EuroBasket 2013, Tageszusammenfasung 5. Spieltag9. September 2013

Am vorletzten Vorrundenspieltag der Eurobasket 2013 sicherten sich sechs weitere Teams die Teilnahme an der am Mittwoch beginnenden Zwischenrunde. Aus der deutschen Gruppe A haben sich Frankreich und die Ukraine (je 3:1 Siege) qualifiziert, womit der heute von den Franzosen erzielte 77:71-Sieg über die Ukrainer doppelt wertvoll ist, weil er in die Zwischenrundentabelle eingeht. In der Gruppe B löste Serbien (3:1 Siege) sein Zwischenrundenticket mit einem 80:71-Sieg über Lettland und in der Gruppe C folgte Spanien (3:1 Siege) mit einem 89:59-Sieg über Polen dem Gastgeber Slowenien (ebenfalls 3:1 Siege)in die Zwischenrunde. In der Gruppe D überrundete Italien die schon für die Zwischenrunde qualifizierten Griechen (nunmehr 3:1 Siege) mit einem 81:72-Erfolg und ist damit als einziges Team bei der EM noch ungeschlagen. Auch der dritte Zwischenrundenteilnehmer aus dieser Gruppe steht bereits fest, denn auch Finnland (3:1 Siege) ist nach seinem in zwei Verlängerungen erkämpften 86:83 über Russland nicht mehr von den ersten drei Plätzen zu verdrängen.

In der Zwischenrunde sind somit vor dem morgen ausgespielten letzten Vorrundenspieltag nur noch vier Plätze frei: Einer in der Gruppe A, zwei in der Gruppe B und einer in der Gruppe C. In der deutschen Gruppe A drängeln sich noch drei Mannschaften vor der Tür zur Zwischenrunde. Israel (1:3 Siege), das Belgien 87:69 bezwang, würde mit einem Sieg über Deutschland auf Rang drei vorrücken, wenn Belgien gleichzeitig Frankreich unterliegt und Großbritannien der Ukraine. Gewinnt Deutschland, würden die Belgier (2:2 Siege) auch bei einer abschließenden Niederlage lachender Dritter – es sei denn, Großbritannien (ebenfalls 2:2) kommt ihnen mit einem Sieg über die Ukraine zuvor. Viel überschaubarer ist die Situation in der Gruppe C, wo es zu einem Endspiel um den dritten Platz zwischen Kroatien (3:1 Siege) und Tschechien (2:2 Siege) kommt. Die Kroaten verdienten sich dieses Endspiel mit einem Verlängerungssieg gegen den Gastgeber Slowenien, die Tschechen mit einem 95:79 über Georgien.

Die größte Spannung herrscht vor dem letzten Spieltag in der Gruppe B, wo selbst Litauen (3:1 Siege) nach seinem 77:70 –Sieg im Verlängerungskrimi gegen Montenegro noch nicht endgültig auf der sicheren Seite ist. Die Litauer (3:1 Siege) dürfen ihr letztes Spiel gegen Bosnien-Herzegowina nicht höher als mit neun Punkten verlieren. Bosnien-Herzegowina (2:2 Siege), das am Sonntag Mazedonien 62:54 bezwang, würde die Litauer mit einem zweistelligen Sieg aus den ersten drei Plätzen verdrängen. Lettland, das am Sonntag dem Tabellenführer Serbien 71:80 unterlag und damit auch 2:2 Siege aufweist, hat sein Schicksal ebenfalls noch in der eigenen Hand und würde mit einem Sieg über Mazedonien sicher die Zwischenrunde erreichen. Verlieren Lettland und Bosnien-Herzegowina beide am Sonntag, öffnet sich sogar für Mazedonien noch einmal die Tür zur Zwischenrunde. Die Mazedonier müssten dann aber Lettland mit mindestens 10 Punkten Differenz bezwingen.

Gruppe A (Ljubljana)

Die Ukraine stemmte sich lange gegen die erste Niederlage bei der Eurobasket 2013. Erst im Schlussviertel gelang es Tony Parker, mit neun Punkten in Folge den entscheidenden 14:0-Endspurt zu initiieren, der Frankreich vorentscheidend auf 70:59 davonziehen ließ. Mit ihrer starken Präsenz unter den Körben hatten die Ukrainer zuvor die Franzosen gezwungen, ihr Heil in Würfen von außen zu suchen, was über dreißig Minuten lang nicht den gewünschten Erfolg brachte. So traf Nicolas Batum keinen einzigen seiner fünf Dreierversuche. Besser machte es bei der Ukraine Eugene Jeter mit 4/9 Dreiern (20 Punkte). Frankreichs Topscorer hieß natürlich Tony Parker (28 Punkte).

Israels erster Sieg bei der EM in Slowenien fiel mit 87:69 über Belgien überraschend deutlich aus. Von Beginn an viel aggressiver und konzentrierter als bei den bisherigen Spielen, enteilten sie den Belgiern im dritten Viertel, als die belgische Verteidigung dem guten israelischen Passspiel und den daraus resultierenden offenen Würfen (23 Assists und 10/16 Dreier) nicht mehr folgen konnten. Vor allem Spielmacher Afik Nissim wurde mit 23 Punkten (4/5 Dreier) zum Alptraum für die Belgier. Yotam Halperin und Yogev Ohayon setzten zusammen 4/4 Dreier obendrauf. Die von Maxime DeZeeuw (14) und Axel Hervelle (13) innen gesammelten Punkte konnten das israelische Feuerwerk nicht kompensieren.

