Nowitzki trifft mit unfassbarer Schwerelosigkeit16. September 2007

Die DBB-Auswahl gewinnt nach einer starken 2. Spielhälfte mit 80:71 gegen Kroatien

Die deutsche Nationalmannschaft der Herren hat in ihrer letzten Partie der Europameisterschaft einen weiteren Erfolg verbucht. Im Spiel um Platz 5 gewann das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Kroatien mit 80:71 (16:25, 20:19, 22:13, 22:14). Dank einer überragenden Leistung von Dirk Nowitzki sowie einem überzeugenden Auftritt in der zweiten Hälfte feierte Deutschland einen gelungenen Abschied.

Beide Mannschaften hatten mit den gestrigen Siegen die Teilnahme an dem vorolympischen Qualifikationsturnier gesichert und konnten heute befreit aufspielen. Nachdem Patrick Femerling mit einem schönen Pass Steffen Hamann in Szene setzen konnte (2:2, 1. Min.), ließ die DBB-Auswahl in der Verteidigung den Kroaten zuviel Platz und geriet schnell mit 2:9 in Rückstand (3. Min.). Vier Punkte von Dirk Nowitzki (Foto: FIBA Europe, links) sowie ein Dreier von Demond Greene brachten die Deutschen wieder heran (9:9, 4. Min.). Dirk Bauermann kündigte bereits vor der Partie viele Wechsel an und gab auch Spielern aus der zweiten Reihe die Chance sich zu präsentieren. Jan-Hendrik Jagla und Johannes Herber bestätigten den guten Eindruck aus den bisherigen Spielen und sorgten für den erneuten Ausgleich der deutschen Mannschaft (16:16, 9. Min.). Allerdings zogen die Kroaten mit einem 9:0-Lauf auf 25:16 zur Viertelpause davon.

Im 2. Viertel kam Deutschland durch Ademola Okulaja und Femerling auf 20:25 (11. Min.) heran, jedoch erhöhte Marko Popovic mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge die kroatische Führung auf elf Punkte (31:20, 12. Min.). Die deutsche Mannschaft agierte nun zu fahrlässig in der Defensive, verlor unnötig den Ball und ermöglichte somit den Kroaten, zu leichten Punkten zu kommen. Der höchste Rückstand lag zwischenzeitlich bei 16 Punkten (26:42, 17. Min.). Das DBB-Team konnte sich allerdings auf Dirk Nowitzki verlassen, der seinen Rhythmus gefunden hatte und im 2. Spielabschnitt 14 Punkte erzielte. Sein zweiter Dreier brachte sein Team auf acht Punkte heran (34:42, 19. Min.). Mit 36:44 endete die erste Hälfte aus Sicht der deutschen Mannschaft. Es war beiden Mannschaften anzumerken, dass kein Druck auf ihnen lastete. Die mangelnde Intensität in der Verteidigung begünstigte zudem eine sehr gute Trefferquote auf beiden Seiten.

Nach der Pause gelang es dem deutschen Team nicht, Unkonzentriertheiten der Kroaten konsequent auszunutzen. Das Team von Jasmin Repesa hielt den Vorsprung relativ konstant. Jan- Hendrik Jagla und Steffen Hamann übernahmen nun Verantwortung und führten Deutschland mit einer couragierten Leistung an. Schließlich war er erneut Nowitzki, der durch scheinbar unmögliche Würfe die Wende einleitete. Trotz aggressiver Verteidigung verwandelte Nowitzki sechs Punkte in Folge zum 53:55 (27. Min.). Jagla mit einem Dreipunktwurf (56:57, 28. Min.) sowie zwei erfolgreiche Freiwürfe von Mithat Demirel (58:57, 29. Min.) sorgten für die erste deutsche Führung der Partie. Das 3. Viertel gewann die Truppe von Dirk Bauermann mit 22:13.

Im Schlussviertel setzte das deutsche Team seinen Lauf fort. Die Deutschen ließen in knapp sieben Minuten lediglich sechs Punkte der Kroaten zu und bauten den eigenen Vorsprung kontinuierlich aus. Vor allem drei Dreier von Johannes Herber, Demond Greene und Robert Garrett erhöhten den Vorsprung der Mannschaft auf 75:64 (37. Min.). Das DBB-Team konnte am Ende einen erfreulichen 80:71-Erfolg einfahren. Dirk Nowitzki war einmal mehr Garant für den deutschen Sieg. Mit 31 Punkten und 12 Rebounds unterstrich der Topscorer der EM seinen Status als Weltklassespieler. „Wir haben mit dem Erreichen des 5. Platzes unseren Stolz bewiesen und träumen weiter von Olympia“, so Nowitzki.


Das DBB-Team feierte mit dem 5. Platz einen erfolgreichen Abschied von der Europameisterschaft in Spanien. (Foto: FIBA Europe)

Auch Bundestrainer Dirk Bauermann gab ein sehr zufriedenes Schlussstatement:“ Wir haben es geschafft uns gegen Kroatien, die sogar gegen Spanien gewonnen hatten, schließlich durchzusetzen. Die Stärke kam von innen heraus. Dirk Nowitzki hat wundervoll gespielt und war ein kämpferisches Vorbild, das die anderen ansteckte. Wir haben das optimale Resultat mit einem Team, das eine gute Mischung an erfahrenen Spielern hatte, erreicht.“ Die postive Entwicklung von Jan-Hendrik Jagla wurde von Bauermann besonders hervorgehoben. Auch Jagla selbst bestätigte dies: “ Ich habe nach jahrelanger Arbeit meine feste Rolle im Team gefunden.“

Für Deutschland spielten:
Mithat Demirel (ohne Verein, 4), Patrick Femerling (ALBA Berlin, 2), Robert Garrett (Brose Baskets, 3), Demond Greene (Brose Baskets, 10), Guido Grünheid (Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande), Steffen Hamann (Brose Baskets, 8), Johannes Herber (ALBA Berlin, 7), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 11), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks, 31 / 12 Rebounds), Ademola Okulaja (Brose Baskets, 4), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners), Stephen Arigbabu (Olimpia Larissa/Griechenland).

Für Kroatien spielten:
Roko-Leni Ukic (FC Barcelona/ESP, 4), Davor Kus (Unicaja Malaga/ESP, 10), Marko Popovic (Zalgiris Kaunas/LIT, 14), Marin Rozic (Cibona Zagreb, 4), Nikola Prkacin (Dynamo Moskau/RUS, 9), Marko Tomas (Alta Gestion Fuenlabrada/ESP, 3), Zoran Planinic (Tau Ceramica/ESP, 7), Mario Stojic (dnp, ViveMenorca/ESP), Damir Markota (dnp, Milwaukee Bucks), Marko Banic (iubentia Bilbao/ESP, 16), Mario Kasun (FC Barcelona/ESP, 2), Stanko Barac (Tau Ceramica/ESP, 2).

Alle weiteren Informationen zur Europameisterschaft finden Sie auf der offiziellen Homepage www.eurobasket2007.org.

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