EuroBasket: Spanien und Frankreich setzen sich durch15. September 2015

Bei der EuroBasket 2015 steht ein Traum-Halbfinale bevor. Über 26.000 Zuschauer in Lille werden Zeuge sein, wenn am Donnerstag Gastgeber und Titelverteidiger Frankreich und Spanien aufeinandertreffen. Im heutigen Viertelfinale bezwangen die Iberer etwas überraschend die bis dato ungeschlagenen Griechen, ehe sich Frankreich gegen Lettland durchsetzte. Hier die einzelnen Spielberichte.

Spanien – Griechenland 73:71 (14:14, 25:18, 16:25, 18:14)
Die Spanier spielten eine ganz starke erste Hälfte. Schon die beiden ersten Würfe von Sergio Llull zur 6:0-Führung zeigten, dass die Iberer bereit waren. Zwar kamen die schnellen und athletischen Griechen in der Folge vor allem durch ihren Youngster  Giannis Antetokounmpo besser ins Spiel und übernahmen sogar kurzzeitig die Führung, aber da gab es auf spanischer Seite immer noch Pau Gasol, der häufig von glänzenden Anspielen von Sergio Rodriguez (Foto links) profitierte und zur Pause bereits 14 Punkte auf dem Konto hatte. Außerdem überzeugte Nikola Mirotic (Foto rechts) offensiv. Es war aber vor allem die spanische Defense, von der sich die leicht favorisierten Griechen beeindrucken ließen. Die dominierten allerdings die Rebounds eindeutig.

Mit einem 14:3-Lauf starteten die Griechen in den dritten Spielabschnitt, ehe Gasol wieder erfolgreich war. Die Griechen warfen sich ihm mit allem entgegen, was sie zu bieten hatten, und das war eine ganze Menge. Georgios Printezis überzeugte und brachte sein Team im dritten Viertel mit vier Punkten in Führung. Es war jetzt ein Spiel auf des Messers Schneide, auf spanischer Seite hielt minutenlang alleine Gasol die Fahne hoch. Verbissener Kampf prägte dann die ersten Minuten des Schlussabschnitts, in dem Mirotic mit krachendem Dunking zum 60:57 für Spanien erfolgreich war (33. Min.). Das Momentum war wieder auf die Seite der Spanier gewechselt, aber Griechenland war noch lange nicht geschlagen. Bis zur buchstäblich letzten Sekunde wehrten sich die Griechen gegen das Ausscheiden, doch der letzte Wurf von Antetokounmpo verfehlte sein Ziel. Gasol (27), Mirotic (18) und Rodriguez (10) waren die erfolgreichsten Spanier, bei Griechenland waren Printezis (13), Antetokounmpo (12), Nick Calathes (14) und Vassilis Spanoulis (10) am auffälligsten.

GobertRudy2015-300Frankreich – Lettland 84:70 (21:25, 19:13, 16:7, 28:25)
Wer erwartet hatte, dass sich die Franzosen (Foto Rudy Gobert) gegen Lettland ungefährdet durchsetzen würde, sah sich lange Zeit getäuscht. Über weite Strecken der ersten Hälfte dominierten die Balten mit mutigem und schnörkellosen Spiel. Bei Frankreich spielten die Stars Tony Parker und Nicolas Batum bis kurz vor dem Seitenwechsel überhaupt keine Rolle. Dann bewies Parker seine Extraklasse und drehte das Spiel mit neun Punkten in Folge. So lag sein Team nach 20 Minuten mit 40:38 in Front. Zu Beginn hatte Boris Diaw die Franzosen im Spiel gehalten, während bei den Letten Routinier Kristaps Janicenoks aufblühte. Sage und schreibe 61 Prozent aus dem Feld hatte Lettland in den ersten beiden Vierteln geworfen, würde das auch nur annähernd noch einmal gelingen?

Mit 10:2 starteten die jetzt befreit wirkenden Franzosen in das dritte Viertel, eine schnelle Vorentscheidung schien sich anzubahnen. Frankreich kontrollierte die Partie, ohne allzu viel Glanz zu verbreiten. Vielmehr ließen die Letten jetzt deutlich nach und fielen in der Wurfquote schnell unter 50 Prozent. Die verbesserte Defense im dritten Viertel gewann den Franzosen das Spiel, während beim Titelfavoriten insgesamt sicher noch mehr geht. Da darf man gespannt auf das Halbfinale gegen Spanien blicken. Beste Werfer beim Sieger waren Parker (18), Diaw (14), Gobert (13), Nando de Colo (11) und Joffrey Lauvergne (10), für Lettland erzielten Janicenoks (16), Dairis Bertans (12) und Janis Strelieks (14) die meisten Punkte.

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