DBB-Herren unterliegen der Niederlande1. August 2010

Mehr als acht punktlose Minuten im dritten Viertel
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat beim “Nations Cup” im niederländischen Leiden ihr zweites Spiel verloren. Gegen die Gastgeber unterlag das DBB-Team mit 58:60 (20:10, 16:17, 7:14, 15:19). Morgen (15.30 Uhr) geht es zum Abschluss gegen die noch ungeschlagenen Schweden um den Turniersieg.

Bundestrainer Dirk Bauermann musste auf Elias Harris verzichten, der aufgrund seiner Steißbeinprellung aus dem Belgien-Spiel nicht einsatzfähig war. Dafür war aber Robin Benzing nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder einsatzfähig. So begannen Steffen Hamann, Jan-Hendrik Jagla, Tibor Pleiß (Foto), Konrad Wysocki und Philipp Schwethelm die Begegnung für Deutschland. Sehr zerfahren begann die Partie, beide Teams ließen viele Chancen aus. Jagla machte per Dreier das 5:4, als schon mehr als vier Minuten gespielt waren.  Kaum fünf Sekunden im Spiel traf Lucca Staiger zum 8:4. In der Defense übten die ING-DiBa-Korbjäger konstant hohen Druck aus und ließen den Niederländern keinen Raum. Benzing, Heiko Schaffartzik, Tim Ohlbrecht und Christopher McNaughton kamen ins Spiel und auch die Offensive langsam auf Touren (14:6, 8. Min., Dunking Staiger, 17:8, 10. Min., Dreier Benzing, 20:10, 10. Min., Dreier Staiger).

Die Niederlande kam im zweiten Spielabschnitt besser ins Spiel, aufgebaut durch eine nun nachlässiger agierende deutsche Defense (22:17, 14. Min.). Auch vorne lief minutenlang nichts zusammen, Bauermann bat zur Auszeit und forderte sein Team lautstark auf sich wieder zu konzentrieren. Doch erst einmal kamen die Gastgeber zum Ausgleich und gingen an der Freiwurflinie in Führung (22:24, 16. Min.). Das DBB-Team tat sich schwer, seinen Rhythmus wieder zu finden und versuchte es jetzt vermehrt unter dem Korb, wo Wysocki vier Mal erfolgreich war (34:27, 19. Min.). Bis zum Seitenwechsel waren die Verhältnisse wieder “gerade gerückt” (36:27). Staiger (11, 3/3 3er) und Wysocki (8, 4/6 2er) waren bis dahin die erfolgreichsten DBB-Korbjäger.

Sehr hektisch kamen die Deutschen aus den Kabinen und bauten den Gegner wieder auf (36:34, 22. Min.). Wieder wählte Bauermann ein Auszeit. Das Spiel musste aus deutscher Sicht dringend beruhigt werden, während die Niederlande über das gesamte Feld presste und durch einen Dreier von Kees Akerbom in Führung ging (36:37, 24. Min.). Deutschland war völlig von der Rolle. Erst nach mehr als acht (!) Minuten im dritten Viertel gelangen Jagla die ersten Punkte für Deutschland per “Put back”-Dunking (38:41). Die ganze Wut über die schwache Phase legte McNaughton dann in einen wuchtigen Dunking zum 41:41, ehe Hamann für die 43:41-Führung nach drei Vierteln sorgte und somit den “Schaden” in Grenzen hielt.

Der deutschen Mannschaft gelangen einige Stops, im Angriff wurden aber auch einige Chancen vergeben, so dass es knapp blieb (47:46, 33. Min.). Die Würfe wurden schlecht vorbereitet genommen und verfehlten demzufolge häufig ihr Ziel. Die rund 500 Zuschauern in Leiden sahen dann einen Dreier von Schaffartzik mit Foul. Der in die Türkei wechselnde Guard traf auch den Bonusfreiwurf zum 51:46 (36. Min.) und verschaffte seiner Mannschaft etwas Luft. Zwei Minuten vor dem Ende tankte sich Hamann zum 55:52 durch und es entwickelte sich ein echter Krimi. Die Niederlande ging an der Freiwurflinie nach einem unsportlichen Foul von McNaughton in Führung (55:56, 1`18) und nutzte den anschließenden Ballbesitz zum Dreier (55:59, 1`06). Jagla netzte einen Dreier ein (´41), aber die Niederlande kam nach einem Offensivrebound und anschließendem Foul an die Freiwurflinie (´14). Brian Defares traf nur den ersten Freiwurf, Deutschland konnte nicht mehr kontern. 

“Ich bin trotz der Niederlage zufrieden. Es war ein schwieriges drittes Viertel mit Heiko und vier jungen Spielern. Aber da mussten sie durch und ich habe extra nicht gewechselt. Die erfahrenen Spieler haben uns dann gut ins Spiel zurück gebracht, und am Ende haben dann ein zwei Kleinigkeiten entschieden. So ist Basketball. Morgen wollen wir uns gegen die Schweden noch einen Sieg holen”, meinte Dirk Bauermann nach der Partie.

Deutschland:
Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 11:50, 4/1, 3 Reb.), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 21:57, 6, 4 Ass.), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 18:41, 4/1, 3 Ass.), Per Günther (ratiopharm Ulm, 1:57), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 27:08, 11/3, ), Daniel Hain (EWE Baskets Oldenburg, dnp), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 18:41, 2), Konrad Wysocki (zuletzt Turow Zgorzelec/Polen, 22:11, 9), Jan-Hendrik Jagla (zuletzt Asseco Prokom Gdynia/Polen, 24:06, 8, 9 Reb.), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 15:08), Yassin Idbihi (ALBA Berlin, 8:23, 6 3 Reb.), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 9:51), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 20:07, 8, 6 Reb.).
2er: 22/52 = 42 %, 3er: 7/25 = 28 %, FW: 7/12 = 58 %
19 Ballverluste (NED 13), 39 Rebounds (NED 42)

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