DBB-Team gewinnt erstmals den Supercup22. August 2004

4.000 begeisterte Fans im Bamberger FORUM
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat es im 16. Anlauf endlich geschafft, den Basketball-Supercup im eigenen Land zu gewinnen. Im „Endspiel“ gegen die Türkei gewann das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen die Türken mit 67:50 (12:13, 23:11, 13:16, 19:10). Erneut waren 4.000 Zuschauer ins randvolle Forum Bamberg gekommen und gaben dem Finaltag des E.ON Bayern Basketball-Supercups einen passenden Rahmen.

Dieses Mal mit Patrick Femerling (Foto) und Stephen Arigbabu in der Starting Five begann das deutsche Team. Dazu Ademola Okulaja, Demond Greene und Steffen Hamann. Sehr intensiv ging es zur Sache. Hidayet Turkoglu blockte Steffen Hamann, Mehmet Okur wurde von Ademola Okulaja „abgebaut“. Nach vier Minuten war auf dem Scoreboard noch nicht viel passiert (3:2), aber das Publikum hatte schon reichlich Action erlebt. Dirk Bauermann versuchte mit Gesten und Kommandos die Hektik aus dem Spiel zu nehmen. Hochinteressant gestalteten sich die Duelle zwischen Patrick Femerling und Mehmet Okur und zwischen mehreren deutschen Spielern und Hidayet Turkoglu. Letzterer brachte die Türken nach sieben Minuten mit 11:8 in Front.

Die rund 200 lautstarken türkischen Fans jubelten, sahen aber in der Folge eine stärker werdende deutsche Mannschaft, die, angetrieben von Misan Nikagbatse, auf 12:13 heran kam. Stephen Arigbabu besorgte nach 13 Minuten den Ausgleich (16:16), doch weiterhin fehlte der DBB-Auswahl das Wurfglück von außen. Das Spiel blieb vor allem durch die herausragenden Verteidigungsleistungen sehenswert. Nach 15 Minuten gab es einen unglücklichen Zusammenprall, bei dem Ibrahim Kutluay am Knie verletzt ausschied. Ein zum 20:20 erfolgreicher Fastbreak, Co-Produktion von Nino Garris und Steffen Hamann, riss die Zuschauer in der 16. Minute von den Sitzen, Patrick Femerling besorgte Sekunden später die deutsche 23:20-Führung. Die ING-DiBa-Korbjäger kamen in Fahrt (28:21, 18. Min.).

Ein erneut sehr starker Ademola Okulaja erhöhte per Dreier auf 31:21 (19. Min.), dann auf 33:24 (20. Min.). Zum Seitenwechsel sah es nach dem ersten deutschen Supercup-Triumph aus. Auch im 3. Viertel blieb zunächst die deutsche Dominanz, ein Garris-Dreier traf zum 39:27 (24. Min.). Dann aber kamen die Türken auf (39:32, 25. Min.), das deutsche Spiel stockte wie schon im Spiel gegen Lettland. Doch ein unglaublicher Tip-in-Dunking von Ademola Okulaja brachte die Halle zum Explodieren (43:32, 27. Min.). Fortan ließen die Türken aber nicht mehr locker und holten weiter auf (43:37, 29. Min.). Johannes Herber schaffte mit einem Dreier zum 48:38 wichtige Entlastung.

Dramatik pur im Schlussviertel: Die Türken schlossen zum 48:42 auf (32. Min.), Femerling schlug zum 52:42 zurück. Mehrfach traf die Türkei offene Dreipunktewürfe nicht, auch Deutschland vergab einige Wurfchancen. Femerlings Freiwürfe zum 54:42 fünf Minuten vor dem Ende bedeuteten so etwas wie eine Vorentscheidung.

Ademola Okulaja ließ es erneut rückwärts krachen (56:42, 36. Min.), und das FORUM kochte fast über. Der Tip-in vom überagenden Patrick Femerling zum 61:46 machte „den Sack zu“ (37. Min.). Der Rest war „Schaulaufen“, große Freude und Erleichterung über den ersten Triumph beim Supercup.

Für Deutschland spielten:
Ademola Okulaja (18), Demond Greene (1), Robert Garrett (7), Denis Wucherer, Steffen Hamann (4), Misan Nikagbatse (4), Stefano Garris (3), Stephen Arigbabu (6), Patrick Femerling (Foto, 17), Johannes Herber (3), Dirk Mädrich (4), Branko Klepac.
Auf türkischer Seite war Mehmet Okur (16) der beste Scorer.

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