DBB-Herren: Toller Sieg zum Abschluss12. Juli 2014

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat das Turnier im italienischen Trento mit einem Sieg beendet und sich damit – einen italienischen Erfolg gegen Belgien vorausgesetzt – den zweiten Platz gesichert. Zum Abschluss wurde die Niederlande mit 73:42 (27:9, 16:15, 10:5, 20:13) bezwungen. Dabei taten sich Lucca Staiger (Foto) und Maximilian Kleber als beste deutsche Werfer hervor (je 15 Punkte). Für das DBB-Team von Bundestrainer Emir Mutapcic geht es nun mit einem Lehrgang in Lissabon/Portugal und zwei dortigen Länderspielen am 19. und 20. Juli 2014 (jeweils 19.30 Uhr) weiter.

Deutschland trat heute ohne den gestrigen Topscorer Robin Benzing, der in der Schlussphase des Spieles gegen Belgien umgeknickt war, sowie ohne Akeem Vargas (Verletzung am kleinen Finger) an. Bastian Doreth, Karsten Tadda, Lucca Staiger, Maik Zirbes und Bogdan Radosavljevic nahmen das Spiel in Angriff. Zirbes und Radosavljevic waren sofort mit zwei schönen Aktionen unter dem gegnerischen Korb zur Stelle, 4:0 (2. Min.). In der Folge tasteten sich beide Teams ab und konnten offensiv kaum Akzente setzen, bis Staiger per Dreier erfolgreich war. Erstmals in diesem Turnier schien Deutschland der Start in eine Begegnung zu gelingen (9:3, Staiger, 11:3, Radosavljevic, 5. Min.). Die Defense zeigte sich stabil und gewährte den Niederländern kaum einfache Würfe.

Großartiger Start
Staiger bewies erneut seine Wurfstärke aus der Distanz (16:5, 8. Min.), Maximilian Kleber, Maodo Lo und wieder Staiger schraubten den Vorsprung auf 25:7 mit immer noch knapp zwei Minuten im ersten Viertel zu spielen. Andrej Mangold erzielte seine ersten Punkte im Trikot der A-Nationalmannschaft von der Freiwurflinie, Deutschland brannte ein wahres Feuerwerk ab und erwischte den Gegner kalt (27:9 nach zehn Minuten). Wie bisher immer wusste Kleber direkt von der Bank Akzente zu setzen (32:9, Dreier, 13. Min.). Überhaupt verkaufte sich die gänzlich neu formierte deutsche Mannschaft ausgezeichnet und wirkte sehr harmonisch.

Bis auf 25 Punkte wuchs die deutsche Führung an, ehe die Niederlande einen Zwischenspurt einlegte, begünstigt durch deutsche Fehlwürfe und Unkonzentriertheiten (36:18, 16. Min.). Staiger und Kleber hatten schon jeweils 13 Punkte auf ihrem Konto und waren bis dahin die Dreh- und Angelpunkte im deutschen Spiel (39:20, 17. Min.). Die ING-DiBa-Korbjäger konnten einen klaren Vorsprung bis zum Gang in die Kabinen behaupten und profitierten von einer starken Wurfquote (15/29, 6/12 Dreier; 43:24).

Partie verflacht nach der Pause
Auch nach 23 Minuten hatten die Niederländer (Wurfquote 28 Prozent) noch nichts wettmachen können. Sie wirkten müde, während die DBB-Auswahl die Begegnung relativ souverän kontrollierte (47:24), ohne allerdings jetzt offensiv viel zustande zu bringen. Ganz so einfach wollte sich der Gegner aber nicht geschlagen geben, erhöhte den Druck, hatte aber offensiv auch kaum Mittel (49:29, 28. Min.). So verflachte die Partie doch etwas. Es hatte nicht den Anschein, als ob sich am deutschen Erfolg im Schlussviertel noch etwas ändern könnte (53:29).

Im Gegenteil, Lo und Mangold warfen die bis dato höchste Führung heraus (57:29, 31. Min.), Mutapcic gab den Nationalmannschafts-Neulingen viel Spielzeit. Im Gefühl des sicheren und deutlichen Sieges ließen die DBB-Korbjäger anschließend die Zügel etwas schleifen, die Spannung war heraus aus dem Spiel (57:36, 34. Min.). Lo versenkte einen Dreier zum 62:36 nach 36 Minuten und Andreas Seiferth ließ zwei Punkte folgen. Nach einer 13:0-Serie der Deutschen konnte man von einer Demütigung sprechen (70:36, 38. Min.).

“Das war das dritte Spiel hintereinander ohne Pause. Aber unsere Energie, Aggressivität und Motivation waren sehr hoch, das ist ein gutes Zeichen. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit unserer Defense. Wir haben eine komplette niederländische Nationalmannschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde dominiert. Ein Problem haben wir noch mit Ballverlusten, das ist zusammen mit den Fastbreaks die zweite Dimension, an der wir arbeiten müssen. Gegen Italien habe wir zehn Minuten gut gespielt, gegen Belgien 25, heute 35 Minuten. Eine Entwicklung ist zu erkennen, das ist gut”, meinte der Bundestrainer nach dem Turnier.

Deutschland:
Maodo Lo (Columbia University/USA, 2), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 2), Lucca Staiger (FC Bayern München, 15), Bastian Doreth (Artland Dragons), Andreas Seiferth (Artland Dragons, 5), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 9), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP, 15), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 4), Andrej Mangold (Telekom Baskets Bonn, 5), Bogdan Radosavljevic (WALTER Tigers Tübingen, 11).

Livescore und Stats:  http://statbasket.azurewebsites.net/

Niederlande – Belgien 56:53
Italien – Deutschland 91:59
Deutschland – Belgien 74:71
Italien – Niederlande 74:58
Deutschland – Niederlande 73:42

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