EM-Quali: Niederlage in Polen10. August 2014

Vor rund 5.000 lautstarken Zuschauer in der 6.000 Zuschauer fassenden Arena in Torun/POL ist die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren mit einer Niederlage in die Qualifikation zur EuroBasket 2015 gestartet. Das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic unterlag Gastgeber Polen mit 67:68 (20:22, 11:14, 19:20, 17:12). Dennoch bestehen weiterhin alle Chancen, sich für die kontinentalen Titelkämpfe im kommenden Jahr zu qualifizieren. Jeweils die Gruppenersten und die sechs besten Gruppenzweiten der sieben Qualifikationsgruppen schaffen den Sprung. Im Toruner Hexenkessel punkteten auf deutscher Seite Heiko Schaffartzik und Dennis Schröder am besten (je 16).

Dennis Schröder (Foto), Karsten Tadda, Robin Benzing, Elias Harris und Maik Zirbes (Foto unten) bildeten die Starting Five. Angefeuert von rund 50 deutschen Fans, die im ERGO-Fanbus angereist waren und in der nagelneue Arena ordentlich Alarm machten, verliefen die ersten Minuten ausgeglichen (5:6, 3. Min., Schröder). Benzing und Adam Waczynski sowie Zirbes und Przemyslav Karnowski lieferten sich packende Duelle. Hinten waren die Deutschen zu offen (10:11, 6. Min.) und kamen noch einige Male zu spät (10:17, 7. Min., zwei Dreier Waczynski). Mutapcic reagierte mit einer Auszeit. Kleber punktete unmittelbar nach seiner Einwechslung zwei Mal und hielt sein Team im Spiel (14:17 8. Min.). Aber Waczynski war hinter der Dreierlinie nicht zu kontrollieren und hatte schon 14 Punkte erzielt. Ein schöner Floater von Akeem Vargas bedeutete das 20:22 kurz vor Viertelende.

Die ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts waren geprägt von Ballverlusten auf beiden Seiten. Erst nach über zwei Minuten fielen die ersten Punkte für die Polen, die aber umgehend von einem Schaffartzik-Dreier gekontert wurden (23:24). Schröder und Daniel Theis zeigten ihr “alley oop” und Kleber blockte hinten mehrfach. Nur die Führung wollte einfach nicht fallen, da man einige gute Chancen liegen ließ. Auch nach 17 Minuten lagen die Gastgeber vorne (27:30), auch, weil Deutschland noch keinen Treffer von der Freiwurflinie zu verzeichnen hatte (0/5). Der Ausgleich fiel dann durch einen Schröder-Dreier (18. Min.), per Freiwurf machte Harris das 31:30. Doch bis zur Halbzeitsirene leisteten sich die Gäste noch einige Unkonzentriertheiten und kassierten einen Dreier in der Schlusssekunde, sodass es nach 20 Minuten wieder galt einen Rückstand wettzumachen (31:36).

Polen eröffnete das dritte Viertel mit einem weiteren Dreier und man musste ernsthaft um die ING-DiBa-Korbjäger bangen. Zu sehr mit dem Kopf durch die Wand versuchten es die Deutschen in dieser Phase. Benzing scorte zum 35:41 und 37:41 (25. Min.), die DBB-Auswahl fightete um den Anschluss. Vorne fand man aber einfach keinen Rhythmus und wurde auch einige Male von den Unparteiischen zurückgepfiffen (37:46, 27. Min.). Kapitän Schaffartzik übernahm jetzt Verantwortung, netzte einen Dreier ein und versenkte drei Freiwürfe (43:48). Aber wieder hatten die Polen etwas entgegenzusetzen und gingen zweistellig in Front (43:53, 29. Min.): Auszeit Deutschland. Es ging mit einem Distanztreffer von Schaffartzik weiter, der jetzt fast alle offensiven Akzente setzte (48:54, 30. Min.). Nach drei Vierteln bestand noch Hoffnung (50:56).

Harris führte das DBB-Team heran und Tadda zeichnete für den erneuten Ausgleich verantwortlich (56:56, 32. Min.). In der Halle war es jetzt merklich ruhiger geworden. Deutschland nutzte das Momentum jedoch nicht und ließ die Polen gleich mehrfach mit zweiten Chancen wieder zum Zuge kommen (56:62, 35. Min.). Es war offensiv einfach der Wurm drin bei den Deutschen, die sich dennoch mit aller Kraft in die Schlussminuten “warfen”. Schröder vollendete drei Minuten vor dem Ende , einen Move zum 60:62, aber einmal mehr hatten die Polen eine Antwort parat und nutzten zudem ein technisches Foul (60:66). Benzing und Schröder per Dreier, es war wieder richtig spannend (65:66, 1´11), Auszeit Polen. 35 Sekunden vor dem Ende erhielt Schröder zwei Freiwürfe: 67:66. Freiwürfe für Polen bei 18 Sekunden auf der Uhr: 67:68, Auszeit Deutschland. Den letzten Angriff konnte die DBB-Auswahl nicht mehr vollenden.

“Gratulation an Polen. Wir haben heute zwei junge Teams gesehen mit vielen guten jungen Spielern. Beide Teams waren nervös, wir sind schlecht gestartet und haben Waczynski im ersten Viertel machen lassen. Dann haben wir bessere Defense gespielt, aber heute war die Offense unser großes Problem. Wir haben die gesamten 40 Minuten keinen Rhythmus gefunden. Positiv ist, dass wir bis zum Schluss gekämpft haben und uns noch eine Siegchance erarbeitet haben”, bilanzierte Bundestrainer Mutapcic.

“Die knappe Niederlage können wir beim Heimspiel in Bonn wettmachen und uns den direkten Vergleich sichern. Es war heue eine Niederlage der Spieler. Wir haben nicht gemacht, was der Trainer uns gesagt hat. Und wir haben heute nicht gut zusammen gespielt. Es gibt heute keine schlechten Teams mehr in Europa, die Schweiz hat z.B. gegen Russland gewonnen. In Österreich müssen wir besser spielen, wenn wir am Mittwoch gewinnen wollen”, meinte Heiko Schaffartzik.

Für Deutschland spielten:
Akeem Vargas (ALBA Berlin, 2), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 16), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 2), Lucca Staiger (FC Bayern München), Robin Benzing (FC Bayern München, 8), Bastian Doreth (Artland Dragons, dnp), Andreas Seiferth (Artland Dragons), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg, 9), Daniel Theis (Brose Baskets Bamberg, 2), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA, 16), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP, 6), Maik Zirbes (Roter Stern Belgrad, 6.

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