NBA-Update: Lediglich Nowitzki konstant3. Dezember 2013

Es war keine gute Woche für die deutschen Nationalspieler in den USA, insbesondere für Elias Harris. In der Nacht von Freitag auf Samstag teilten die Los Angeles Lakers mir, dass sie seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung auflösen würden. Die Möglichkeit, von dieser Klausel Gebracht zu machen, hatten die Kalifornier bis Januar, erst dann hätte sich Harris Kontrakt in einen garantierten und sicheren NBA-Vertrag gewandelt. Sein Trainer Mike D’Antoni gab Harris zumindest warme Worte mit auf den Weg: “Ich glaube, er hat eine Zukunft in der Liga. Er hat die Chance, sich zu einem guten Spieler zu entwickeln – aber nicht in diesem Jahr.” Die Entscheidung der Verantwortlichen der Lakers hatte sich durch die geringe Spielzeit und die Versetzung des Forwardes in die D-League bereits angekündigt. Elias Harris selbst nahm die Entscheidung sportlich und kämpferisch zugleich auf: “Ich bin dankbar für die Erfahrung. Was mich nicht umbringt, macht mich härter. Ich werde zurückkommen”, twitterte er kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung. Ob der Weg des jungen Deutschen in den USA, möglicherweise über den Umweg D-League, weiter geht oder ob es ihn zurück nach Europa zieht, werden die nächsten Wochen zeigen.

Falls Harris sich für den Weg in bzw. durch die D-League entschiedet, könnte er dort auf seinen Nationalmannschafts-Kollegen Tim Ohlbrecht treffen, der zu den Rio Grande Valley Vipers, dem Farmteam der Houston Rockets, zurückgekehrt ist. Von diesem Team aus ist Ohlbrecht schon ein Mal der Sprung in die NBA gelungen, nun arbeitet er auf eine Wiederholung hin. In seinem ersten Spiel zurück in der D-League setzte sich Ohlbrecht mit 145:116 gegen das Farmteam der Dallas Mavericks durch. Ohlbrecht kam in 23 Minuten auf solide neun Punkte und elf Rebounds.

Durch harte Arbeit zum Erfolg zu kommen war auch immer das Credo von Dennis Schröder. Derzeit muss er sich dies mehr und mehr verinnerlichen, denn seine Spielzeit nahm – mit zwei Ausnahmen – auch in der vergangenen Woche nicht zu. Mit fünf Partien hatten die Atlanta Hawks ein straffes Programm zu absolvieren – eigentlich ideale Bedingungen für Schröder, wieder in die Rotation zu rutschen. Bei der 92:109-Niederlage gegen die Orlando Magic kam der deutsche Aufbauspieler auch fünf Minuten zum Einsatz und markierte effektiv vier Punkte. Bei der deutlichen Niederlage gegen die Houston Rockets vertraute Cheftrainer Mike Budenholzer Schröder sogar 27 Minuten, in denen er mit sechs Punkten und fünf Assists die deutliche Schlappe nicht verhindern konnte. In den folgenden drei Spielen (88:87-Sieg gegen die Dallas Mavericks, 101:108-Niederlage gegen die Washington Wizards und 100:102-Niederlage gegen die San Antonio Spurs) kam Schröder dann nicht mehr zum Einsatz.

Ähnliches gilt auch für den mittlerweile Ex-Teamkollegen von Elias Harris bei den Lakers, Chris Kaman. Der Center scheint seine Verletzung überwunden zu haben, dennoch verzichtete Cheftrainer Mike D’Antoni in den letzten vier Spielen der Lakers auf den Einsatz des deutschen Centers. In der vergangenen Woche unterlag LA in Washington bei den Wizards mit 111:116, gewann anschließend bei den Brooklyn Nets (99:94) und den Detroit Pistons (106:102), musste sich aber in der gestrigen Nacht im heimischen Staples Center gegen die Portland Trail Blazers geschlagen geben (108:114).

Die deutsche Fahne hochhalten tut in diesen Tagen Routinier Dirk Nowitzki, der für seine Dallas Mavericks weiterhin starke Werte auflegt. Beim 103:99-Sieg über die Golden State Warriors war der deutsche Power Forward einmal mehr bester Mann auf dem Feld und machte 22 Punkte. Zudem trug sich der Würzburger mit sechs Rebounds, drei Assists, zwei Steals und einem Block auf den Statistikbogen ein. Der Positivtrend war allerdings bereits beim nächsten Spiel wieder verfolgen: gegen die Atlanta Hawks gaben die Texaner einen sicher geglaubten Erfolg noch aus der Hand und mussten sich in der letzten Sekunde noch mit 87:88 geschlagen geben. Die Auswärtsniederlage, die Nowitzki trotz 16 Punkten nicht verhindern konnte, scheint bei den Mavericks System zu haben. Acht Mal trat Dallas in dieser Saison in fremder Halle an – sechs Mal gingen sie als Verlierer vom Platz. Doch auch das anschließende Heimspiel im American Airlines Center brachte keine Besserung: gegen die Minnesota Timberwolves unterlagen die Dallas Mavericks nach ruppiger Partie, in der Nowitzki zwischenzeitlich mit blutender Nase vom Platz musste, mit 106:112. Die starke Leistung des deutschen Nationalspielers (23 Punkte, fünf Rebounds und sechs Assists) konnte die schwache Defensivleistung der Texaner im Schlussviertel nicht auffangen.

Die nächsten Spiele:

Dallas Mavericks:

3. Dezember 2013: Dallas Mavericks vs. Charlotte Bobcats
4. Dezember 2013: Pelicans New Orleans vs. Dallas Mavericks
7. Dezember 2013: Portland Trail Blazers vs. Dallas Mavericks
9. Dezember 2013: Sacramento Kings vs. Dallas Mavericks

Atlanta Hawks:

4. Dezember 2013: Atlanta Hawks vs. Los Angeles Clippers
6. Dezember 2013: Atlanta Hawks vs. Cleveland Cavaliers
10. Dezember 2013: Atlanta Hawks vs. Oklahoma City Thunder

Los Angeles Lakers:

6. Dezember 2013: Sacramento Kings vs. Los Angeles Lakers
8. Dezember 2013: Los Angeles Lakers vs. Toronto Raptors
10. Dezember 2013: Los Angeles Lakers vs. Phoenix Suns

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