Deutschland schlägt Finnland in Bamberg31. Juli 2008

6.000 begeisterte Zuschauer verabschieden ihre Mannschaft nach Peking

Die deutschen Basketballer haben ihren letzten Test vor den Olympischen Spielen in Peking mit Bravour bestanden: gegen die Nationalmannschaft Finnlands setzten sich die ING-DiBa-Korbjäger klar mit 78:67 (19:15, 16:13, 24:16, 19:23) durch. Das DBB-Team dominierte die Partie, schaffte es aber lange Zeit nicht, sich entscheidend abzusetzen. Erst im Schlussviertel drehten Deutschlands Basketball-Herren auf und sicherten die Sieg durch eine starke Teamleistung. Die gut 6.000 begeisterten Zuschauer in der Bamberger JAKO-Arena feierten die Olympioniken des Deutschen Basketball Bundes minutenlang nach Schlusspfiff.

Kurz vor Spielbeginn gab es bereits das erste Highlight für die DBB-Herren: aus den Händen von DBB-Präsident Ingo Weiss und ING-DiBa-Pressesprecher Dr. Ulrich Ott erhielt die Mannschaft ihre Olympia-Pässe.

DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann vertraute beim letzten Test vor Olympia auf seine Stammformation um Steffen Hamann, Demond Greene, Konrad Wysocki, Dirk Nowitzki und Chris Kaman. Kaman (Foto) führte sich bei seinem Heimspieldebüt gleich gut ein und markierte alle Punkte der deutschen 4:2-Führung. Demond Greene erhöhte aus der Distanz, während Shawn Huff für die Finnen erfolgreich war (7:4, 3. Min.). Hanno Möttölä traf per Dreier zur ersten finnischen Führung, die Dirk Nowitzki im Gegenzug egalisierte. Die Deutschen taten sich mit den aggressiv spielenden Finnen zum Ende des ersten Viertels enorm schwer. Zudem fanden die DBB-Herren im Angriff nur selten die richtigen Mittel gegen die agilen finnischen Spieler. Nach einem ausgeglichenen Spiel lag Deutschland nach dem ersten Spielabschnitt knapp mit 19:15 vorn.

Chris Kaman sorgte im zweiten Viertel für die nötige Sicherheit unter dem eigenen Korb und für Gefahr unter dem der Finnen. Mit vier Kaman-Punkten in Serie erspielte sich das DBB-Team den ersten größeren Vorsprung (23:15, 14. Min.) der Partie. Deutschland versäumte es in dieser Phase des Spiels, den Vorsprung weiter auszubauen. So konnte die finnische Mannschaft des ehemaligen DBB-Bundestrainers Henrik Dettmann durch Punkte Kimo Muurinen auf 24:26 in der 18. Spielminute verkürzen. Pascal Roller markierte in seinem letzten Heimspiel in Deutschland per Dreier den 35:28-Halbzeitstand.

Vor Beginn der zweiten Halbzeit ließen es sich DBB-Präsident Ingo Weiss und ING-DiBa-Marketingvorstand Klaus Oskar Schmidt nicht nehmen, Patrick Femerling nachträglich zu seinem 200. Länderspiel zu gratulieren. Dies hatte der Center und Rekordnationalspieler am 16. Juli 2008 in Athen gegen Neuseeland bestritten.

Erneut erwischte das DBB-Team den besseren Start in das Viertel und erspielte sich einen zweistelligen Vorsprung (43:32, 24. Min.). Doch wieder kamen die Finnen zurück und gestalteten das Spiel auch im dritten Spielabschnitt zunächst offen. Erst ein 6:0-Lauf der ING-DiBa-Korbjäger zum 51:38 in der 28. Spielminute brachte wieder etwas Sicherheit. Vor dem Schlussviertel lagen Deutschlands Basketballer mit 59:44 in Front.

Der vierte Spielabschnitt begann hektisch – über zwei Minuten konnte keine der beiden Mannschaften einen Korb erziehlen. Garrett beendete mit einem Drei-Punkt-Spiel die Flaute für das DBB-Team. Sven Schultze und erneut Garrett erhöhten zur bis dato höchsten Führung: 67:47 für Deutschland (33. Min.). Die DBB-Olympioniken ließen im Schlussviertel nichts mehr anbrennen und dominierten die Partie. Am Ende setzten sich Deutschlands Basketball-Herren verdient mit 78:67 gegen Finnland durch.

Für Deutschland spielten:
Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 8), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 10), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 4), Jan-Hendrik Jagla (DKV Joventut Badalona/Spanien, 4), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 11), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 4), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 10), Sven Schultze (Amatori Snaidero Udine/Italien, 8), Konrad Wysocki (Deutsche Bank Skyliners, 4), Philip Zwiener (ALBA Berlin), Chris Kaman (LA Clippers, 13) und Patrick Femerling (ALBA Berlin, 4).

Für Finnland spielten:
Aki Ulander (Sundsvall Dragons / SWE, 2), Antti Nikkilä (free agent, 6), Kimmo Muurinen (Honka / FIN, 9), Shawn Huff (Free agent, 12), Sami Lehtoranta (Kataja / FIN, 3), Mikko Koivisto (UNC Greensboro / NCAA, 6), Tuukka Kotti (Free agent, 6), Petteri Koponen (Honka / FIN, 8), Samuel Haanpää (Valparaiso / NCAA), Hanno Möttölä (Free agent, 9), Petri Virtanen (Kataja / FIN, 6) und Ville Mäkäläinen (Free agent).

Hier finden Sie das Scouting zum Spiel.




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