DBB-Olympioniken zum Abschluss gegen die USA18. August 2008

„Beste Mannschaft der Welt“ – Bauermann ist von Ernsthaftigkeit und Motivation überzeugt

Abschluss für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft bei den Olympische Spielen in Peking: nachdem die Spieler von Bundestrainer Dirk Bauermann nach der 55:59-Niederlage das Viertelfinale verpasst haben und damit nur das I-Tüpfelche an einem großartigen Sommer fehlt, gibt es heute ab 14.00 Uhr (Live in Eins Festival) noch einmal einen echten Höhepunkt. „Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Welt!“ sagt Bauermann und gibt damit schlicht den bisherigen Eindruck des Olympia-Turnieres wieder, in dem Gegner USA mit tollen Leistungen aufwarten konnte und u.a. Weltmeister Spanien deklassierte.

„Wir möchten uns mit einer guten Leistung verabschieden. Dabei zählt gegen die USA sicher weniger das Ergebnis als vielmehr unser Auftreten. Wir dürfen nicht aufhören alles zu investieren, was noch da ist und müssen die eigene Haut so teuer wie möglich verkaufen“, appelliert Bauermann, der sein Team mit Training und Teamsitzung „ganz normal“ auf dieses Spiel vorbereitet hat. „Die Partie findet vor der Weltöffentlichkeit statt, da bin ich von der Motivation meiner Mannschaft überzeugt“, so der Headcoach. Rekord-Nationalspieler Patrick Femerling wird heute in seinem letzten Länderspiel als kleines Dankeschön für seine großen Verdienste in der Startaufstellung stehen.

Ein hartes Erbe anzutreten hat eigentlich jede Basketball-Nationalmannschaft aus den USA, die seit 1992 bei internationalen Wettberwerben antritt. Das Dream Team von 1992 mit Michael Jordon, Karl Malone, Charles Barkley, Larry Bird und Magic Johnson dominierte bei den Olympischen Spielen in Barcelona ihre Gegner nach Belieben. Nicht nur der imposante Kader, sondern auch die Bilanz des Teams USA kann sich sehen lassen: 8:0 Siege mit 117,3:73,5 Punkten. Die völlig überforderten Gegner beschränkten sich relativ schnell darauf, Fotos von den US Stars zu machen, während sie auf der Bank saßen.

Nach einigen herben Enttäuschungen aus der Vergangenheit (schwache Auftritte bei den Olympischen Spielen in Athen mit Niederlagen gegen Puerto Rico und den späteren Olympia-Sieger Argentinien sowie nur der 6. Platz bei der Weltmeisterschaft 2002 in Indianapolis) hat der Basketballverband des USA umgedacht. 

Sport-Direktor Jerry Colangelo und Chef-Trainer Mike Krzyzewski sollten eine Mannscahft zusammenzustellen, die Willens sein soll, über einen Zeitraum von drei Jahren an der Wiederherstellung der Vormachtstellung in der Welt zu arbeiten. Das Ziel der US Boys: Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2006 in Japan, WM-Gold, Quali für Peking 2008 und Olympia-Gold. Die Quali für Japan glückte selbstredend, doch die WM ging gleich schief. Niederlage im Halbfinale gegen Griechenland und wieder war es nur Bronze. Jetzt machte man sich mit dem Olympia-Debütanten Kobe Bryant von den LA Lakers an der Spitze auf nach Peking. Erneut sind die USA Favorit, und erneut erwarten alle die Goldmedallie. Wie das Team von Trainer Krzyzewski mit dem Druck in den entscheidenden Spielen umgeht, wird sich zeigen. 

Bisher trafen beide Mannschaften bei 11 offiziellen Länderspielen aufeinander. Zwei Mal konnte das DBB-Team gewinnen, neun Mal zogen die Deutschen den kürzeren. Das Korbverhältnis beträgt 850:1.036. Zuletzt spielte Deutschland am 30. August 2006 im WM-Viertelfinale in Saitama (Japan) gegen die USA. Man verlor zwar mit 65:85, dennoch blieb vor allem eine Szene in Erinnerung: der spektakuläre Block von Demond Greene gegen Dwyane Wade (Foto). 

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