Europameister zu stark für DBB-Herren17. August 2013

Erwartete Niederlage gegen den Europameister: die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr Gastspiel im spanischen La Coruna gegen die spanische Auswahl mit 54:85 (9:17, 11:21, 16:25, 18:22) verloren. 8.500 Zuschauer im altehrwürdigen Coliseum La Coruna sahen eine Partie, in der Kapitän Heiko Schaffartzik bester deutscher Korbschütze war. Am kommenden Wochenende steht für die ING-DiBa-Korbjäger nun der Basketball-Supercup in Neu-Ulm auf dem Programm.

Heiko Schaffartzik, Nicolai Simon, Niels Giffey, Robin Benzing (Foto) und Tibor Pleiß bildeten die deutsche Startformation. Nachdem die ersten Angriffe der Spanier fast überfallartig auf den deutschen Korb zuströmten, wehrte sich Benzing als Erster und erzielte bei seinem Debüt in diesem Sommer die ersten vier Punkte (4:7, 3. Min.). Die Halle war plötzlich still, als Alex King von ganz weit draußen ausglich (7:7, 4. Min.) und die Spanier fünf Angriffe in Folge nicht punkten konnten. Die spanischen NBA-Profis Marc Gasol, Jose Calderon und Ricky Rubio scorten dann zum 9:16 aus deutscher Sicht (9. Min.), aber nach wie vor verkauften sich die DBB-Akteure gegen die große individuelle Klasse der Gastgeber gut (9:17 nach dem ersten Viertel).

Immer wieder setzten sich die Deutschen geschickt gegen den enormen Druck der spanischen Defense durch, ließen aber dann zu viele “einfache” Abschlüsse liegen. Benzing machte offensiv eine hervorragende Figur, suchte das eins gegen eins und traf an der Freiwurflinie (12:17, 12. Min.). Aber besonders in der Defensive sah die DBB-Auswahl gut aus und hielt sehr effektiv dagegen. Da vorne aber einige Minuten lang nichts Zählbares bei den Bemühungen heraus kam, wuchs der Rückstand an (12:22 (14. Min.), ehe wieder Benzing punkten konnte. Menz hielt seine Mannschaft auf dem Feld durch viele Wechsel frisch, konnte aber nicht gänzlich zufrieden sein, dazu lief in der Offensive einfach zu wenig zusammen. Die Dreier von Schaffartzik zum 17:29 nach 17 Minuten und zum 20:32 eine Minute später taten sehr gut, denn Spanien drohte zu enteilen. Und so war es dann auch, der Halbzeitstand von 20:38 war schon recht deutlich.

Deutsche Manschaft zu ehrfürchtig

Pleiß und Benzing gingen mit je drei Fouls belastet in das dritte Viertel. Spanien versuchte hin und wieder zu zaubern und zog unaufhaltsam davon (20:46, 23. Min.). Diese negative Entwicklung versuchte Menz mit einer Auszeit zu stoppen. Viel zu ehrfürchtig wirkte seine Mannschaft in dieser Phase. Spanien machte weiter, was es wollte, und Schaffartziks Dreier nach dreieinhalb Minuten im dritten Viertel waren die ersten deutschen Punkte nach der Pause (23:51). Bei Spanien fiel jetzt jeder Wurf, während das DBB-Team verzweifelt um einen Rhythmus rang. Jedes Dribbling, jeder Pass, jeder Punkt musste von den deutschen Spielern ganz hart erarbeitet werden (29:61, 27. Min.), auf der anderen Seite hingegen lief alles wie von selbst (36:63 nach 30 Min.).

Zum Auftakt des Schlussviertels zeigte Pleiß mit einer schönen Bewegung gegen Gasol, wie es gehen kann. Aber solche Szenen blieben die Ausnahme. Spanien tat jetzt nicht mehr als unbedingt nötig, ließ aber immer wieder die herausragende Qualität aufblitzen. Schaffartzik setzte seinen vierten Dreier in den spanischen Korb und gestaltete das Ergebnis etwas freundlicher (41:70, 34. Min.). Dann zog der Gastgeber wieder etwas an (43:77, 36. Min.). Giffey und Zirbes machten das 48:79 (37. Min.) und man konnte den deutschen Korbjägern nicht den Vorwurf machen, dass sie nicht bis zur letzten Sekunde vollen Einsatz zeigten.

“Spanien ist sicher zum jetzigen Zeitpunkt nicht der Gegner, mit dem wir uns messen müssen. Wir lassen uns da nicht beirren, auch nicht durch die sehr deutliche Niederlage. Wichtig ist, dass wir auch aus so einem Spiel etwas lernen, und das haben wir mit transition defense und Zonenoffense. Wir werden unseren Weg konsequent weiter gehen”, so Bundestrainer Frank Menz

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (Guard/Forward, 200 cm, University of Connecticut/USA, 5), Per Günther (Point Guard, 184 cm, ratiopharm ulm, 6), Philip Zwiener (Forward, 201 cm, Eisbären Bremerhaven), Heiko Schaffartzik (Guard, 184 cm, FC Bayern München, 14), Karsten Tadda (Guard, 190 cm, Brose Baskets Bamberg, 4), Lucca Staiger (Guard, 195 cm, FC Bayern München, 3), Tibor Pleiß (Center, 218 cm, Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 2), Bastian Doreth (Guard, 184 cm, Artland Dragons), Andreas Seiferth (Center, 206 cm, TBB Trier, 2), Maik Zirbes (Center, 207 cm, Brose Baskets Bamberg, 6), Robin Benzing (Forard, 208 cm, FC Bayern München, 7), Alex King (Forward, 201 cm, ALBA Berlin, 3), Nicolai Simon (Gard, 190 cm, medi Bayreuth), Johannes Lischka (Forward, 203 cm, WALTER Tigers Tübingen, 2).

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