DBB-Supercup: Kroatien siegt gegen Deutschland22. August 2009

Tolles Finale in der JAKO Arena – Bauermann schont U20-Akteure – Idbihi bester Werfer
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat beim 21. Basketball-Supercup des Deutschen Basketball Bundes den zweiten Platz belegt. Vor 4500 Zuschauern in der Bamberger JAKO Arena verlor Deutschland das Finale gegen Kroatien mit 65:73 (17:19, 12:22, 20:23, 16:9). Trotz einer tollen Aufholjagd im letzten Spielabschnitt verpassten es die Deutschen damit, zum zweiten Mal nach 2004 das eigene Vier-Nationen-Turnier zu gewinnen.

Bundestrainer Dirk Bauermann hatte den am Vortag noch so erfolgreich aufspielenden U20-Youngstern Robin Benzing (ratiopharm Ulm), Elias Harris (Gonzaga University) und Tibor Pleiss (ohne Verein) eine Pause verordnet und begann mit Steffen Hamann, Lucca Staiger, Konrad Wysocki, Jan-Hendrik Jagla und Patrick Femerling. Nach einem hektischen Beginn eröffnete Nationalmannschafts-Rückkehrer Patrick Femerling (Foto) aus deutscher Sicht die Partie, Steffen Hamann sorgte von der Freiwurflinie für die erste Führung (3:2, 3. Min.). Beide Mannschaften legten eine hohe Intensität in der Defensive an den Tag. Nach fünf Minuten war die spannende Begegnung vor 4500 begeisterten Zuschauern in der JAKO Arena ausgeglichen (7:7, Ohlbrecht). Während die Kroaten vornehmlich von der Freiwuflinie erfolgreich waren, agierte die deutsche Offensive deutlich variabler. Ohlbrecht sorgte mit fünf Punkten in Serie für die 14:10-Führung (8. Min.) und zwang den kroatischen Trainer Jasmin Repesa zu einer Auszeit. Nach zehn Minuten toller Basketball-Unterhaltung lag das DBB-Team nach einem Buzzer-Beater aus der eigenen Hälfte von Davor Kus mit 17:19 zurück.

Spektakulär begann auch der zweite Spielabschnitt: Mario Kasun setzte zu einem krachenden Dunk an, den Demond Greene jenseits der 6,25 Meter im direkten Gegenzug beantwortete (20:24, 12. Min.). Die deutsche Verteidigung hatte nun arge Probleme mit den immer stärker werdenden Kroaten, die nun äußerst effektiv spielten und sowohl ihre Schützen, als auch ihre Center in Szene setzten. Jagla hielt für Deutschland dagegen, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Rückstand der DBB-Herren erstmals zweistellig wurde (23:33, 5. Min.). Bundestrainer Dirk Bauermann bat seine Spieler zu einer Auszeit, um sie wieder auf Kurs zu bringen. Die kroatische Mannschaft blieb jedoch die Mannschaft, die stets einen Tick cleverer agierte und da Deutschland offensiv erst zum Viertelende wieder etwas gelingen wollte, sahen sich die Bauermänner vor der Halbzeitpause mit einem 29:41-Rückstand konfrontiert.

Mit viel Wut im Bauch kamen die ING-DiBa-Korbjäger aus der Kabine und setzten Kroatien mittels einer aggressiven Zonenverteidigung unter Druck. Und auch im Angriff lief es besser: Schultze traf einen wichtigen Drei-Punkte-Wurf und verkürzte auf 32:41. Doch die geplante Aufholjagd des DBB-Teams scheiterte zunächst an zu vielen Fehlentscheidungen in Angriff und Verteidigung (35:47, 24. Min.). Zudem waren mit Ohlbrecht, Schaffartzik und Greene drei Spieler mit vier persönlichen Fouls belastet. Mit den unterschiedlichsten Formationen versuchte Bauermann, einer Vorentscheidung zu Gunsten den Kroaten entgegen zu wirken; der Spielfluss der Mannschaft von Jasmin Repesa wurde dadurch jedoch kaum unterbrochen. Per Günther brachte viel Energie ins deutsche Spiel und verwandelte ein Drei-Punkt-Spiel zum 44:60 (29. Min.). Günther war es auch, der mit der Schlusssirene traf und damit die Hoffnung auf einen deutschen Sieg in die JAKO Arena zurückbrachte.

Deutschland agierte nun deutlich stärker und hatte auch im Angriff mehr Fortune (53:64, 32. Min, Idbihi nach Günther-Pass). Angepeitscht von den Basketball-Fans in Bamberg drängten die DBB-Herren nun darauf, den Rückstand weiter zu verkleinern. Kroatien hatte jedoch stets eine Antwort auf die deutschen Bemühungen (Dunk Kasun, 55:69, 35. Min.). Hamann kassierte nach einer diskussionswürdigen Entscheidung ein technisches Foul und Deutschland weitere Punkte von der Freiwurflinie. Drei Minuten vor dem Ende der Partie hatte die deutsche Mannschaft den Rückstand auf zehn Punkte reduziert (63:73, Idbihi und Ohlbrecht). Die Aufholjagd der deutschen Mannschaft war am Ende nicht von Erfolg gekrönt und so mussten die bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfenden DBB-Herren in die 65:73-Niederlage einwilligen.

Nächste Etappe für das DBB-Team ist der Efes Pilsen Cup in der Türkei am kommenden Wochenende, bevor sich die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann in Bonn und in Karlsruhe (hier Ticket-Informationen) gegen Slowenien zum abschließenden EM-Test vor heimischem Publikum präsentiert.

Für Deutschland spielten:
Lucca Staiger (Iowa State University/USA, 0), Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 2), Sven Schultze (ohne Verein, 3), Konrad Wysocki (ohne Verein, 2), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 3), Demond Greene (ohne Verein, 6), Per Günther (ratiopharm Ulm, 7), Yassin Idbihi (CSP Limoges/FRA, 16), Patrick Femerling (ohne Verein, 4) Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 10), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 12).

Hier finden Sie ein komplettes Scouting des Spiels.

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