Heißes Duell am zweiten Tag des Supercups25. August 2007

Deutschland siegt knapp mit 66:65 gegen Russland

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr 2. Spiel beim Basketball-Supercup in Bamberg gegen Russland gewonnen. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann siegte mit 66:65 (22:7, 10:15, 23:20, 11:23).

Vor der Partie gegen Russland wurde Patrick Femerling als Rekordnationalspieler mit 182 Länderspielen von DBB-Präsident Ingo Weiss, Vize-Präsident Dr. Wolfgang Hilgert und Vorgänger Hansi Gnad in der mit 6 500 Zuschauern fast ausverkauften JAKO Arena geehrt. Das erste Mal in der Vorbereitung startete Dirk Bauermann mit einer neuen 1. Fünf. Johannes Herber wurde an Stelle von Femerling eingesetzt.

Wesentlicher Augenmerk der Begegnung war das Duell der beiden NBA-Stars Dirk Nowitzki und Andrey Kirilenko. Nowitzki leitete mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf das Spiel ein, woraufhin Steffen Hamann gleich einen weiteren Treffer nachlegte. In der dritten Minute dunkte Hamann zum 6:1. Auch Ademola Okulaja zeigt sich hoch motiviert und punktete in der 4. Minute zum 8:1. Die Zuschauer in der JAKO Arena waren außer sich.

Nowitzki, der in bester Spiellaune war, traf gar zum 11:1 (5.Minute). Das Team um Bundestrainer Dirk Bauermann erwischte einen guten Start, so dass der Punktestand in der 6. Spielminute 12:1 lautete. Die Deutschen präsentierten sich als geschlossene Mannschaft und hatten stets ein gutes Auge für den besser postierten Mitspieler. Die Russen hingegen schafften es zwischen der 2. und 8. Spielminute nicht einen Punkt zu erzielen. Der Auftritt des deutschen Teams zeichnete sich durch guten Spielfluss aus, Robert Garrett und auch Nowitzki bewiesen in dieser Phase ihr gutes „Wurfhändchen“. Das bestens verlaufene 1. Viertel schlossen die Deutschen mit 22:7 ab.

Kurz nach Beginn des 2. Viertels nahm Bauermann eine Auszeit, um sein Team weiterhin zu konzentrierten Aktionen anzuleiten. Das Spiel nahm an Intensität zu. Vor allem unter dem Korb mussten Okulaja und Nowitzki viel Körpereinsatz aufbringen. Topspieler Nowitzki nahm daraufhin das „Gespräch“ mit den Schiedsrichtern auf. In den erstern sechs Minuten des 2. Viertels erzielten die Deutschen nur einen Punkt. Der klassische Faden war gerissen. Die Deutschen machten sich mit Fehlpässen selbst das Leben schwer. In der 18.Spielminute versenkte Nowitzki gegen den dicht verteidigenden Kirilenko einen Dreier (28:18). Hamann hatte sich scheinbar erholt und glänzte mit gewandten Moves für das deutsche Team. Die beiden Nationalteams spielten flink und lieferten sich hart umkämpfte Reboundaktionen. Zur Halbzeit stand es in der aufgeheizten Halle 32:22 für Deutschland.

Zu Beginn der 2. Halbzeit traf Nowitzki einen Drei-Punkte-Wurf. Sein athletischer Teamkollege Okulaja war anschließend nicht mehr zu stoppen und punktete mit drei Körben in Folge zum 42:27 (23. Min.). Hamann und Okulaja waren gut miteinander eingespielt und steckten sich gezielt den Ball zu. Die Deutschen passten geduldig den Ball zum freien Mann, der dann die Lücken in der russischen Verteidigung zu nutzen wusste. Trainer Bauermann wechselte, um alle Spielervariationen für die EM in Spanien auszuprobieren. Von nun an spielte das deutsche Nationalteam mit einer Zonenverteidigung. Garrett konnte in der 29. Minute nach zwei Dreiererfolgen der Russen einen wichtigen Dreier im russischen Korb versenken (53:39).

Das 4. Viertel ging mit einer Dreierserie der Russen los, so dass sich der Vorsprung der Deutschen in der 32. Minute auf 55:48 verkürzte. Die Deutschen ließen jedoch nicht nach und verteidigten geschlossen in der Verteidigung. Im punkteschwachen 4. Viertel tendierten die deutschen Spieler zu teils überhasteten Aktionen. Die Russen fanden ruhige Distanzwürfe und holten in der 35. Spielminute zum 57:55 auf. Demond Greene behielt die Nerven und traf zum 59:55. Die Zuschauer brachten sich nun sehr lautstark ein. Zwei Minuten vor Spielschluss waren die russischen Verteidiger eng am ballbesitzenden Spieler. Das Duell Nowitzki gegen Kirilenko spitzte sich zu. Nowitzki übernahm die Verantwortung, suchte den Weg zum Korb und provozierte ein Foul der Gegner. 32 Sekunden vor Schluss traf Kirilenko mit zwei Freiwürfen zum 64:63. 13 Sekunden vor Schluss zeigte die Anzeigetafel Punktegleichstand 65:65 an. Hamann bewies mentale Stärke an der Freiwurflinie und konnte das Spiel vier Sekunden vor dem Ende letztlich mit 66:65 für das deutsche Nationalteam entscheiden. Das deutsche Team hatte im heutigen Spiel neben Nowitzki mit Hamann und Okulaja zwei weitere Leistungsträger gefunden.

Für Deutschland spielten:
Mithat Demirel (ohne Verein, 2), Patrick Femerling (ALBA Berlin), Robert Garrett (Brose Baskets, 5), Demond Greene (Brose Baskets, 2), Guido Grünheid (dnp, Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande), Steffen Hamann (Brose Baskets, 13), Johannes Herber (ALBA Berlin, 6), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 1), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks, 17), Ademola Okulaja (Brose Baskets, 18), Pascal Roller (dnp, Deutsche Bank Skyliners, ), Sven Schultze (Snaidero Udine/Italien), Julian Sensley ( ohne Verein, 2).

Russland
Dmitryi Khvostov (dnp), J.R. Holden 8, Andrey Kirilenko 15, Nikita Morgunov 8, Petr Samoylenko , Victor Khryapa 2, Zakhar Pashutin 6, Sergey Monya 5, Anton Ponkrashov 10, Aleksey Savrasenko 2, Nikita Shabalkin 7, Sergey Bykov 2, Egor Vyaltsev, Vitaly Fridzon (dnp).

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