DBB-Herren verlieren umkämpftes Spiel9. Juli 2008

Chris Kamans Debüt verschiebt sich

Die deutschen Basketball-Herren haben nach einem spannenden und hart umkämpften Spiel gegen die Nationalmannschaft Kanadas mit 86:91 (13:15, 20:25, 30:23, 23:28) verloren. Vor 6744 Zuschauern in der Hamburger Color Line Arena gab Chris Kaman dabei sein Debüt – allerdings nur auf der Bank der DBB-Herren. Die letzten Versicherungsmodalitäten konnten nicht mehr vor Spielbeginn geklärt werden. Dennoch ließ es sich der NBA-Center nicht nehmen, sein neues Team von der Bank aus anzufeuern.

DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann vertraute erneut der Starting Five Steffen Hamann, Demond Greene, Konrad Wysocki, Dirk Nowitzki und Patrick Femerling, die jedoch weit entfernt davon waren, so zu beginnen, wie der Bundestrainer das wollte. Bereits nach zwei Minuten nahm Bauermann entnervt eine Auszeit. Doch die Deutschen fanden auch danach kaum eine Bindung zum Spiel. Vor allem im Angriff lief wenig zusammen (6:13, 7. Spielminute). Zum Ende des ersten Viertels brachten Dirk Nowitzki und Sven Schultze (Foto) die DBB-Herren wieder in Reichweite der Kanadier, die ihrerseits mit einer zunehmend schlechteren Wurfquote haderten (13:15).

In der Pause des ersten Spielviertels wurden die Gewinner des Manfred-Ströher-Medienpreises 2007, Andreas Egertz (Bayrischer Rundfunk) und Christian Ewers (Stern), von DBB-Präsident Ingo Weiss geehrt. Die Gewinner erhielten für ihre journalistischen Beiträge, mit denen sie sich den ersten Platz teilten, jeweils 1.250 Euro Prämie.

DBB-Bundestrainer Bauermann stellte im zweiten Viertel auf eine Zonenverteidigung um; den Platz an der Dreierlinie nutzte Carl English direkt zu zwei Distanzwürfen. Die deutschen Basketballer kämpften sich jedoch, angeführt von Demond Greene auf der Aufbauposition, Punkt für Punkt heran. Dennoch agierte die kanadische Mannschaft von Leo Rautins im Angriff entschlossener und sicherer aus der Distanz (53% gegenüber 35%) und konnte sich so zur Halbzeit mit 40:33 absetzen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte ging es zunächst ruppig zu: Patrick Femerling und Joel Anthony gerieten aneinander, zudem gab es ein technisches Foul gegen Kanada. Deutschlands Basketballer gestalteten das Spiel nun offener, weil sie durch viel Einsatz im Angriff und der Verteidigung Rebounds eroberten. Zudem zeigte Nowitzki seine außergewöhnliche Qualität, indem er trotz heftiger Attacken seiner Verteidiger für das DBB-Team punktete. Neben dem NBA-Star war es zudem Schultze, der für die ING-DiBa-Korbjäger punktete. Philip Zwiener von außen und Schultze per Fastbreak erzielten für Deutschland die viel umjubelte erste Führung des Spiels (63:61, 29. Min.).

Im Schlussviertel entwickelte sich ein spannendes Spiel, das aber weiterhin von vielen Nickeligkeiten geprägt war. Kanada eroberte sich die Führung zunächst wieder zurück (73:67, 33. Min.), danach sorgte das DBB-Team mit sieben Punkten in Serie wieder für eine ausgeglichene und spannende Partie. Auf Jan Jaglas Dreier zum 79:82 folgte direkt die Antwort von English. Kanada zeigte Nervenstärke an der Freiwurflinie und bezwang die deutschen Basketballer mit 91:86.

Für Deutschland spielten:
Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 6), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 8), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 6), Jan-Hendrik Jagla (DKV Joventut Badalona/Spanien, 5), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 33), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners), Sven Schultze (Amatori Snaidero Udine/Italien, 15), Konrad Wysocki (Deutsche Bank Skyliners, 1), Philip Zwiener (ALBA Berlin, 6) und Patrick Femerling (ALBA Berlin, 6).

Für Kanada spielten:

Jermaine Anderson (Walter Tigers Tübingen, 2), Joel Anthony (Miami Heat, 21), Samuel Dalembert (Philadelphia 76ers, 8), Carl English (Gran Canaria, 20), Olu Famutimi (Khimik Yuzny, 4), Levon Kendall (Panionios Forthnet, 9), Rans Brempong (Bayer Giants Leverkusen, 7), Jesse Young (Estudiantes Madrid), Rowan Barret (Chalon-Sur-Saone, 16), Tyler Kepkay (University of Utah), Andy Rautins (Syracuse University, 3), David Thomas (Melbourne) und Aaron Doornekamp (Carleton University).

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