EM-Quali Herren: Bittere Niederlage gegen Polen20. August 2014

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat mit einer Niederlage gegen Polen im Rahmen der EM-Qualifikation einen kräftigen Dämpfer erhalten. Im Bonner Telekom Dome unterlag das Team von Bundestrainer Emir Mutapcic mit 76:88 (15:26, 26:17, 12:23, 23:22) und muss nun unbedingt die beiden abschließenden Spiele gewinnen, um zumindest Platz zwei in der Gruppe zu sichern und darüber den Sprung zur EuroBasket 2015 zu schaffen. Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr in der ENERVIE Arena in Hagen statt, der Gegner heißt dann Österreich (live im WDR Fernsehen).

Unter den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss, der eigens für dieses wichtige Spiel seinen Aufenthalt bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing unterbrochen hatte, schickte Mutapcic Heiko Schaffartzik, Karsten Tadda, Robin Benzing, Maximilian Kleber und Maik Zirbes als Erste Fünf aufs Spielfeld. Besser in die Partie kamen die Gäste (2:7, 3. Min.), weil Deutschland hinten sehr offen war und vorne einige vermeintlich einfache Würfe vergab.

Über die Freiwurflinie kam man dann näher heran (6:9, 5. Min.), ehe die Polen wieder zwei Mal zuschlugen und den Bundestrainer zur ersten Auszeit veranlassten (6:13). Die 4.500 Zuschauer sahen deutsche Punkte weiterhin nur von der Freiwurflinie, bis der Dreier von Schröder sein Ziel fand (11:13, 6. Min.). Tadda machte hinten einen guten Job gegen den Topscorer des Hinspieles, Adam Waczynski, aber insgesamt fehlte noch jeder Rhythmus, während die Gäste sehr abgeklärt agierten (13:22, 8. Min.). Nach zehn Minuten sah es alles andere als gut aus für die DBB-Auswahl (15:26).

Die Verunsicherung der ING-DiBa-Korbjäger war förmlich greifbar, da kam ein weiterer Schröder-Dreier gerade recht, gefolgt von zwei Punkten des agilen Benzing (Foto unten, 20:26, 12. Min.). Schröder zeigte sein Können, traf zum 22:26 (13. Min.), ehe Daniel Theis zum 24:28 vollstreckte. Die Halle war da, aber die passende Antwort hatten wieder die Polen durch den überragenden Damian Kulig: 24:36, 15. Min.). Kleber versenkte zwei Dreier und hielt sein Team im Spiel (30:38, 17. Min.), aber es war nach wie vor viel zu einfach für die Polen zu Punkten zu kommen. Deutschland fightete in den letzten Minuten vor der Pause und schaffte durch drei unbeantwortete Körbe von Theis (Foto oben) eine Resultatsverbesserung (39:43, 19. Min.). Zum Seitenwechsel war Deutschland wieder dran und hatte das Publikum hinter sich gebracht (41:43).

Aber das DBB-Team knüpfte nicht da an, wo es im zweite Viertel aufgehört hatte: kaum zwei Minuten waren nach der Pause gespielt, Polen hatte die Führung ausgebaut (41:50), Auszeit Deutschland. Gar nichts lief mehr zusammen, Polen zog weiter davon (41:55, 24. Min.). Erst Benzing an der Freiwurflinie beendete den 12:0-Lauf der Polen. Waczynski machte das 43:60, den Deutschen war das Spiel komplett entglitten (26. Min.). Zu allem Überfluss musste auch noch Maximilian Kleber mit einer Platzwunde im Gesicht in die Kabine. Auch nach drei Vierteln hatten die Polen klar die Nase vorne (53:66).

Polen schien völlig ungefährdet, als Ponitka von jenseits der Dreipunktelinie traf (55:69, 32. Min.). Dann war auch Schaffartzik erstmals per Dreier erfolgreich und die DBB-Auswahl schöpfte Hoffnung. Deutschland brachte den Gegner in den restlichen Minuten noch in Bedrängnis, als Theis per Dreier auf 64:74 verkürzte (36. Min.). Gar 69:77 hieß es nach Dreier von Schröder (38. Min.), aber die folgenden Würfe wollten nicht fallen. 1´32 vor dem Ende verkürzte Schröder weiter (71:77), aber näher kam die deutsche Mannschaft nicht mehr heran, der Dreier von Cel zum 71:82 bedeutete die endgültige Entscheidung.

“Wir haben keine Lösung gegen das Doppeln der Polen bei unserem pick and roll gefunden. Das erste und das dritte Viertel haben uns das Genick gebrochen. Ich weiß nicht, warum wir da so energielos waren”, meinte ein ratloser Bundestrainer nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Akeem Vargas (ALBA Berlin), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 5), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 2), Lucca Staiger (FC Bayern München), Robin Benzing (FC Bayern München, 19), Bastian Doreth (Artland Dragons, dnp), Andreas Seiferth (Artland Dragons), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg, 4), Daniel Theis (Brose Baskets Bamberg, 20), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA, 20), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP, 6), Maik Zirbes (Roter Stern Belgrad).

Statistiken, alle Grupenergebnisse und weitere Informationen unter diesem Link

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