DBB-Herren unterliegen Griechenland12. August 2008

64:87-Niederlage für die deutschen Basketballer – Donnerstag um 3.00 Uhr (MESZ) gegen Spanien

Die deutschen Basketball-Herren haben bei den Olympischen Spielen in Peking im zweiten Spiel die erste Niederlage kassiert. Nach einem schwachen zweiten Viertel der Deutschen spielten die Hellenen ihre ganze Klasse aus und so musste sich Deutschland mit 64:87 (23:21, 10:23, 15:25, 16:18) geschlagen geben. Für die deutschen Basketballer geht es am Donnerstag morgen (3.00 Uhr MESZ) gegen Weltmeister Spanien weiter.

DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann startete wie gewohnt mit Steffen Hamann, Demond Greene, Konrad Wysocki, Dirk Nowitzki und Chris Kaman in die Partie. Doch die DBB-Herren begannen nervös und brachten in den Anfangsminuten nicht viel zu Stande. Ganz anders die Griechen: mit physischem Spiel setzten sie die Deutschen unter Druck – nach drei Spielminuten stand es 7:0 für die Hellenen, auch weil die deutsche Zonenverteidigung einen Schritt zu langsam war. Demond Greene gelangen die ersten Punkte für Deutschland – bezeichnenderweise von der Freiwurflinie. Bundestrainer Bauermann (Foto unten links) nahm eine Auszeit, um seine Spieler wachzurütteln. Im Anschluss gelang Greene per Dreier das 5:12. Deutschlands Basketballer kamen nun besser ins Spiel; Pascal Roller und Sven Schultze trafen aus der Distanz (13:16). Doch Panagotis Vassilopoulos konterte für Griechenland im direkten Gegenzug, ebenfalls jenseits der Dreipunktelinie. Dann fand auch Nowitzki seinen Wurfrhythmus, zunächst die Punkte an der Freiwurflinie, und dann zwei Mal per Dreier. Schultze besorgte mit einem Sprungwurf für die erste Führung (23:21) der ING-DiBa-Korbjäger, die zugleich auch das erste Viertelergebnis war.

Griechenland startete extrem stark in den zweiten Spielabschnitt und legte einen 15:0-Lauf hin. Erst in der 16. Minute punktete das DBB-Team wieder, erneut durch Greene (26:36). In dieser Phase der Partie tat sich Deutschland schwer mit den stark penetrierenden Griechen: Dirk Nowitzki machte sein drittes persönliches Foul, ebenso wie Steffen Hamann. Die Führung Griechenlands wäre noch höher ausgefallen, hätten sich die Basketball-Herren nicht auf ihre Schützen verlassen können: Roller traf mit einem Dreier zum 33:40 (18. Min.). Griechenland kam jedoch am Ende des zweiten Viertels zu leichten Punkten unter dem Korb; die Deutschen agierten zu langsam und so konnten Papaloukas sowie Diamantidis nach Belieben penetrieren. Zudem fehlte die von Chris Kaman gewohnte Präsenz unter dem Korb, in der ersten Halbzeit markierte der Center lediglich zwei Punkte und sicherte sich einen Rebound. Zur Halbzeit lag die griechische Nationalmannschaft mit 44:33 in Front.

Auch im dritten Spielabschnitt ein ähnliches Bild: die Griechen spielten ihre Klasse aus und den DBB-Herren fiel es merklich schwer, dagegen zu halten. Nachdem die Hellenen den Rückstand zunächst vergrößert hatten, verkürzte Schultze per Dreier auf 40:50. Doch wieder schliefen die Deutschen in der Verteidigung und ließen zwei einfache Körbe zu. Papaloukas nutzte seine Freiheiten an der Dreierlinie und traf zum 57:43 für Griechenland. Insgesamt agierten die Griechen effektiver und engagierter und sicherten sich so eine Reboundhoheit (20:13). Nowitzki kassierte auch sein viertes Foul und konnte trotz 13 Punkten nicht verhindern, dass sich Griechenland vor dem Schlussviertel 69:48 absetzen.

Im abschließenden Viertel gab Bundestrainer Dirk Bauermann allen Akteuren Einsatzzeit; zu deutlich war der Abstand, um den Griechen noch einmal gefährlich zu werden. Da die DBB-Herren nicht mehr viel entgegen zu setzen hatten, verwalteten die Hellenen ihren Vorsprung souverän. Spanoulis legte noch einen Dreier nach (76:53). Auch Konrad Wysockis Dreier und Jan Jaglas Punkte zum 58:78 waren nicht viel mehr als Ergebniskosmetik für die DBB-Herren. Spanoulis und Diamatidis dominierten die Begegnung und zauberten für Griechenland. Am Ende mussten die deutschen Basketballer eine deutliche 64:87-Niederlage gegen starke Griechen einstecken.



Für Deutschland spielten:

Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 11), Steffen Hamann (ALBA Berlin), Jan-Hendrik Jagla (DKV Joventut Badalona/Spanien, 4), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 13), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, 1), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 6), Sven Schultze (Amatori Snaidero Udine/Italien, 11), Konrad Wysocki (Deutsche Bank Skyliners, 7), Philip Zwiener (ALBA Berlin), Chris Kaman (LA Clippers, 4) und Patrick Femerling (ALBA Berlin, 7).

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