EuroBasket 2013, Tageszusammenfasung 6. Spieltag10. September 2013

Die erste Etappe der Eurobasket 2013 ist abgeschlossen. Am letzten Vorrundenspieltag komplettierten Belgien, Lettland, Litauen und Kroatien das Teilnehmerfeld der am Mittwoch in der Stozice-Arena von Ljubljana beginnenden EM-Zwischenrunde. Der EM-Modus sieht dabei vor, dass dass die qualifizierten Teams die untereinander erzielten Resultate in die zweite Runde mitnehmen.

Belgien unterlag zwar zum Abschluss der Vorrunde Frankreich 65:82, profitierte aber von der Schützenhilfe der DBB-Auswahl, die mit ihrem 80:76 über Israel den Belgiern den schärfsten Mitkonkurrenten um Platz 3 vom Hals hielt. Mit der aus der Vorrunde mitgenommenen Bilanz von 0:2 Siegen startet Belgien aber aus einer nicht sehr günstigen Position in die Zwischenrundengruppe E. Frankreich nimmt 2:0 Siege mit in die Zwischenrunde, die ebenfalls schon vorzeitig qualifizierten Ukrainer 1:1 Siege.

In der Gruppe B, wo Lettland sein Zwischenrundenticket im ersten Spiel des Tages mit einem 76:66 über Mazedonien löste, konnte sich Litauen gegen Bosnien-Herzegowina eine Niederlage mit bis zu neun Punkten erlauben und erfüllte diese Vorgabe mit einer 72:78-Niederlage nur denkbar knapp. Mit einem blauen Auge noch einmal davongekommen, nimmt Litauen aus der Gruppe B 1:1 Siege mit in die Gruppe E, Lettland 0:2 und die bereits vorzeitig qualifizierten Serben 2:0 Siege.

In der Gruppe C gewann Kroatien das Endspiel um das dritte Zwischenrundenticket 70:53 gegen Tschechien und nimmt entsprechend – wie auch die schon vorzeitig qualifizierten Spanier und Slowenen – 1:1 Siege mit in die Zwischenrundengruppe F. Die drei schon länger feststehenden Qualifikanten aus der Gruppe D komplettieren diese zweite Zwischenrundengruppe: Italien als alleiniger Tabellenführer mit 2:0 Siegen, Finnland nach einem überraschenden 86:77 über Griechenland mit 1:1 Siegen und Griechenland als Schlusslicht mit 0:2 Siegen.

Gruppe A (Ljubljana)

Nachdem Großbritannien sich mit einer 68:87-Niederlage gegen die unter den Körben mit 40:28 Rebounds klar überlegene Ukraine aus dem Kampf um den letzten Zwischenrundenplatz abgemeldet hatte und Deutschland Israels letzte Hoffnungen hatte zerplatzen lassen, war das Duell der beiden für die Zwischenrunde platzierten Mannschaften von Belgien und Frankreich für beide praktisch schon der Auftakt zur Zwischenrunde. Beflügelt von der vorab gesicherten Qualifikation legten die Belgier mit einer 30:19-Führung im ersten Viertel los wie die Feuerwehr. Beim Halbzeitstand von 46:34 konnten die überraschten Franzosen die Pause gut gebrauchen, nutzten sie aber auch, um sich zu sammeln. Angeführt von Tony Parker (20 Punkte und 6 Assists) drehten sie im dritten Viertel mit hohem Tempo den Spieß um und gingen selber 66:55 in Führung. Belgien hatte keine Kraft mehr für eine Antwort und unterlag 65:82.

Gruppe B (Jesenice)

Wohl wissend, dass man sich mit einem Sieg aus eigener Kraft für die Zwischenrunde qualifizieren würde, ließen die Letten gegen Mazedonien von der ersten Minute an nichts anbrennen, suchten konsequent die leichten Punkte m Brett und fanden sie in der ersten Halbzeit (49:36) vor allem über Kaspars Berzins (15 Punkte und 9 Rebounds). Als Mazedonien im Schlussviertel noch einmal alles auf eine Karte setzte, erlöste der künftig für den MBC in der Bundesliga spielende Center Martins Meiers die Letten mit drei wichtigen Korberfolgen (Endstand 76:66). Serbiens 76:83-Niederlage gegen Montenegro änderte nichts an der Tabellenführung der Serben um Rasko Katic (19 Punkte).

Richtig dramatisch war es in der zweiten Begegnung des Tages, in der Litauen sich gegen Bosnien-Herzegowina eine Niederlage mit bis zu neun Punkten erlauben konnte, dieses Ziel aber vier Minuten vor Schluss bei einem 58:74-Rückstand aus den Augen zu verlieren drohte. Die litauische Defense fand einfach kein Mittel um Mirza Teletovic (31 Punkte) und Nihad Djedovic (20) zu stoppen, schafften es aber dank Linas Kleiza (20 Punkte), in der Schlussphase den bosnischen Vorsprung wieder einstellig zu machen (70:78 elf Sekunden vor Schluss). Als Teletovics letzter Dreier drei Sekunden vor Schluss sein Ziel verfehlte, durften die Litauer tief durchatmen (Endstand 72:78).

Gruppe C (Celje)

Mit Spanien (83:59 über Georgien) und Slowenien (überraschend, aber auch folgenlos 61:71 gegen Polen) schon sicher für die Zwischenrunde qualifiziert, lag der Fokus in dieser Gruppe auf dem Endspiel um das dritte Zwischenrundenticket zwischen Kroatien und Tschechien, in dem es bis weit ins dritte Viertel (40:40) hin und her ging. Kroatien dominierte die Bretter (47:27 Rebounds), leistete sich aber doppelt so viele Ballverluste (18) wie die Tschechen, die aber gegen Ende des dritten Viertels ihren offensiven Rhythmus verloren. Der junge Dario Saric (11 Punkte) bescherte den Kroaten mit zwei wichtigen Dreiern eine erste zweistellige Führung (56:46), auf die die Tschechen um Pavel Pumprla (19 Punkte) keine Antwort mehr fanden (Endstand 70:53).

Gruppe D (Koper)

Obwohl in dieser Gruppe schon alles klar war, gab es am letzten Spieltag noch einen echten Paukenschlag, denn Finnland schockte den Favoriten Griechenland, der sich nach der Genesung von Spielmacher Vasilis Spanoulis (17 Punkte und 7 Assists) gegen die ohne Teemu Rannikko und Hanno Möttölä angetreten Finnen vielleicht zu sicher fühlten. Angeführt von Spielmacher Petteri Koponen (29 Punkte, 5/7 Dreier) nahmen die Finnen das Spiel im dritten Viertel mit einem 12:4-Lauf unter ihre Kontrolle (48:39) und gaben die Führung bis zum 86:77-Endstand nicht mehr ab. Nur noch für die Statistik waren die beiden anderen Resultate in dieser Gruppe: Italien blieb mit einem 82:79 gegen Schweden das einzige noch ungeschlagene Team bei der EM und Russland landete im Duell zweier bereits ausgeschiedener Mannschaften mit 89:77 über die Türkei seinen ersten Sieg bei dieser EM.

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