DBB-Herren unterliegen Mazedonien13. September 2009

75:86-Niederlage für DBB-Team – Viertelfinaleinzug für Deutschland dennoch möglich- Greene mit 100. Länderspiel – Dienstag gegen Kroatien

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Polen mit 75:86 (14:18, 22:18, 14:26, 13:16) gegen Mazedonien verloren. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit übernahm Mazedonien im dritten Viertel die Führung und konnte von den DBB-Herren nicht mehr eingeholt werden. Lucca Staiger (Foto rechts) mit 14 Punkten sowie Patrick Femerling mit 13 Punkten waren die besten Werfer für Deutschland.

Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann hat dennoch Chancen, ins Viertelfinae einzuziehen, muss aber im letzten Spiel der Zwischenrunde am Dienstag ab 21 Uhr (live im DSF) gegen Kroatien gewinnen. Die genaue Konstellation hängt jedoch von den weiteren Zwischenrundenspielen ab, die heute im Laufe des Abends in Bydgoszcz ausgetragen werden.

Steffen Hamann, Demond Greene, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Patrick Femerling begannen erneut für Deutschland und konnten nach zerfahrenen Anfangsminuten nach einer schönen Aktion von Rekordnationalspieler Femerling in Führung gehen. Im Angriff häuften sich auf beiden Seiten die Fehler, Mazedonien fand zuerst ins Spiel und konnte sich mit einigen guten Aktionen leicht absetzen (2:6, 5. Min.). Nach weiteren Punkten von Femerling und einem Drei-Punkte-Wurf von Demond Greene, der heute sein 100. Länderspiel absolvierte, gestaltete das DBB-Team die Begegnung wieder offen (7:9). Unmittelbar nach dem verwandelten Distanzwurf schied Greene mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Die mazedonische Mannschaft warf vornehmlich aus der Distanz und hatte damit Erfolg (Stefanov, Mirakovski). Heiko Schaffartzik konterte zwar für die deutsche Mannschaft, konnte aber auch nicht verhindern, dass die DBB-Herren nach den ersten zehn Minuten mit 14:18 zurücklagen.

Sven Schultzes verwandelter Distanzwurf sorgte für einen guten Start der deutschen Mannschaft in den zweiten Spielabschnitt. Nachdem im ersten Viertel noch die Mazedonier von jenseits der 6,25 Meter erfolgreich waren, zogen die Deutschen nun nach. Insbesondere Lucca Staiger untermauerte seine Treffsicherheit aus der Distanz – seine Punkte markierten den erneuten Führungswechsel zu Gunsten der ING-DiBa-Korbjäger (25:24, 14. Min.). Es entwickelte sich eine spannende Begegnung, in der sich beide Teams wie schon beim DBB-Supercup in der Vorbereitung einen offenen Schlagabtausch lieferten (31:30, Freiwürfe Femerling, 18. Min.). Demond Greene konnte nach kurzer Behandlung wieder mitwirken und fügte sich mit einem Drei-Punkt-Wurf zum 34:32 direkt wieder gut ein. Vor dem Seitenwechsel war die zweite Zwischenrundenpartie der deutschen Basketballer ausgeglichen (36:36).

Mit fünf unbeantworteten Punkten starteten die Mazedonier deutlich besser in die zweite Halbzeit. Patrick Femerling hielt zwar dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass Mazedoniens Routinier Stefanov erneut aus der Distanz erfolgreich war. Bundestrainer Bauermann rief seine Spieler nach diesem missglückten Start in den dritten Spielabschnitt zu einer Auszeit zusammen, um sie sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung neu einzustellen (38:43. 23. Min.). Über den Kampf kam die deutsche Mannschaft wieder ins Spiel und konnte dabei vor allem auf Staiger, aber auch auf Jan-Hendrik Jagla zählen, der auf 46:47 (27. Min.) verkürzte. Mazedonien hatte jedoch erneut eine Antwort, zog wieder auf sieben Punkte davon und so sah sich die deutsche Mannschaft erneute einem deutlicheren Rückstand gegenüber. Deutschland machte sich durch Fehler im Spielaufbau und Fehlpässen das Leben selber schwer und musste zudem schmerzhafte Würfe der mazedonischen Mannschaft hinnehmen. Vor den letzten zehn Minuten hatten die Mazedonier das Momentum auf ihrer Seite und lagen mit 62:50 vorne.

Auch zu Beginn des Schlussviertels lief alles gegen das DBB-Team: Nach einem Fehlpass im Angriff traf Tasovski einen Drei-Punkte-Wurf und vergrößerte den Vorsprung der Mazedonier (50:65). Dirk Bauermann formierte die Verteidigung seiner Mannschaft in einer Auszeit neu, um den Rückstand durch mehr Druck zu verkleinern. Auch im deutschen Angriff lief es nun besser (Ohlbrecht und Greene zum 56:69), doch die mazedonischen Distanzschützen bestraften jeden kleinen Fehler des DBB-Teams. Tim Ohlbrecht (Foto links) übernahm nun Verantwortung im deutschen Angriff und traf zum 64:75 (36. Min.). Was auch immer Deutschland versuchte, Mazedonien hatte eine Antwort und so war die Partie drei Minuten vor dem Ende (64:80) vorentschieden. Trotz der Punkte von Schaffartzik und Benzing in der Schlussminute mussten die DBB-Herren in die 75:86-Niederlage einwilligen und haben nun am Dienstag um 21 Uhr (live im DSF) im Spiel gegen Kroatien die letzte Chance, ins Viertelfinale einzuziehen.

“Die Erklärung für die Niederlage liegt auf der Hand. Diese junge Mannschaft spielt seit Wochen und speziell bei diesem Turnier auf einem hohen Niveau. Man kann von ihr nicht erwarten, dass sie sich von Spiel zu Spiel steigert. Das muss man einfach akzeptieren, auch das gehört zu einem Entwicklungsprozess”, erklärte Bundestrainer Dirk Bauermann nach Spielende.

Für Deutschland spielten:

Lucca Staiger (Iowa State University / USA, 14), Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 10), Sven Schultze (ohne Verein, 3), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 12), Konrad Wysocki (Turow Zgorzelec / Polen), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 2), Demond Greene (ohne Verein, 10), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, dnp), Elias Harris (Gonzaga University / USA), Patrick Femerling (ohne Verein, 13), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 6) und Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 5).

Weitere Informationen zur deutschen Mannschaft, den deutschen Gegnern in der Zwischenrunde und zur Europameisterschaft in Polen finden Sie auf der Turnier-Website.

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