DBB-Team gewinnt auch gegen die Slowakische Republik11. August 2007

Bauermann verzichtet auf Okulaja, Femerling, Hamann, Greene und Nikagbatse

2. Testspiel für die deutsche Herren-Nationalmannschaft, 2. Sieg. Beim 3-Nationen-Turnier in der Wiener Stadthalle B gewann die DBB-Auswahl nach dem Erfolg gegen Österreich vom Vortag nun auch gegen die Slowakische Republik mit 70:64 (18:13, 19:20, 20:24, 13:7). Dieses Mal interessierten sich lediglich 400 Zuschauer für die Partie.

Bundestrainer Dirk Bauermann verzichtete im Aufgebot ganz auf Ademola Okulaja, Steffen Hamann und Misan Nikagbatse, die gegen Österreich noch mit starken Leistungen aufgewartet hatten. Aber es ging ja schließlich vornehmlich ums Testen, und so wurde die 1. Fünf der Deutschen aus Mithat Demirel, Sven Schultze, Robert Garrett, Johannes Herber und Guido Grünheid gebildet. Ähnlich verhalten wie gegen Österreich verlief der Start der DBB-Auswahl, die dann aber einen 2:6-Rückstand (2. Min.) schnell in eine 9:6-Führung umwandelte (4. Min.). Bis zum 13:10-Vorsprung nach sieben Minuten war Guido Grünheid (Foto) mit sechs Zählern der auffälligste deutsche Akteur.

Noch im 1. Viertel und dann vor allem zu Beginn des 2. Spielabschnitts drückte Debütant Kirsten Zöllner (Foto links) dem Spiel seinen Stempel auf. Der Skyliner setzte sich ein ums andere Mal unter dem Korb der Slowaken, die ohne Playmaker Anton Gavel angetreten waren, durch und erzielte Punkt um Punkt. Nur die Freiwürfe wollten ihm noch nicht so recht gelingen. Bis zur 30:21-Führung (15. Min.) nach zwei Dreiern von Pascal Roller und Nino Garris hatte der 2,15 m große Center schon elf Punkte auf seinem Konto. Da darf man dann wohl ohne Übertreibung von einem gelungenen Debüt sprechen, auch wenn er kurz später mit einem Kratzer am Knie ausgewechsel werden musste. In der Folge kamen die Slowaken näher heran, und es bedurfte eines energischen Einsatzes von Herber, um die Führung in die Pause zu retten (37:33). Bis dahin hatten Patrick Femerling und Demond Greene noch gar nicht gespielt, was den Testspielcharakter unterstreicht.

Drei deutsche Dreier, zwei durch Herber und einer von Schultze, steuerten das deutsche „Schiff“ wieder in ruhigeres Fahrwasser. Beim 52:42 nach 25 Minuten sah es nach kontrolliertem Spiel aus. Bis dahin hatte das Bauermann-Team immer noch zulegen können, wenn der Gegner einmal etwas näher gekommen war. Und das passierte erneut, denn plötzlich trafen die Slowake ihrerseits eine Reihe von Dreiern. So viele, dass es nach drei Vierteln 57:57 stand. Wieder war es der starke und selbstbewusste Herber, der mit einem weiteren Distanzwurf die Führung für das DBB-Team zurückholte, ehe Garris zum 62:57 traf (32. Min.). In den Minuten bis zum Spielende passierte nicht mehr viel. Die Deutschen sicherten sich den Erfolg durch starke Defensive und konnten sich vorne auf Herber und Garris verlassen.

„Die Spiele hier waren der perfekte Abschluss unseres harten Trainingslagers. Wir haben gegen zwei gute Gegner gespielt und wissen jetzt, wo wir als Team und auch individuell stehen. Wir hatten uns vorher dazu entschieden, jeweils zehn Spieler einzusetzen, die jüngeren zwei Mal. Das hat also gar nichts mit Verletzungen zu tun. Das ganze Team freut sich jetzt auf drei Tage Pause, ehe es in Hamburg mit Volldampf weiter geht“, bilanzierte Dirk Bauermann.

Für Deutschland waren dabei:
Patrick Femerling (dnp, ALBA Berlin), Stefano Garris (Deutsche Bank Skyliners, 9), Demond Greene (dnp, Brose Baskets Bamberg), Guido Grünheid (Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande, 8), Johannes Herber (ALBA Berlin, 16), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 4), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 6), Sven Schultze (Snaidero Udine/Italien, 12), Julian Sensley (ohne Verein), Mithat Demirel (ohne Verein, 2), Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 2), Kirsten Zöllner (Deutsche Bank Skyliners, 11).

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