Deutschland unterliegt Puerto Rico nach spannendem Spiel4. Juli 2008

DBB-Team muss in diesem Sommer auf Ademola Okulaja verzichten

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim Basketball-Supercup in Bamberg gegen Puerto Rico mit 83:85 (13:16, 26:16, 18:20, 26:33) verloren. Die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann lieferte sich mit den Lateinamerikanern vor ca. 5000 Zuschauern ein spannendes Spiel, das erst in der letzten Spielminute entschieden wurde.

Hiobsbotschaft für die deutsche Mannschaft schon vor Spielbeginn: Ademola Okulaja wird in diesem Sommer nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen können. Die hartnäckigen Rückenbeschwerden haben in der bildgebenden Diagnostik einen Befund ergeben, der den Einsatz von Okulaja in nächster Zeit nicht möglich macht. Weitere Untersuchungen werden eingeleitet.

Ebenfalls vor dem Spiel wurde der “Bamberger Jung” und 66-facher Nationalspieler Steffen Hamann von Brose Baskets Präsident Herbert Lauer und Hauptgesellschafterin Sabine Günther offiziell aus dem Team der Brose Baskets Bamberg verabschiedet. “Steffen war bei allen wichtigen Erfolgen der Brose Baskets enorm beteiligt. Wir bedauern sehr, dass wir ihn nicht halten konnten und wünschen ihm für seine neue Herausforderung alles Gute.”

DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann startete mit Steffen Hamann, Konrad Wysocki, Patrick Femerling, Demond Greene und Dirk Nowitzki in den Supercup in Bamberg. Rivera erzielte per Dreipunktewurf für Puerto Rico die ersten Punkte der Partie, während beim DBB-Team zu Beginn des Spiels wenig zusammenlief. Nach vier Spielminuten führten die Lateinamerikaner, von zahlreichen Fans in der JAKO Arena angefeuert, mit 8:2. Wysocki rechtfertigte seine Nominierung für die erste Fünf mit einem Distanzwurf, der die ING-DiBa-Korbjäger wieder heran brachte. Keines der beiden Teams konnte sich im ersten Viertel entscheidend absetzen; zu zerfahren war die Begegnung. Puerto Rico war hauptsächlich über Distanzwürfe erfolgreich (vier von sieben im Anfangsviertel), während für Deutschland Nowitzki (Foto) trotz harter Bandagen seiner Gegenspieler punkten konnte. Nach dem ersten Viertel führte Puerto Rico mit 16:13 nach einem Buzzerbeater-Dreier von Jose Juan Barea.

Doch Tim Ohlbrecht machte genau da weiter, wo er in Berlin gegen Polen aufgehört hatte und führte die deutsche Nationalmannschaft zu einem erfolgreichen Start in das zweite Viertel. Pascal Roller erhöhte die deutsche Führung per Dreier zum 24:18 (13. Spielminute). Das DBB-Team agierte im zweiten Viertel zwingender und erarbeitete sich so viele Ballgewinne in der Defensive. Die DBB-Auswahl ließ den Ball souverän laufen und fand auf den Außenpositionen die sicher treffenden Wysocki und Greene. Zur Halbzeit konnte sich die deutsche Basketball-Nationalmannschaft auf 39:32 absetzen.

In der zweiten Spielhälfte erwischte die puertorikanische Auswahl von Trainer Manolo Cintron den besseren Start und sorgte mit einem 13:0-Lauf wieder für Spannung in der Bamberger JAKO Arena vor ca. 5000 Zuschauern (23. Spielminute). Deutschland punktete durch Hamann von der Freiwurflinie erstmals in Halbzeit zwei. Nowitzki und Roller brachten die deutschen Basketballer jeweils durch Distanzwürfe wieder in Reichweite (45:47, 36. Minute). Doch vor allem Joel Jones war von den deutschen Verteidigern kaum zu stoppen und punktete in dieser Phase des Spiels nahezu nach Belieben. Die deutsche Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel und eroberte die Führung durch Robert Garretts Dreipunktewurf zurück. Jagla netzte zum 57:52-Viertelergebnis ein.

Im Schlussviertel war vor allem die Treffsicherheit der Aufbauspieler gefragt: auf Seiten Puerto Ricos spielte sich JJ Barea, Teamkollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks in der NBA, in einen Rausch und versenkte vier Dreipunktewürfe. Für Deutschland trafen erneut Rolle und Garrett aus der Distanz. Eine Minute vor Ende der Partie lag Puerto Rico 79:74 in Front. Doch die Schlussminute hatte es in sich: Wysocki vergab zunächst einen Dreipunktewurf, erhielt aber drei Freiwürfe von denen er nur einen traf. Im Gegenzug vertendelte Puerto Rico den Ball und so nutzte Wysocki seine zweite Chance und verkürzte. Doch das Team um Barea und Jones zeigt Nervenstärke an der Freiwurflinie und sicherte sich so den 85:83-Erfolg über Deutschland.

Puerto Rico trifft morgen im Spiel um 16 Uhr auf Griechenland. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft trifft um 18.30 Uhr auf Slowenien.

Für Deutschland spielten:
Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 6), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 5), Guido Grünheid (ohne Verein, dnp), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 3), Jan-Hendrik Jagla (DKV Joventut Badalona/Spanien, 9), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 21), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 7), Rouven Roessler (Gießen 46ers), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 17), Sven Schultze (Amatori Snaidero Udine/Italien), Konrad Wysocki (Deutsche Bank Skyliners, 10), Philip Zwiener (ALBA Berlin), Patrick Femerling (ALBA Berlin, 4). 

Für Puerto Rico spielten:
Peter John Ramos (Caguas Criollos, 11), Jose Juan Barea (Dallas Mavericks, 24), Filiberto Rivera (Carolina Gigantes, 14), Javier Mojica (Fajardo Cariduros), Alejandro Carmona (Carolina Gigantes, 5), Ricardo Sanchez (Humacao Grises, 7); Luis Villafane (Carolina Gigantes); Alexander Falcon (Santurce Cangrejeros), Joel Jones (Ponce Leones, 24). 

Hier finden Sie das Scouting zum dem Spiel Deutschland – Puerto Rico.

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