DBB-Herren verlieren auch Spiel um Platz 73. September 2006

62:77-Niederlage gegen Litauen nach katastrophalem Schlussviertel

Die Herren-Nationalmannschaft beendet die Weltmeisterschaft in Japan auf dem 8. Platz. Mit 62:77 (17:30, 24:17, 13:11, 8:19) verlor das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann das Spiel um Platz 7 gegen Litauen. Dabei waren die ING-DiBa-Korbjäger nach einer tollen Aufholjagd drauf und dran die Partie noch zu ihren Gunsten zu wenden. Doch nach einem schlechten letzten Viertel, in dem sie insgesamt nur acht Punkte erzielten, verlor die DBB-Auswahl am Ende deutlich.

Im 1. Viertel verlief die Partie zunächst sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich mit mehr als vier Punkten absetzen. Dirk Bauermann wechselte von Begin an munter durch und gab auch den im Verlauf des Turniers nur wenig zum Einsatz gekommenen Spielern die Möglichkeit sich zu bewähren. Ein erstes Ausrufezeichen setze Pascal Roller (Foto). Mit zwei erfolgreichen Dreiern hintereinander brachte er seine Mannschaft mit 13:11 in Führung (5. Min). Zweieinhalb Minuten vor Ende des 1. Spielabschnitts war das Spiel immer noch ausgeglichen, Ademola Okulaja hatte auf zwei Punkte verkürzt (17:19, 7. Min). Dann drehten die Litauer auf: Mit aggressiver Defense und einer traumhaft gute Trefferquote (92% aus dem Feld) zogen sie zum Viertelende auf 17:30 davon.

Auch im 2. Viertel tat sich das deutsche Team weiterhin schwer. Zwar konnte Robert Garrett auf 23:32 (13. Min) verkürzen, doch zwei Dreier in Folge von Litauen ließen den Rückstand wieder größer werden. Auch die DBB-Auswahl versuchte ihr Glück jetzt vermehrt aus der Distanz und hatte in Jan-Hendrik Jagla und Johannes Herber treffsichere Schützen. Da nun auch die Verteidigungsleistung immer besser wurde und die Trefferquote der Litauer ein wenig sank, konnten Nowitzki und Co. zur Halbzeit auf sechs Punkte verkürzen (41:47).

Nach der Pause setzte sich der Aufwärtstrend fort. Dirk Nowitzki hatte nun seine stärkste Phase. Der Power-Forward der Dallas Mavericks erzielte im 3. Viertel neun der 13 Punkte seines Teams und sorgte dafür, dass die Partie wieder vollkommen ausgeglichen war (49:49, 24. Min). In der Defense hatte sich das deutsche Team gut auf die Litauer eingestellt und zwang diese immer wieder zu schlechten Würfen. Litauens Trefferquote sank unter die 65%-Marke, insgesamt erzielten die Osteuropäer nur elf Punkte im 3. Viertel.

Im Schlussviertel konnten die ING-DiBa-Korbjäger nicht an diese Leistung anknüpfen, was auch Coach Dirk Bauermann schnell beunruhigte. Innerhalb von nur einer Minute nahm er zwei Auszeiten um seine Jungs wachzurütteln. Was ihm jedoch nicht gelang. Litauen zog auf 54:64 davon, bevor Nowitzki an der Freiwurflinie die ersten Zähler für seine Mannschaft markierte (34.). Viele sollten nicht mehr hinzukommen. Angeführt von Darjus Lavrinovic baute Litauen den Vorsprung innerhalb von drei Minuten auf uneinholbare 17 Punkte aus (56:73, 37. Min).

Deutschland:

Mithat Demirel, Ademola Okulaja 10, Sven Schultze, Robert Garrett 4, Steffen Hamann 1, Demond Greene 2, Pascal Roller/ Foto 8, Patrick Femerling 4, Dirk Nowitzki 18, Jan-Hendrik Jagla 5, Guido Grünheid 4, Johannes Herber 6.


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