EM: Deutschland bezwingt die Türkei9. September 2011

Nowitzki früh foulbelastet – Am Sonntag um 20.00 Uhr gegen Gastgeber Litauen
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat bei der Europameisterschaft in Litauen seine Viertelfinalchance gewahrt. Gegen die Türkei kam das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann im zweiten Zwischenrundenspiel zu einem 73:67 (6:13, 17:13, 25:20, 25:21)-Erfolg. Die meisten deutschen Punkte erzielte Chris Kaman (20). Am kommenden Sonntag geht es nun um 20.00 Uhr deutscher Zeit gegen die Gastgeber aus Litauen.

Mit Joe Herber für Heiko Schaffartzik in der Stating Five nahm Deuschland die schwierige Aufgabe in Angriff. Diese Variante hatte schon beim BEKO-Supercup in Bamberg zum Erfolg gegen die Türken geführt. Deuschland variierte von Beginn an in der Verteidigung und hatte in einer sehr gemächlich beginnenden Partie zunächst Vorteile (4:0, 3.Min.). Aber es war mehr ein Suchen nach irgendeinem Rhythmus denn ein Basketballspiel. Früh kam Tibor Pleiß für Chris Kaman aufs Feld, als die Führung gewechselt hatte (4:6, 5. Min.). Beim 4:9 (7. Min.) rief Bauermann sein Team zusammen, das bis dato überhaupt nicht ins Spiel gekommen war. Schaffartzik kam und punktete prompt, aber die DBB-Auswahl leistete sich nach wie vor viel zu viele Fehler, die es den Türken leicht machten, in Führung zu bleiben (6:12, 10. Min.). Das erste Viertel muss man aus deutscher Sicht sicher zu den bisher schwächsten im gesamten Turnier zählen (6:13).

Drei von 16 wurde anfangs des zweiten Viertels als Deutschlands Wurfquote im Scouting notiert, die Würfe wollte einfach nicht fallen. Kaman traf nach einigen Fehlvesuchen zum 8:15 (13. Min.) und kurz später zum 10:19 (14. Min.), aber nach wie vor hatten die ING-DiBa-Korbjäger überhaupt keinen Weg in die Partie gefunden (10:22). Mit der zweiten Auszeit versuchte Bauermann dies zu ändern. Jan-Hendrik Jagla kam in die Begegnung, als Nowitzki bereits sein drittes Foul begangen hatte (16. Min., 14:22). Kaman dunkte nach Anspiel von Hamann zum 16:22, wurde dabei gefoult und setzte auch den Bonusfreiwurf in den Korb (17:22, 16. Min.). Hamanns Dreier bedeutete das 20:22 (18. Min,), auch die Türken offenbarten in einer äußerst mäßigen Partie, der man die große Bedeutung anmerkte, jetzt offensiv große Probleme. Ebenfalls per Dreier markierte Schaffartzik das 23:24 (20. Min.), mit 23:26 ging es in die Kabinen.

Wieder mit Nowitzki startete Deutschland in das dritte Viertel, der Würzburger erzielte auch gleich sieben Punkte bis zum 32:33 ((24. Min.). Kaman holte die deutsche Führung zurück (34:33), endlich schien ein Ruck durch das deutsche Team zu gehen. Wieder Kaman besorgte mit einer energischen Bewegung zum Korb das 38:38 (26. Min.), Schaffartzik netzte in der gleichen Minute per Dreier zum 41:38 ein. Das vierte Foul von Nowitzki tat in dieser Phase besonders weh, Jagla kam zurück aufs Feld. Postwendend führten die Türken wieder (41:43, 28. Min.), aber chwethelm konterte per Dreipunkt-Spiel. Das DBB-Team ließ jetzt nicht locker, warf alles in die Wagschale, agierte jedoch teilweise zu sehr mit dem Kopf durch die Wand. Mit Viertelende traf Schaffartzik zur psychologisc wichtigen 48:46-Führung.

Auch Jagla musste nach einem schönen Korberfolg sein viertes Foul verkraften (50:46, 32. Min.), blieb aber auf dem Feld und kassierte nur eine Minute später sein fünftes Foul. Mehrere Balbesitze konnte die DBB-Auswahl nicht punkten, bis Nowitzki das 52:49 machte (34. Min.). Schwethelm netzte von “downtown” zum umjubelten 55:49 ein, es sah gut aus für Deutschland (35. Min.). Ersan Yljasova gab die türkische Antwort ebenfalls per Dreier, aber Schwethelm war jetzt “on fire” und traf wieder einen Dreier (58:52, 36. Min.). Kaman punktete mit Foul, und auch der Bonuswurf saß (61:52). Im Gegenzug beging Kaman, bei dem Versuch Türkoglu zu stoppen, ein unsportliches Foul. Im nächsten Moment machte er seinen Fehler mit einem starken Block allerdings umgehend wieder wett. Kurz darauf kamen die Türken zu leichten Punkten, die Philipp Schwethelm mit einem völlig offenen Wurf zum 63:57 (38. Minute) konterte. Die Türkei nutze es jetzt geschickt aus, dass NBA-Champ Dirk Nowitzki sich in der Verteidigung mit seinen vier Fouls zurück halten musste (64:62, 39. Minute). In der Folge konzentrierte sich die türkische Verteidigung auf Dirk Nowitzki und ließ Philipp Schwethelm offen an der Drei-Punkte-Linie stehen, von wo er seinen vierten Treffer im vierten Versuch versenkte (67:62, 40. Minute). Ein schneller Korbleger und zwei erfolgreiche Freiwürfe der Mannschaft vom Bosporus ließen die deutschen Fans in der Halle wieder zittern (67:66). Steffen Hamann tat es ihnen gleich und baute die deutsche Führung erneut auf drei Punkte aus. 19 Sekunden vor dem Ende der Partie schickten die Türken Dirk Nowitzki an die Linie, der traumwandlerisch einnetzte. Deutschland wahrt mit dem 73:67-Sieg die Chance auf das Viertelfinale.

Bundestrainer Dirk Bauermann: „Es war völlig klar, dass die Begegnung gegen den Vize-Weltmeister Türkei ein Thriller wird. Wir sind sehr schlecht gestartet und haben erst im weiteren Verlauf nach der Halbzeitpause unseren Rhythmus und somit in die Partie gefunden. Es ist immer wieder toll zu sehen, dass jeweils ein anderer Spieler neben Dirk Nowitzki und Chris Kaman Verantwortung übernimmt. Heute war es Philipp Schwethelm, der uns mit seinen wichtigen Dreiern Richtung Sieg geschossen hat.“

Für Deutschland spielten:
Robin Benzing (FC Bayern München), Johannes Herber (Fraport Skyliners Frankfurt), Steffen Hamann (FC Bayern München, 8), Sven Schultze (ALBA Berlin), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 10), Tim Ohlbrecht (Fraport Skyliners Frankfurt), Philipp Schwethelm (FC Bayern München, 14), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 20), Lucca Staiger (ALBA Berlin), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 19), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayer München, 2).

Alle Ergebnisse, Statistiken etc. auch im großen DBB-EM-Spezial unter http://em2011.basketball-bund.de und auf www.eurobasket2011.com

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