Henrik Rödl war das Herz des Nationalteams3. Juni 2004

Der Deutsche Basketball Bund sagt: Danke!!!

Mit dem Ende seiner aktiven Karriere als Spieler von ALBA Berlin, das er in der vergangenen Woche nach dem Playoff-Aus gegen Bamberg verkündete, ist auch die Zeit von Henrik Rödl in der Nationalmannschaft zu Ende gegangen. Der Deutsche Basketball Bund sagt: Danke! Danke für 15 Jahre im Nationaltrikot, Danke für stets vorbildlichen Einsatz, Danke auch an den Menschen Henrik Rödl, der jahrelang das „Herz“ der Nationalmannschaft und eine große Integrationsfigur war.

Die Karriere von Henrik Rödl kann man ohne Übertreibung als „großartig“ bezeichnen. Es gibt kaum einen sportlichen Höhepunkt, den der zwei Meter große Guard auslassen musste. Auf Vereinsebene wurde er mit ALBA Berlin sieben Mal Deutscher Meister und vier Mal Deutscher Pokalsieger. Zudem gewann er 1995 den Korac-Cup. Nicht zu vergessen der Titel im nordamerikanischen College-Basketball, den er mit den „Tar Heels“ der North Carolina University 1993 erringen konnte.

Svetislav Pesic holte den damals 18-Jährigen als ersten Regionalligaspieler (EOSC Offenbach) am 31. Oktober 1987 in die Nationalmannschaft. Zum 95:85-Erfolg gegen Schweden in der EM-Qualifikation steuerte Henrik Rödl zwei Punkte bei. Was folgte waren 15 Jahre bedingungsloser Einsatz und vorbildliche Einstellung in insgesamt 178 offiziellen Länderspielen, in denen er 1.749 Punkte erzielte.

Mit dem Nationalteam nahm Henrik Rödl an den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona (7. Platz) sowie an den Weltmeisterschaften 1994 in Kanada (12. Platz) und 2002 in den USA (Bronzemedaille) teil. Außerdem war er bei den europäischen Titelkämpfen 1993 in Deutschland (Goldmedaille), 1995 in Griechenland (10. Platz), 1997 in Spanien (12. Platz) und 1999 in Frankreich (7. Platz) dabei. Sein letztes Länderspiel absolvierte er bei der WM 2002 in Indianapolis beim 117:95-Erfolg gegen Neuseeland im Spiel um Platz 3 (9 Punkte). Am 14. Juni 1996 kam Henrik Rödl beim 106:101-Turniererfolg gegen Kuba in Buenos Aires mit 31 Punkten auf seine Rekordbilanz im Nationaltrikot.

Doch nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch hat Henrik Rödl dem Deutschen Basketball Bund viel gegeben. Seine vorbildliche Einstellung, seine ruhige Art und sein Engagement für caritative Zwecke machen ihn zu einem echten Vorbild. Dies wird ihn auch bei seiner künftigen Tätigkeit als Trainer auszeichnen.

Der Deutsche Basketball Bund wünscht Henrik Rödl für seine weitere Laufbahn Alles Gute!

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