Deutschland verpasst Revanche gegen Slowenien3. September 2009

Starkes Spiel des Bauermann-Teams – Begeisterte Fans in Karlsruhe -EM startet am Montag, alle Spiele live auf DSF
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat im zweiten Aufeinandertreffen mit der Auswahl Sloweniens erneut verloren. Am Ende unterlagen die ING-DiBa-Korbjäger nach einem tollen Comeback im dritten Spielabschnitt mit 62:74 (16:17, 16:26, 19:14, 11:17). Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann, nach wie vor von einem Magen-Darm-Virus geschwächt, agierte vor den begeisterten Basketball-Fans in der Europahalle in Karlsruhe deutlich stärker als am Vortag (53:70-Niederlage). Robin Benzing war mit 13 Punkten bester Werfer.

Beide Teams traten im Vergleich zum Vortag ohne einen Spieler an; Deutschland musste auf Per Günther verzichten und auch die Slowenen hatten mit Beno Udrih (Sacramento Kings/NBA, Knöchelverletzung) einen schmerzhaften Ausfall zu verkraften. Deutschland startete mit Steffen Hamann, Foto oben rechts, Demond Greene, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Patrick Femerling in die Partie. Der deutsche Rekordnationalspieler eröffnete für die DBB-Herren die Begegnung, Steffen Hamann und Jan-Hendrik Jagla erhöhten auf 6:2 (4. Min.). Zudem agierte das DBB-Team in der Verteidigung engagiert und ließ die slowenischen Schützen kaum zur Entfaltung kommen. Doch die Slowenen bewiesen, dass sie auch in der Zone gefährlich sind und gestalteten die Begegnung wieder offen (10:9, 6. Min.). Slowenien übernahm zwischenzeitlich die Führung, aber die ING-DiBa-Korbjäger steckten nicht auf, begeisterten in Person von Elias Harris (Dunk mit Drei-Punkt-Spiel) die 4.000 Zuschauer und lagen nach zehn Minuten knapp mit 16:17 im Hintertreffen.

Heiko Schaffartzik und Elias Harris sorgten für den umjubelten Führungswechsel zu Gunsten Deutschlands (20:17). Die DBB-Herren geizten auch in der Folgezeit nicht mit spektakulären Aktionen (Block Hamann, Dunk Ohlbrecht) und lieferten sich mit dem EM-Favorit Slowenien einen offenen Schlagabtausch (22:20, 13. Min.). Die Slowenen trafen in dieser Phase des Spiels hochprozentig aus Distanz und nutzen Ungenauigkeiten im deutschen Angriffsspiel zu leichten Punkten, um dem Spiel eine erneute Wendung zu geben (27:32, 17. Min.). Zwar wirkten die deutschen Bemühungen in der Offensive nach einer Auszeit von Bundestrainer Dirk Bauermann wieder etwas strukturierter, das DBB-Team lief aber weiter einem Rückstand hinterher. Vor dem Seitenwechsel “fing” sich die deutsche Mannschaft noch einen schmerzhaften Distanzwurf der Slowenen und lag mit 32:43 zurück. In den Distanzwürfen lag offensiv wie defensiv das Problem der Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann. Deutschland traf hochprozentig aus dem Zwei-Punkt-Bereich (elf von zwölf), von jenseits der 6,25 Meter gelang der deutschen Mannschaft bei elf Versuchen lediglich ein Treffer. Auf der anderen Seite trafen die Slowenen sechs von zehn Versuchen.

Mit sechs unbeantworteten Punkten (Benzing, Foto links, Ohlbrecht und Pleiss) starteten die DBB-Herren in den dritten Spielabschnitt und verkürzten den Rückstand auf Slowenien, das mit der aggressiven Verteidigung der deutschen Mannschaft nun arge Probleme hatte (38:43, 24. Min.). In der aufopferungsvoll kämpfenden deutschen Mannschaft schied Tim Ohlbrecht verletzt aus; die erste Untersuchung ergab jedoch, dass es sich bei seiner Verletzung vermutlich lediglich um eine Prellung an der Achillessehne handelt. Benzing traf nach Pleiss-Pass aus der Distanz und die deutsche Mannschaft zeigte auch weiterhin in der Verteidigung (Block Jagla), dass sie die Leitmotive von Bundestrainer Bauermann, Leidenschaft, Glaube und Wille, verinnerlicht hatte (43:46, 26. Min.). Jaka Lakovic hielt sein Team durch eiskalte Drei-Punkte-Würfe in Front – der Führungswechsel zu Gunsten der deutschen Mannschaft lag jedoch in der Luft. Schaffartzik verwandelte einen Drei-Punkte-Wurf, Benzing und Pleiss trafen ihre Freiwürfe und Deutschland lag nur noch mit drei Punkten hinten. Dragic war  jedoch noch einmal aus der Distanz erfolgreich und sorgte für das 51:57 vor dem Schlussviertel.

Die letzten zehn Minuten begannen wie der dritten Spielabschnitt geendet hatte: mit einem erfolgreichen Dreier der Slowenen. Benzing antwortete für die DBB-Herren, konnte allerdings auch nicht verhindern, dass Slowenien die Führung weiter ausbaute und nun auch wieder zweistellig in Front lag (57:67, 33. Min.). Die Gäste agierten in dieser Phase extrem clever, trafen beinahe jeden Wurf und setzten sich so vorentscheidend ab. Bundestrainer Dirk Bauermann gab wie sein slowenischer Kollege noch einmal allen Spielern Einsatzzeit und wechselte munter durch. Den 62:74-Endstand markierte Lucca Staiger mit einem Distanzwurf. Die deutsche Mannschaft bricht morgen Mittag nach Polen auf und trifft dort am Montag in der EM-Auftaktpartie auf Frankreich (live im DSF).

Für Deutschland spielten:

Lucca Staiger (Iowa State University / USA, 3), Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 9), Sven Schultze (ohne Verein, 3), Konrad Wysocki (Turow / POL), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 4), Demond Greene (ohne Verein, 5), Yassin Idbihi (New Yorker Phantoms Braunschweig), Patrick Femerling (ohne Verein, 3), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 4), Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 4), Tibor Pleiss (ohne Verein, 7), Elias Harris (Gonzaga University / USA, 7) und Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 13).

Hier finden Sie ein komplettes Scouting des Spiels.  

Weitere News

18. Januar 2017

DBB-Damen im Ausland 2016/17: Update 11

Oft ging es knapp zu

GuelichMarie2017vsWash-500

18. Januar 2017

DBB-TV: NBBL ALLSTAR Game 2017 in Bonn

Highlights vom NBBL-Allstar Game

NBBL_Allstar-Game-2017_500

17. Januar 2017

DBB-Öffentlichkeitsarbeit sucht Praktikantinnen/Praktikanten

Große Affinität zum Basketball und zum Thema „Social Media“ sowie journalistische Vorkenntnisse erwünscht

DBB-Logoaufgrau-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.