DBB-Nationalspieler Tim Ohlbrecht im Gespräch1. März 2013

DBB-Nationalspieler Tim Ohlbrecht, der in der Nacht von Montag auf Dienstag bei den Houston Rockets seinen ersten NBA-Vertrag unterschrieben hat, stand am heutigen Freitag im NBA-Conference Call erstmals deutschen Medienvertretern Rede und Antwort.

Der 24-jährige Center sprach darüber, wie er von dem NBA-Vertrag erfahren hat:

“Das ging alles sehr schnell. Am gleichen Tag kam das Angebot aus Boston und aus Houston. Ich habe mich aber von Anfang an sehr wohl gefühlt bei den Vipers und da Boston mir nur einen 10-Tages-Vertrag angeboten haben, lag der Fokus schon auf Houston. Mein Agent rief an und teilte mir mit, dass er einen Vertrag von den Houston Rockets vorliegen habe. Ich bin dann am Montag sofort nach Houston geflogen, habe den Medizin-Check gemacht und wurde anschließend ins Stadion gefahren. Bei der eigentlichen Vertragsunterschrift war ich ein bisschen zittrig und ich war natürlich total glücklich. Ich habe nur versucht, den Augenblick zu genießen und alles aufzusaugen. Danach habe ich als Erstes meine Mutter bzw. meine Eltern angerufen, die waren bei Skype dabei.”

Zudem sprach Ohlrecht über…

…die NBA an sich:

“Es ist unfassbar, was man als Spieler hier geboten bekommt. Das ist das wirklich ein Rundum-sorglos-Paket. Alles ist perfekt durchorganisiert. Klar, ich habe auch schon mit Bamberg in der Euroleague gespielt, aber das ist hier nochmal ein anderes Niveau. Es gibt keine Kleinigkeit, über das sich nicht schon ein Helfer Gedanken gemacht hat. Wir sollen uns wirklich nur aufs Basketballspielen konzentrieren und auf nichts anderes. Wir haben ein eigenes Flugzeug, mit dem wir jetzt nach Orlando geflogen sind. Es ist ein Traum für mich wahrgeworden in der NBA zu spielen!”

…das Verhältnis zu seinem Coach Kevin Mchale und seinen Mitspielern:

“Mein Trainer hat mich am Anfang schon das ein oder andere Mal zur Seite genommen, um mir Sachen zu erklären. Aber momentan liegt der Fokus darauf, dass wir die Playoffs schaffen. Klar ist es mein persönliches Ziel auch zu spielen und Minuten zu bekommen – dafür trainiere ich sehr hart und versuche mich, anzubieten. Generell fühle ich mich aber sehr wohl hier im Team und verstehe mich mit allen gut. Wir haben ein sehr junges Team, in dem sich alle gut verstehen. Es gab zum Glück auch kein besonderes Aufnahmeritual, dass ich ein Kleid anziehen sollte oder so…”

…seine Gründe, in die USA zu gehen:

“Nach insgesamt sechs Jahren Bundesliga wollte ich etwas anderes sehen. Als die Chance bei den Vipers kam, habe ich zugegriffen. Sicher, ich hätte auch weiter in der Bundesliga spielen können oder ins europäische Ausland wechseln können. Es war dann nach dem Sommer mit der Nationalmannschaft aber schon relativ schnell klar, dass ich in die D-League gehe. Ich glaube auch der Basketball hier in den USA ist mehr mein Basketball.”

…seine Kritiker:

“Es wird immer Leute geben, die einen nicht mögen, das kann ich nicht ändern. Ich kann nur versuchen, mit mir im Reinen zu sein. Ich will in zehn Jahren in den Spiegel schauen können und sagen: Jawoll, du hast alles richtig gemacht.”

…das Thema Nationalmannschaft:

“Bundestrainer Frank Menz hat mich hier besucht. Über Details haben wir nicht gesprochen. Aber zunächst würde ich mich freuen, wieder für die Nationalmannschaft nominiert zu werden und die Europameisterschaft im September in Slowenien spielen zu können.”

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