DBB-Herren verlieren Halbfinale des EFES PILSEN WORLD CUPS gegen Mazedonien29. August 2009

75:94 Niederlage gegen Mazedonien – Morgen im Spiel um Platz 3 gegen Lettland
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat das Halbfinale des EFES PILEN WORLD CUPS in Ankara / Türkei gegen Mazedonien verloren. Mit 75:94 (17:26, 18:22, 21:21, 19:25) musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann vor rund 1000 Zuschauern gegen hochprozentig treffende Mazedonier geschlagen geben. Morgen trifft Deutschland im Spiel um den dritten Platz auf Lettland (13.45 Uhr deutscher Zeit), die im ersten Halbfinale heute Kroatien unterlagen (81:96, HZ: 39:46).

Das DBB-Team agierte heute ohne Jan-Hendrik Jagla und Lucca Staiger und startete mit Steffen Hamann, Robin Benzing, Sven Schultze, Elias Harris sowie Patrick Femerling in die Begegnung. Eine Schreckenssekunde erlebte die deutsche Mannschaft bereits nach wenigen Sekunden, als sich Steffen Hamann am Knöchel verletzte und ausgewechselt werden musste. “Steffen ist unglücklich aufgekommen und hat eine Verletzung am Knöchel, die von unserem Mannschaftsarzt Dr. Oliver Pütz untersucht und versorgt wird. Genaueres werden wir dazu aber erst morgen sagen können, wenn die Schwellung abgeklungen ist,” so DBB-Sportdirektor Steven Clauss. Mazedonien begann energisch und wirkte äußerst gewillt, für die Halbfinal-Niederlage beim DBB-Supercup am vergangenen Wochenende Revanche zu nehmen. Femerling (Foto rechts) gelang es, gegen die Angriffsbemühungen der Mazedonier aktiv zu werden (2:3), doch schnell sahen sich die ING-DiBa-Korbjäger mit einem Rückstand konfrontiert (2:10, 3. Min.). Jeremiah Massey avancierte in den Anfangsminuten zum Aktivposten der Mazedonier, der bis dato alle zehn Punkte für die Mannschaft von Trainer Jovica Arsic erzielt hatte. Nach einer Auszeit von Bundestrainer Bauermann lief es wieder besser für die deutsche Mannschaft, die sich durch Schultze, Femerling und Benzing zurückmeldete (8:17, 7. Min.). Innerhalb von nur einer Spielminute fielen nun vier Drei-Punkte-Würfe, auf Seiten Deutschlands zeichneten sich dafür Demond Greene und Heiko Schaffartzik verantwortlich (14:23, 8. Min.). Greene beendete den ersten, äußerst unterhaltsamen ersten Spielabschnitt mit einem weiteren erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf zum 17:26-Zwischenstand.

Deutschland blieb auch im zweiten Viertel hoch engagiert und hatte nun auch die nötige Fortune im Angriff. Yassin Idbihi und Tibor Pleiss setzten auch heute Akzente in der Offensive (21:32, 13. Min.). Nach dem furiosen Start der deutschen Mannschaft verliefen die zweiten zehn Minuten zunächst aktionsarm und in der Begegnung fielen keine weiteren Punkte. Nach Elias Harris Freiwürfen (25:32, 14. Min.) starteten die DBB-Herren in eine starke Phase. Angeführt von Per Günther (Foto links), der zunächst selbst zum Korb zog und im nächsten Angriff Sven Schulzte an der Dreierlinie bediente, verkürzte die Mannschaft vor rund 1000 Zuschauern auf 30:35. Nach Femerlings Punkten war der Rückstand auf vier Zähler geschmolzen (32:36, 18. Min.), jedoch fing sich Deutschland danach acht unbeantwortete Punkte der treffsicheren Mazedonier. Vor dem Seitenwechsel lagen die DBB-Herren mit 35:48 im Hintertreffen.

Konrad Wysockis Distanzwurf eröffnete die zweite Halbzeit aus deutscher Sicht. Doch auch in dieser Phase blieb es dabei: Was auch immer die deutsche Mannschaft versuchte, Mazedonien hatte eine Antwort parat (38:55, Antic). Erneut bewies das DBB-Team ihren unbändigen Kampfgeist, denn auch ob des deutlich werdenden Rückstands (43:61, 24. Min.) steckten die deutschen Spieler nicht auf. Mit sieben Punkten in Folge (durch Schaffartzik, Femerling und Schultze) verkürzten die ING-DiBa-Korbjäger nochmals auf 50:61. Die mazedonische Mannschaft blieb jedoch aus allen Lagen brandgefährlich (stets über 60 Prozent aus dem Zwei-Punkt-Bereich) und behauptete die Führung vor dem Schlussviertel (56:69 aus deutscher Sicht).

Mit vier schnellen Punkten begann Mazedonien die letzten zehn Minuten – ein Umstand, der Bundestrainer Dirk Bauermann gar nicht passte. Er rief seine Spieler zu einer Auszeit, um sie für das Schlussviertel einzustellen. Tibor Pleiss und Heiko Schaffartzik konnte noch einmal Akzente im Angriff setzen, doch spannend wurde es im Bezug auf den Sieger dieses Halbfinals nicht mehr (61:76, 33. Min.). Mazedonien spielte clever, traf weiterhin hochprozentig und hatte in Massey den überragenden Akteur dieser Begegnung. In der Schlussphase war aus dem DBB-Team das Trio Schaffartzik, Benzing und Harris besonders hervorzuheben, das sich ein ums andere Mal in Szene setzen konnten. Den Schlusspunkt setzte Schaffartzik nach Günther-Pass zum 75:94-Endstand.

Bundestrainer Dirk Bauermann erklärte nach dem Spiel: “Nach dem tollen Spiel gegen die Türken und dem sehr guten Spiel gestern gegen die Kroaten hat man heute die Belastung von den drei Spielen innerhalb von drei Tagen gemerkt. Die Jungs haben alles gegeben und toll gekämpft, aber letztendlich waren die Mazedonier mit ihrem erfahrenen Team und ihrer sehr guten Trefferquote heute besser.”

Im Spiel um den dritten Platz trifft Deutschland morgen um 13.45 Uhr deutscher Zeit auf Lettland.

Für Deutschland spielten:

Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 16), Sven Schultze (ohne Verein, 9), Konrad Wysocki (ohne Verein, 3), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 0), Demond Greene (ohne Verein, 8), Per Günther (ratiopharm Ulm, 4), Yassin Idbihi (ohne Verein, 4), Patrick Femerling (ohne Verein, 11), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 6), Tibor Pleiss (ohne Verein, 4), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 8) und Elias Harris (Gonzaga University/USA/BiS Baskets Speyer, 8).

Hier finden Sie mehr Informationen: www.efesworldcup.com

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