Gruppe B (Jesenice)

Auch ohne ihren im vierten Viertel nach zwei technischen Fouls aus der Halle verwiesenen Trainer Aleksandar Petrovic behielten die Spieler Bosnien-Herzegowinas in der dramatischen Schlussphase gegen die von der Dreierlinie mit 3/25 glücklosen Mazedonier. Vor allem Mirza Teletovic (22 Punkte, 4/8 Dreier) und Nihad Djedovic (20, davon 17 in der zweiten Halbzeit) fanden auch ohne Anweisungen von der Bank den Weg zum Korb, um den 62:54-Sieg sicherzustellen, mit dem sich die Bosnier für die Zwischenrunde qualifizierten.

Serbien zeigte nach der Niederlage gegen Mazedonien die von Trainer Dusan Ivkovic geforderte Reaktion und startete mit 28:15 stark in die Partie gegen Lettland. Zwar fanden die Letten um Kristaps Janicenoks (18 Punkte) im zweiten und dritten Viertel ihren Rhythmus, aber solange Center Nenad Krstic (25 Punkte) für Serbien als Turm in der Schlacht unter den Körben agierte, war an eine Wende nicht zudenken. Weiter als auf 42:41 kamen die Letten nicht heran und verloren am Ende 71:80.

Litauen benötigte in einem hochdramatischen Match eine Verlängerung, um Montenegro 77:70 in die Knie zu zwingen. Vor allem Tyrese Rice sorgte mit 19 Punkten dafür, dass die Litauer sich nie entscheidend absetzen konnten und sich am Ende beim Routinier Ksystof Lavrinovic bedanken mussten, der mit 24 Punkten (9/11 Würfe) die Kohlen aus dem Feuer holte und den Montenegrinern die Tür zur Zwischenrunde vor der Nase zuschlug.

Gruppe C (Celje)

Titelverteidiger Spanien unterstrich einen Tag nach dem 60:39 gegen Tschechien auch gegen Polen seine Entschlossenheit, bei dieser EM über die Verteidigung zum Erfolg zu kommen. Den von Dirk Bauermann trainierten Polen gelangen gegen die Hammer-Defense des Titelverteidigers im ersten Vierten nur 5 Punkte und zur Halbzeit führte Spanien 49:13. Offensiv führten Marc Gasol und Ricky Rubio die Spanier mit je 15 Zählern an.

Georgien suchte sein Glück gegen Tschechien in einer Zonenverteidigung, die jedoch von den von Spielmacher Tomas Satoransky (20 Punkte und 7 Assists) inspiriert dirigierten Tschechen mit vielen Schnellangriffen überwunden wurde. Unter den Körben hieß der tschechische Erfolgsgarant Jan Vesely, der mit 27 Punkten (12/14 Würfe) und 10 Rebounds dafür sorgte, dass die von den Tschechen gleich im ersten Viertel vorgelegte zweistellige Führung (26:15) Führung bis zum 95:79 Bestand hatte.

Ausgerechnet der Nachbar Kroatien bescherte dem Gastgeber Slowenien mit 76:74 nach Verlängerung die erste Niederlage bei der EM im eigenen Land. Dabei durften sich die Slowenen um Goran Dragic (23 Punkte) drei Viertel lang auf der Siegerstraße wähnen. Doch als die Dreier im Schlussviertel nicht mehr fallen wollten (2/14) kamen die Kroaten um Bogdan Bogdanovic (24 Zähler) Punkt um Punkt heran und erkämpften die Verlängerung, in der Damjan Rudez mit zwei Dreiern für Kroatien den Sack zu zumachte.

Gruppe D (Koper)

Einen Tag vor seinem 37. Geburtstag machte Finnlands Routinier Hanno Möttölä sich und seiner von Henrik Dettmann trainierten Mannschaft  das schönste Geschenk, indem er Finnland mit zwei verwandelten Freiwürfen gegen Russland in die Verlängerung rettete und in der zweiten Overtime mit einem schwierigen Dreier auf die Siegerstraße führte. Sergej Monya (1/8 Dreier) hatte es am Ende der zweiten Verlängerung beim Stand von 86:83 in der Hand, eine dritte Verlängerung zu erzwingen, aber der Forward traf auch in dieser kritischen Phase nicht. Bei nahezu identischen Statistiken beider Teams gab so am Ende die leicht bessere Dreierquote (26 Prozent gegenüber nur 16 Prozent der Russen) den Ausschlag zugunsten der Finnen um Sean Huff (20 Punkte).

Immer noch ohne seinen verletzten Spielmacher Vasilis Spanoulis, taten sich die vom Italiener Andrea Trinchieri trainierten Griechen gegen die aufmerksame italienische Verteidigung schwer und gerieten im dritten Viertel ins Hintertreffen, als die „Azzurri“ mit ihrem Forward-Trio Marco Belinelli (23 Punkte), Luigi Datome (19) und Alessandro Gentile (16) ein offensives Feuerwerk entfachten und 63:56 in Führung gingen. Auch im Schlussviertel schafften die von Nikos Zisis (16 Punkte und 4 Assists) dirigierten Griechen keine Wende mehr und kassierten mit 72:81 ihre erste Niederlage.

Nur noch statistischen Wert hatte die Partie zwischen der Türkei und Schweden, in der beide Mannschaften keine Chance mehr auf die Zwischenrunde hatte. Die Türkei gewann 87:74.

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