenden Staiger, der mehrfach erfolgreich zum russischen Korb zog (26:19, 12. Min.). Das Publikum war begeistert, als sich Seifert zwei Mal in Folge gegen Sokolov durchsetzte und zur höchsten deutschen Führung vollstreckte (30:19, 14. Min.). Der sichtlich genervte Sokolov leistete sich ein technisches Foul, bereits sein viertes. Deutschland nutzte die Gelegenheit, um die Führung weiter auszubauen (32:19, 16. Min.), und war in diesen Minuten auf einem guten Weg, den zum Turniersieg nötigen Erfolg mit mindestens acht Punkten zu schaffen. Die Russen, die ohne die angeschlagenen Zubkov und Karasev antraten, waren sichtlich beeindruckt (40:24, 18. Min., Dreier und drei Freiwürfe Benzing). Zur Pause waren die Russen allerdings wieder etwas näher gekommen (42:30).

Großartiger Start für die deutsche Mannschaft ins dritte Viertel: 48:30 hieß es nach 22 Minuten. Der jetzt kaum zu stoppende Benzing und Kleber schraubten den deutschen Vorsprung per Dreier auf 21 Punkte (56:35, 25. Min.), Schröder legte zum 58:35 nach, die Halle stand Kopf. Der Gegner wurde jetzt förmlich überrollt (60:35, 26. Min.). Offensiv funktionierte zur Begeisterung des Publikums ganz viel im deutschen Team, das aber defensiv jetzt einige Lücken ließ (62:43, 29. Min.). Sofort nahm Mutapcic eine Auszeit. Nach 30 Minuten hieß es 64:48, die deutsche Mannschaft musste aufpassen.

Harris stellte die Weichen wieder in die richtige Richtung (Dunk zum 68:48, 32. Min.). Es war aber auch weiterhin Vorsicht geboten, denn die Russen steckten nicht auf (68:55, 34. Min.). Dagegen hatten die Deutschen allerdings etwas (74:57, 35. Min., Staiger). Kleber zeigte Block und Tip-in, aber Russland war drei Minuten vor Schluss beängstigend nah an der 8-Punkte-Marke heran (76:67). Gar nichts mehr lief offensiv zusammen, bis ein Dreier von Schaffartzik – seine ersten Punkte – die Deutschen erlöste (79:67, 40. Min.). Schröder traf zum 81:70 (´29), es war noch nicht vorbei. Mozgov verkürzte und Russland schickte Tadda an die Freiwurflinie (´23, 82:72). Kulagin versenkte zehn Sekunden vor dem Ende mit Foul zum 82:74 und traf auch den Freiwurf: 82:75. Der voraussichtlich letzte Angriff blieb den Deutschen: Schröder auf Staiger – der netzt 0,4 Sekunden vor dem Schluss zum 84:75 ein. Den Russen blieb ein letzter Versuch, der aber nicht mehr zum Erfolg führte.

“Wir haben heute viel bessere Defense gespielt als gestern. Auch die Erste Fünf war bereit für das Spiel. Maxi Kleber hat heute gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft sein kann. Wir haben die Systeme meist gut gespielt, dann aber im vierten Viertel die Kontrolle verloren, einfach zu viel gezockt. Wichtig war, dass wir mit einem guten Bauchgefühl aus dem Turnier gehen, das ist uns gelungen”, meinte Emir Mutapcic nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Maodo Lo (Columbia University/USA dnp), Akeem Vargas (ALBA Berlin 4), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München 3), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg 1), Lucca Staiger (FC Bayern München 16), Robin Benzing (FC Bayern München 18), Bastian Doreth (Artland Dragons), Andreas Seiferth (Artland Dragons 4), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg 9), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg 12), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA 4), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP 10), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS 3).

Russland
Nikita Kurbanov 5, Pavel Antipov, Dmitry Kulagin 11, Pavel Korobkov 2, Egor Vyaltsev, Dmitry Sokolov 7, Valerii Likhodei 15, Dmitry Khvostov, Anton Ponkrashov 9, Timofey Mozgov 26.

SC2014GER-RUS

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