“Gib Drogen einen Korb”13. September 2006

Studie der Uni-Augsburg: Anti-Drogen Werbespot mit Dirk Nowitzki zeigt Wirkung

“Triff deine Entscheidung. Gib Drogen einen Korb!“, dies ist die Botschaft des ersten Drogen-Präventions Werbespots mit Dirk Nowitzki (Foto), der 2004 von Christian Rau und dem Deutschen Basketball Bund realisiert wurde. Ein Jahr später folgte noch ein zweiter Spot (Anti-Drogen-Werbespots hier). Der Frage, ob diese Botschaft auch tatsächlich bei den Kindern und Jugendlichen angekommen ist, ging der Fachbereich Kommunikationswissenschaft und Medienpädagogik der Universität Augsburg nach. In einer Studie wurde der Werbespot hinsichtlich seiner potentiellen Wirkung analysiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Alarmiert durch die erschreckende Nachricht, dass immer mehr Kinder und Jugendliche dem Drogenkonsum verfallen, wurde das Projekt vor zwei Jahren von Christian Rau in die Wege geleitet. Nach Auffassung des Regisseurs ist das Thema Sport das ideale Transportmittel, um Kindern und Jugendlichen zu mehr Selbstvertrauen und Stärke im Kampf gegen Drogen zu verhelfen.
Dabei hat sich Rau bewusst für die Sportart Basketball entschieden und mit dem Deutschen Basketball Bund einen passenden und begeisterten Paten für dieses hochkarätige Projekt gefunden. “Ich habe den Spot von Anfang an auf Basketball als Teamsportart mit hoher „street credibility“ zugeschnitten, und Dirk Nowitzki war natürlich meine absolute Traumbesetzung. Dirk ist ein sympathischer und international außerordentlich erfolgreicher NBA-Sportler mit einer sehr hohen Glaubwürdigkeit in der Zielgruppe”, erläutert Rau weiter. “Es war ein Meilenstein im Projekt, als er uns seine Zusage gab!”

Dass Dirk Nowitzki die ideale Besetzung für den Werbespot war, zeigt auch die Analyse der Uni-Augsburg. Die Analyse hat ergeben, dass der TV-Spot ein gewisses Wirkungspotential bei Jugendlichen erreicht und dieses auch nutzen kann. Um zu einer solchen Aussage zu kommen, wurden Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersklassen zum Werbespot befragt.
So gaben beispielsweise 69,6 Prozent aller Befragten an, dass sie sich, nachdem sie den TV-Spot gesehen haben, in einer ähnlichen Situation genauso verhalten und die Drogen ablehnen würden. Bei denjenigen, die Dirk Nowitzki als Vorbild haben, sind es sogar 81,8 Prozent. Selbst ein Großteil der Jugendlichen, die eine eher tolerante Einstellung zum Thema Drogen haben und mit diesen schon in Kontakt gekommen sind, findet Gefallen an dem Werbespot. Sie akzeptieren ihn als Verhaltensmodell und würden so wie der Junge im Spot handeln. Diese Zahlen machen deutlich, dass das Modellverhalten aus dem Sport gespeichert wurde und in einer kritischen Situation auch abrufbar ist.

Aus der Umfrage ging außerdem hervor, dass fast alle Befragten (98,8 Prozent) die Botschaft des Spots -„Gib Drogen einen Korb“- verstanden haben. Darüber hinaus wurde rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen durch den Spot zum Nachdenken über Drogen angeregt. Dass der Nowitzki-Spot im Umfeld der anderen gezeigten Werbespots Aufmerksamkeit erzielt und nicht in der Masse an Darbietungen untergeht, zeigt die Tatsache, dass sich fast 75 Prozent der Befragten auch später noch an die Werbung mit dem NBA-Star erinnern konnten. 

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