Deutschland verliert Supercup-Finale5. August 2006

65:70-Niederlage gegen Italien
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat es verpasst, zum 2. Mal nach 2004 den Supercup zu gewinnen. Im Finale der diesjährigen Veranstaltung in der Berliner Max-Schmeling-Halle unterlag das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann den Italienern mit 65:70 (16:13, 12:16, 15:23, 22:18). Zunächst wurden die langjährigen Nationalspieler Stephen Arigbabu, Denis Wucherer, Marko Pesic und Jörg Lütcke unter frenetischem Jubel der 6.600 Zuschauer aus dem Nationalteam verabschiedet. Sie erhielten eigens angefertigte Ehrenringe.

Das DBB-Team musste ohne Demond Greene (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und Julian Sensley (Magenverstimmung) auskommen. Für Greene startete Stefen Hamann (Foto) neben Mithat Demirel, Ademola Okulaja, Dirk Nowitzki und Patrick Femerling in der 1. Fünf. Italien erwischte den besseren Start, während die ING-DiBa-Korbjäger zu Beginn wie schon tags zuvor nicht „rund“ liefen. Dirk Bauermann nahm eine frühe Auszeit (2:6, 4. Min.). Dirk Nowitzki traf zum 4:6, was ihm eine sichtliche Genugtuung bereitete. Gegen die Türkei hatte er mehr als eine Halbzeit lang auf seinen ersten Zähler warten müssen. Dieses Mal war er fast vom Start weg voll da. Seine beiden Freiwurftreffer beeuteten das 11:11 nach sieben Minuten. Robert Garrett legte per Dreier zum 14:11 nach, das Publikum war hörbar erfreut ob des deutlich attraktiveren Beginns der Partie im Vergeich zum Vortag.

Dann verflachte die Partie etwas und wurde zu einem typischen Vorbereitungsspiel. Beide Trainer probierten viele verschiedene Formationen aus. Italien ging beim 17:18 durch einen Drreier von Marco Mordente wieder in Führung (14. Min.), der anschließende Dreier von Matteo Soragna zum 17:21 veranlasste Dirk Bauerman dazu seine 2. Auszeit zu nehmen, um die DBB-Auswahl wieder auf Kurs zu bringen. Die ING-DiBa-Korbjäger bemühten sich nach Kräften in das Spiel hinein zu finden, aber die äußerst unangenehm zu spielenden Italiener waren dagegen und blieben erst einmal vorne (21:26, 17. Min.). Patrick Femerling „rackerte“ den Ball zum 25:26 in den italienischen Korb, wenig später traf Ademola Okulaja per Layup für das 28:27 (20. Min.). Zum Seitenwechsel führten dennoch die Italiener mit einem Zähler (28:29).

Das 3. Viertel begannen die Deutschen unkonzentriert und nachlässig in der Defense. Coach Bauermann „bat“ sschon nach 74 Sekunden zur Auszeit, nicht einverstanden mit der Vorstellung seine Mannschaft. 29:42 hieß es nach 24 Minuten, die Partie drohte endgültig in Richtung Italien zu kippen. Aber die DBB-Auswahl „biss“, unterstützt von einem lautstarken Berliner Publikum. Mehrmals griffen die Italiener mehr als „beherzt“ zu, nicht immer von den Schiedsrichtern geahndet. Femerling besorgte das 36:44 (27. Min.), doch der starke Marco Belinelli konterte umgehend und spektakulär, u.a per „alley oop“ (36:50). Ein Korbleger plus Bonuswurf von Steffen Hamann machte Hoffnung für die deutschen Fans (43:52, 30. Min.).

Pascal Roller eröffnete das Schlussviertel mit einem schnellen Korb zum 45:52, die Halle stand Kopf. Guido Grünheid legte nach, Deutschland war (fast) wieder im Spiel (47:52, 31. Min.). Italien schug zurück, brachte die erfahrenen Spieler und wieder etwas Abstand zwischen sich und den Gegner (49:56, 34. Min.). Ein Dreier von Nowitzki drehte sich aus dem Korb, ein Dreier von Gianluca Basile traf aus acht Metern Distanz (51:59, 36. Min.). Rollers Dreier zum 54:61 und 57:63 sowie Okulajas Dreier zum 60:63 ließen die Halle erbeben. Belinelli traf bei 26 Sekunden auf der Uhr nur einen Freiwurf zum 60:64. Aber die deutschen Spieler brachten den Ball nicht innerhalb der erforderlichen fünf Sekunden ins Spiel. Letztlich blieben die Italiener die verdienten Sieger, weil sie die letzten Freiwürfe trafen.
 
Deutschland:
Mithat Demirel 2, Ademola Okulaja 9, Sven Schultze, Robert Garrett 10, Steffen Hamann 8, Pascal Roller 9, Patrick Femerling 7, Dirk Nowitzki 11, Robert Maras, Jan-Hendrik Jagla 7, Guido Grünheid 2, Johannes Herber.

Italien
Gianluca Basile 13, Stefano Mancinelli 3, Matteo Soragna 5, Denis Marconato 3, Andrea Pecile, Andrea Michelori 4, Marco Mordente 8, Luca Garri 3, Angelo Gigli, Fabio Di Bella 7, Marco Belinelli 18, Richard Mason Rocca.

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