DBB-Herren schlagen Schweden2. August 2010

Turniersieg in Leiden – Bauermann schont Hamann und Jagla
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr abschließendes Spiel beim “Nations Cup” im niederländischen Leiden gewonnen und sich damit auch den Turniersieg vor den Skandinaviern gesichert. Gegen Schweden gab es einen 82:66 (28:23, 18:16, 14:12, 22:15)-Erfolg. Erfolgreichste Korbjäger für Deutschland waren Robin Benzing (16) und Konrad Wysocki (11). Steffen Hamann kam in seinem 100. Länderspiel (der Eintrag auf dem Spielberichtsbogen zählt) nicht zum Einsatz, ebenso wenig wie Jan-Hendrik Jagla.

Der selbst  mit einer Fußverletzung angeschlagene Dirk Bauermann schickte anfangs Heiko Schaffartzik, Tim Ohlbrecht, Konrad Wysocki (Foto), Philipp Schwethelm, Christopher McNaughton aufs Parkett. 10:5 hieß es nach Dreiern von Wysocki und Ohlbrecht sowie einem schönen Tip-in von McNaughton (4. Min.). Aus einer 15:10-Führung nach einem weiteren Dreier von Ohlbrecht wurde ein 15:16, da man den Schweden zum Ärger von Bauermann zwei offene Dreier gestattete. Deutschland konterte mit drei Distanztreffern von Schaffartzik, Lucca Staiger und Robin Benzing (24:18, 9. Min.), machte in der Offense einen guten Eindruck mit starker Dreierquote, war in der Defense aber noch nicht richtig auf der Höhe. 

Der wiedergenesene Elias Harris wirkte jetzt ebenso mit wie zunächst Per Günther und dann auch Daniel Hain. Harris vollendete einen wunderbaren Move mit Dunking zum 34:26 (23. Min.) und Staiger legte kurz später einen blitzsauberen Dreier nach (37:26). Hinten standen Tibor Pleiß & Co. jetzt wie eine Wand, und der junge Center hatte auch in der Offense einige schöne Szenen (41:28). Dann übernahmen die Schiedsrichter mit ihren merkwürdigen Entscheidungen das Kommando und benachteiligten vor allem die deutsche Mannschaft (43:35, 18. Min.). Der Lauf der DBB-Auswahl war erst einmal dahin und Bauermann versammelte seine Männer zur Auszeit. Schaffartziks Dreier besorgte dann den 46:39-Halbzeitstand (3er: 8/13 = 62 % bis dahin).  

Das Spiel wurde zerfahrener, wozu die Unparteiischen nicht unerheblich beitrugen. Ohlbrecht traf zum 51:40 (24. Min.), während die Schweden jetzt reihenweise Fehlwürfe verzeichneten. Doch statt sich weiter vom Gegner abzusetzen, ließen dei ING-DiBa-Korbjäger Schweden wieder herankommen (51:44, 26. Min.). Die kaum 200 Zuschauer sahen einen Staiger-Dreier und eine gute Aktion von McNaughton unter dem Korb, Deutschland führte wieder zweistellig (56:44, 27. Min.). Benzing steckte sehr schön auf McNaughton durch, ehe die Skandinavier zum Viertelende aufkam (60:51). 

Benzing netzte von jenseits der Dreierlinie ein (64:51, 32. Min.) und erhöhte an der Freiwurflinie: 66:51. Ihm merkte man seine gerade überstandene Oberschenkelverletzung kaum noch an. Die Defense leistete sich allerdings weiterhin Schwächen, sodass man die Schweden einfach nicht ganz abschütteln konnte. Benzing wurde immer stärker und trug die deutsche Mannschaft in dieser Phase durch seine gelungenen Offensivaktionen (70:57, 33. Min.). Harris mit einem spektakulären Dunking mit Foul zum 77:63 begeisterte das Publikum und traf auch den Bonuswurf (37. Min.).

“Wir haben eine gute Reaktion gezeigt. Die Mannschaft wollte das Spiel für Steffen unbedingt gewinnen. Außerdem gilt, dass eine deutsche Nationalmannschaft nicht zweimal hintereinander verlieren möchte. Wir haben uns spielerisch sehr verbessert, und ich kann wirklich sehr zufrieden mit diesen ersten Spielen sein”, so Dirk Bauermann nach der Partie.

Deutschland:
Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 15:06, 16/2, 3 Reb.), Steffen Hamann (ALBA Berlin), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 15:48, 8), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 20:01, 6/2, 3 Ass.), Per Günther (ratiopharm Ulm, 14:27, 3, 2 Ass.), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 15:42, 9/3, 3 Reb.), Daniel Hain (EWE Baskets Oldenburg, 5:09, 2 Reb.), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 24:29, 3/1), Konrad Wysocki (zuletzt Turow Zgorzelec/Polen, 19:10, 11/1, 8 Reb.), Jan-Hendrik Jagla (zuletzt Asseco Prokom Gdynia/Polen), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 18:41, 9/3), Yassin Idbihi (ALBA Berlin, 19:12, 6, 4 Reb.), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 14:01, 5, 7 Reb.), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 18:35, 6, 5 Reb.).
2er: 16/25 = 64 %, 3er: 12/25 = 48 %, FW: 14/20 = 70 %
12 Ballverluste (SWE 7), 43 Rebounds (SWE 20)

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