Die 14 Spieler im deutschen EM-Kader22. August 2007

DBB-Auswahl im Team-Porträt

Für das Ziel Olympiaqualifikation setzt Bundestrainer Dirk Bauermann auf bewährte Kräfte. Im noch übrig gebliebenen 14er-Kader finden sich acht Spieler aus dem silbernen EM-Kader 2005 sowie das gesamte Team, das bei der letztjährigen Weltmeisterschaft in Japan den achten Platz belegte.

Der „Starting Point Guard“ der WM 2006, Steffen Hamann (Foto), brach seine Zelte bei Climamio Bologna bereits Anfang des Jahres ab. Der 26-Jährige, aktuell deutscher Meister mit Bamberg, soll vor allem durch eine aggressive Verteidigung auch dem Nationalteam zu Erfolg verhelfen. Aber auch in der Offensive hat sich der 1,93 m große Guard vor allem durch seine Penetration zum Korb zu einer echten Alternative entwickelt

Auf der Aufbauposition kann Bauermann des weiteren mit Mithat Demirel (29) und Pascal Roller (30) auf ein erfahrenes Duo zurückgreifen. Beide gaben 1999 ihr Debüt im Nationaltrikot und kommen zusammen auf über 170 Einsätze für Deutschland. Zuletzt sammelten sie wertvolle Erfahrungen im Ausland. Demirel verbrachte die letzten beiden Spielzeiten in Istanbul, Roller kehrte diesen Sommer nach einem Jahr bei Angelico Biella zu den Frankfurt Skyliners zurück.

Mit Hamann und dem 1,97 m großen, vielseitig einsetzbaren Johannes „Joe“ Herber (Foto), mit 24 Jahren der Youngster der Mannschaft, verfügt der DBB über zwei Spieler, die auch gegen große gegnerische Guards mithalten können. Dazu zählt auch Misan Nikagbatse (25), der sich nach einer Auszeit 2006 erneut im Nationaltrikot beweisen möchte.

Die beiden künftigen Bamberger Mannschaftskollegen Demond Greene (28) und Robert Garrett (30) sorgen für Energie und Entlastung im Angriff. Besonders der athletische Greene hat sich bei vergangenen Wettbewerben als einer der Leistungsträger etablieren und durch spektakuläre Aktionen begeistern können.

Auf der Forwardposition finden sich ebenfalls bekannte Gesichter wieder, allen voran Dirk Nowitzki und Ademola Okulaja (Foto), die aus der deutschen Mannschaft nicht wegzudenken sind. Nowitzki, MVP der abgelaufenen NBA-Saison, erzielte bisher in 96 Länderspieleinsätzen 21 Punkte im Schnitt (Stand 21.8.2007). Punkte, auf die das deutsche Team auch in Spanien angewiesen ist. Nicht minder wichtig für den Erfolg sind die Leidenschaft und der Einsatz des vielseitigen Okulaja, die ihm den Spitznamen „The Warrior“ einbrachten.

Ihnen zur Seite stehen Julian Sensley und Sven Schultze. Der 25-jährige Sensley (18.8.1982) kam 2006 während der WM-Vorbereitung zu seinem ersten Einsatz für Deutschland und erhält eine erneute Chance. Schultze hat eine starke Saison in Italien hinter sich, sein Spiel besticht durch einen sicheren Wurf und Einsatz. Seit 2005 spielt der 2,06 m große Forward in der italienischen Lega A und überzeugt dort durch seine Fähigkeiten als Allrounder.

Insgesamt zeichnet sich das DBB-Team auf der großen Forwardposition durch Vielseitigkeit aus. Spieler wie Guido Grünheid (24, 2,08 m) und Jan-Henrik Jagla (Foto rechts) (26, 2,11 m), der in der vergangenen Spielzeit in der türkischen Liga einen hervorragenden Eindruck hinterließ, sind flexibel einsetzbar und können auch auf der Fünf aushelfen.


Am Brett wartet ein Veteran in der A-Nationalmannschaft. Patrick Femerling
(Foto links) kann bereits 179 Länderspiele vorweisen und ist damit unter den Aktiven der Spieler mit der größten DBB-Erfahrung. Der 32-Jährige misst 2,15 m, sorgt mit seiner abgeklärten Spielweise für wichtige Entlastung unter dem Korb und ist besonders in der Verteidigung als „Fels in der Brandung“ gefürchtet.

 

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