DBB-Herren unterliegen Griechenland6. August 2010

54:82-Niederlage gegen Griechenland beim Love Cyprus Tournament auf Zypern nach einem Einbruch im zweiten Viertel
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in das “Love Cyprus Basketball Tournament” auf Zypern gestartet. In Nikosia unterlag das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann Griechenland nach einem Einbruch im zweiten Viertel mit 54:82 (11:19, 9:24, 19:21, 15:18). Im ersten Turnierspiel hatte Russland Kroatien mit 66:64 geschlagen.

Bauermann begann mit Steffen Hamann, Lucca Staiger, Elias Harris, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß. Beide Mannschaften fanden anfangs nur schwer ihren Rhythmus, aber es war Griechenlands Guard Vassilis Spanoulis, der die ersten “schmerzhaften” Aktionen für die deutsche Mannschaft setzte. Zudem kamen die DBB-Korbjäger nicht mit der aggressiven griechischen Verteidigung zurecht. Nach zwei Dreiern vom griechischen Center Bouroussis sah sich die DBB-Auswahl nach sieben Minuten mit 6:16 im Hintertreffen. Bauermann bemängelte in seiner Auszeit, dass man nun endlich “Aufwachen” solle und mahnte größere Spannung in den eigenen Aktionen an. Ein Dreier von Tim Ohlbrecht (Foto) und eine schöne Bewegung von Robin Benzing zum Korb sorgten für das 11:17 nach neun Minuten.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels schien sich die deutsche Mannschaft besser zurecht zu finden, kam durch einen Dreier von Konrad Wysocki und durch ein “and one” von Heiko Schaffartzik auf 17:23 heran (12. Min.). Was anschließend allerdings folgte, kann man nur als einen totalen Einbruch bezeichnen. Abstimmungsprobleme und dumme Fouls in der Defense wechselten sich mit verpassten Würfen in der Offense ab. Viel zu lange dauerte es jeweils, bis die Deutschen überhaupt einmal dazu kamen, ihre System durchzuspielen, meist waren da schon 15 Sekunden von der 24-Sekunden-Uhr verstrichen. Rund sechs Minuten blieb Deutschland vor dem Seitenwechsel ohne Punkt, Minuten, in denen sich die Griechen auf 20:43 absetzten. In der Pause appellierte Bauermann an sein Team und sagte, dass man sich jetzt nicht mehr am Ergebnis orientieren, sondern weiter auf die höhere Intensität einstellen solle. Man müsse Geduld haben, so etwas gehe nicht von heute auf morgen. 

Bis zur 22. Minute dauerte es, ehe Hamann mit einem erfolgreichen Fastbreak die punktlosen Minuten seines teams beendete (22:46). Das Bemühen, dem eigenen Spiel eine Struktur zu geben, war bei den ING-DiBa-Korbjägern zu erkennen. Doch die mussten weiter Lehrgeld zahlen, auch wenn Ohlbrecht ein paar gelungene Szenen unter dem griechischen Korb hatte und ein Dreier von Demond Greene zum 29:56 traf (26. Min.). Die Griechen spielten souverän ihren Stiefel herunter und behielten jederzeit die Übersicht, während sich auf deutscher Seite die Unsicherheit während der gesamten Partie nicht verschwand. Schaffartzik netzte von jenseits der 6,25-Meter-Linie zur Resultatsverbesserung von 37:60 ein (29. Min.), aber schon Anfang des Schlussabschnitts hatten die Hellenen wieder einige Punkte drauf gepackt (45:76). Jetzt verfiel die DBB-Auswahl auch wieder in zu frühe Ausstiege in der Offense, auch wenn Staiger mehrmals aus der Distanz vollstreckte. Die längst entschiedene Begegnung verflachte zusehends und bot bis zur Schlusssirene keine Höhepunkte mehr.

“Die Niederlage ist überhaupt kein Beinbruch. Es war eine wichtige Lektion für uns, wie man auf diesem Level den Ball bewegen und seine wenigen Freiräume nutzen muss. Das ist Teil des Prozesses, in dem wir uns mit unserer jungen Mannschaft befinden, und kein Grund frustriert zu sein. Wir haben gemerkt, dass das Niveau hier ganz anders als gegen Belgien, die Niederlande oder Schweden ist und müssen und werden daraus lernen”, meinte Bauermann im Anschluss an die Partie.

Deutschland
Demond Greene (FC Bayern München, 3/1 Dreier), Steffen Hamann (ohne Verein, 8), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 6/1), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 11/3), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven), Konrad Wysocki (ohne Verein, 5/1), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 2), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 4), Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 2), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 11/2), Yassin Idbihi (ALBA Berlin), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 2).

Freiwürfe: 8/12 = 67 %
2er: 11/33 = 33 %
3er: 8/21 = 38 %
Rebounds: 28 (GRE 37)
Turnover: 16 (GRE 11)
Assists: 8 (GRE 17)

Link zum Scouting

Weiterer Spielplan Turnier Zypern (deutsche Zeiten)
Samstag, 7. August 2010, 17.30 Uhr: Deutschland – Kroatien; 20.00 Uhr: Griechenland – Russland
Sonntag, 8. August 2010, 17.30 Uhr: Deutschland – Russland; 20.00 Uhr: Griechenland – Kroatien

Weitere Informationen gibt es auf der Turnier-Website www.lovecyprusbasketball.com  

Weitere News

3. Dezember 2016

Supercup für zwei Jahre in Hamburg

Weltklasse-Teams testen DBB-Herren –Tickets ab sofort erhältlich

SchroederDennis2015vsCRO-500

3. Dezember 2016

Ingo Weiss ist DOSB-Ehrenmitglied

Laudatio von Alfons Hörmann

Ingo_DOSB_Ehrenmitglied_500

1. Dezember 2016

ING-DiBa und DBB setzen „Talente mit Perspektive“ fort

Nachwuchsförderung feiert 2017 zehnjähriges Jubiläum!

TmP2016Bremerhaven-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.