Spanien zu stark für DBB-Team21. August 2006

71:92-Niederlage bei der WM in Japan

Die Herren-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Japan verloren. Mit 71:92 (22:26, 19:22, 19:24, 11:20) unterlagen sie im dritten Vorrundenspiel dem Turnierfavoriten Spanien. Die Südeuropäer untermauerten durch eine eindrucksvolle Leistung ihre Titelambitionen und waren der deutschen Mannschaft über weite Strecken des Spiels klar überlegen. Die DBB-Auswahl wird in den zwei noch ausstehenden Partien alles daran legen, den 2. Platz in der Gruppe B zu behaupten.

Wie schon in den vorangegangenen beiden Partien starteten die ING-DiBa-Korbjäger im 1. Viertel gut. Dirk Nowitzki setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen und erzielte die ersten Punkte seines Teams. Demond Greene, der neben Nowitzki erneut zum besten Punktesammler avancierte, erhöhte durch einen Dreier auf 5:0 (2. Min). In der Folgezeit war das Spiel ausgeglichen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand (7:8, 5. Min) brachte Patrick Femerling seine Mannschaft durch ein 3-Punkt-Spiel wieder in Führung (10:8). Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand gedacht, dass dies die letzte deutsche Führung im gesamten Spiel bleiben sollte.
Spanien zeigte nun warum sie zurecht als Titelaspirant gelten. Mit einem 11:0-Run zogen sie innerhalb von zwei Minuten auf 19:10 davon und gaben dem Spiel so eine plötzliche Wende. Überragender Mann war dabei Spaniens Aufbauspieler Juan-Carlos Navarro. Er erzielte acht der elf Punkte, darunter zwei Dreier. Doch das Team von Dirk Bauermann verdaute diesen Schock. Robert Garret bewies Nervenstärke von der Freiwurflinie und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel.

Im 2. Viertel spielten beide Teams auf sehr hohem Niveau. Es war jedoch immer das gleiche Bild. Jedes mal wenn das DBB-Team den Rückstand etwas verkürzte, hatten die Spanier die richtige Antwort parat. So konnten sie, nachdem Demond Greene durch einen Dreier auf 27:34 verkürzte, wieder auf 27:40 (16.) davonziehen. Die Mannschaft von Dirk Bauermann ließ sich davon aber nicht entmutigen. Gegen Ende des Viertels kämpfte sich die DBB-Auswahl erneut Punkt um Punkt heran und konnte das Spiel zur Halbzeit weiterhin offen gestalten (41:48).

Nach der Pause setzte sich diese Berg- und Talfahrt fort. Die DBB-Auswahl kam voll konzentriert aus der Kabine. Durch zwei 3-Punkte-Würfe von Steffen Hamann und Demond Greene verkürzte sie auf 47:50. Als der bisher unauffällige Ademola Okulaja wenig später sein Team durch einen weiteren Dreier sogar bis auf einen Punkt heran brachte (50:51, 22. Min) schien das Spiel endgültig zu kippen. Doch dann brachte sich die Mannschaft durch viele Fouls selbst aus dem Rhythmus. Demond Greene und Steffen Hamann (Foto) kassierten jeweils ihr 4. Foul und wurden von Dirk Bauermann vom Feld genommen. Die Spanier verwandelten ihre Freiwürfe sicher und konnten ihren Vorsprung zum Ende des Viertels wieder auf zwölf Punkte ausbauen (72:60).

Auch im letzten Viertel ließ die deutsche Mannschaft nichts unversucht. Johannes Herber und Robert Garret konnten noch einmal auf 66:74 (32. Min) verkürzen. Die spanische Defense stand jedoch sehr gut und war nur schwer zu knacken. Es gelang den ING-DiBa-Korbjägern während der gesamten 2. Hälfte nicht Dirk Nowitzki ins Spiel zu bringen. Die Spanier verteidigten sehr aggressiv und forcierten viele Ballverluste (insgesamt 18) des DBB-Teams. Beim Stand von 66:80 (34. Min) war das Spiel entschieden. Beide Trainer nahmen ihre erste Fünf vom Feld und gaben den Ergänzungsspielern in den restlichen fünf Minuten die Chance sich zu beweisen.

Deutschland:

Mithat Demirel, Ademola Okulaja 4, Sven Schultze 2, Robert Garrett 7, Steffen Hamann/ Foto 4, Demond Greene 14, Pascal Roller 7, Patrick Femerling 9, Dirk Nowitzki 14, Jan-Hendrik Jagla, Guido Grünheid, Johannes Herber 10.


Scouting
 

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