DBB-Team feiert Erfolg gegen Olympiateam aus Italien1. August 2004

11.342 Zuschauer in der Kölnarena
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat das Länderspiel gegen Italien in Köln mit 85:77 (17:23, 23:16, 21:21, 24:17) gewonnen und dabei die zahlreichen Zuschauer überzeugt.

Das DBB-Team begann vor 11.342 Zuschauer in der Kölnarena nervös und hatte zunächst einige Schwierigkeiten mit der italienischen Defense (6:10, 6. Min.). Es ging intensiv zur Sache und die ING-DiBa-Korbjäger suchten lange nach ihrem Rhythmus. Von „Testspiel“ war nicht viel zu bemerken, beide Teams machten „Ernst“. So entwickelte sich eine verbissene Partie, in der Dirk Nowitzki in der 8. Minute mit einem spektakulären Dunking einen ersten Höhepunkt setzte (12:14). Robert Garrett brachte das deutsche Team mit einem Dreier dann wieder in Front (17:16, 9.Min.), doch die Italiener konterten eiskalt (17:23 nach dem 1. Viertel).

Die DBB-Auswahl bekam vor allem die italienischen Distanzschützen nicht in den Griff und agierte zu wenig als Team. Olympiateilnehmer Italien merkte man an, dass er bereits seit einigen Wochen in der Vorbereitung auf das größte Sportereignis der Welt steckt. Dazu entschieden die beiden Unparteiischen nicht immer zur Freude von Bundestrainer Dirk Bauermann und seinen Spielern. Beim 19:31 (13. Min.) schien der Anschluss verloren zu gehen. Doch kampflos gaben sich die deutschen Spieler nicht geschlagen (28:33, Steffen Hamann, 16. Min.). Das Kölner Publikum reagierte dankbar und feuerte das DBB-Team an. Das half, denn beim 31:33 nach einem Freiwurf von Ademola Okulaja war die deutsche Mannschaft auf Tuchfühlung (18. Min.). Der jetzt sehr starke Okulaja glich in der gleichen Minute durch einen Dreier sogar aus (36:36), zum Seitenwechsel lagen die Deutschen sogar 40:39 in Front.

Nach der Pause erwischte Deutschland den besseren Start (50:43, 24. Min.), dominierte im Rebound und profitierte von schwächer werdender italienischer Wurfquote. Doch der alles überragende Gianluca Basile brachte Italien mit einigen Punkten schnell wieder heran, Nikola Radulovic erzielte das 51:50 aus italienischer Sicht (26. Min.). Eine umkämpfte Partie auf hohem Niveau, die sich dem Publikum nun bot, das DBB-Team meist leicht in Front (59:58, 28. Min.)

Nowitzki traf zum 63:60 (32. Min.), dann musste Patrick Femerling mit einer Verletzung unter dem Auge das Spielfeld verlassen. Ohne direkte Folgen, denn die Partie blieb eng. Nowitzki übernahm vorne viel Verantwortung, jetzt häufiger erfolgreich (69:67, 35. Min.). Es entwickelte sich eine ähnlich spannende Schlussphase wie beim letzten Aufeinandertreffen vor einem Jahr bei der EM in Schweden. Femerling kehrte zurück ins Spiel, Nowitzki besorgte mit seinem 22. Punkt das 71:69 (37. Min.), Denis Wucherer unmittelbar danach das 73:69, Robert Garrett das 75:69 (38. Min.). Italien schien geschlagen. Und so war es auch, denn die deutsche Mannschaft ließ nichts mehr anbrennen und spielte den begeistert gefeierten Sieg nach Hause.

Für Deutschland spielten:

Ademola Okulaja 12, Robert Garrett 9, Denis Wucherer 11, Steffen Hamann 11, Nino Garris 8, Stephen Arigbabu 3, Patrick Femerling 5, Dirk Nowitzki 26, Johannes Strasser, Johannes Herber, Jan-Hendrik Jagla, Branko Klepac.
Bei Italien punkteten Gianluca Basile (22) und Luca Garri (14) am besten.

Stimmen:

Ademola Okulaja:
Es ist immer toll, gegen einen starken Gegner in einer tollen Halle zu gewinnen. Ob ich Revanchegelüste hatte? Eigentlich nicht, denn das Gewesene können wir mit diesem Sieg ja nicht ungeschehen machen.

Dirk Bauermann:
Wir sind froh, einen solch starken Gegner wie Italien bezwungen zu haben. Am Anfang haben wir mit zu wenig Energie gespielt, dann wurde zuerst unsere Defense besser. Dadurch konnten wird einige Punte in Transition erzielen. Die Mannschaft hat Stolz und Charakter bewiesen. Man konnte in der 2. Hälfte sehen, welche Bedeutung Dirk Nowitzki für uns hat.

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