DBB-Herren schlagen Kroatien11. August 2013

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat das kleine Finale beim internationalen Vier-Nationen-Turnier gewonnen. Die ING-DiBa-Korbjäger von DBB-Bundestrainer Frank Menz setzten sich nach einem furiosen zweiten Viertel mit 73:63 (20:18, 31:13, 12:14, 10:18) gegen die Auswahl Kroatiens durch. Deutschland zeigte eine starke und intensive Leistung in der Verteidigung und hatte in Kapitän und Scharfschütze Heiko Schaffartzik (Foto, 21 Punkte) den besten Werfer in seinen Reihen. Das Turnier gewannen die Griechen durch einen 79:67-Erfolg gegen Frankreich.

Weiterhin ohne Robin Benzing und Nicolai Simon agierend, starteten die DBB-Herren mit Heiko Schaffartzik, Lucca Staiger, Niels Giffey, Alex King und Tibor Pleiß in die Begegnung. Kroatien gelangen sieben schnelle Punkte, ehe die deutsche Mannschaft nach Freiwürfen von Center Pleiß endlich auch offensiv ins Spiel gefunden hatte (1:7, 3. Min.). King traf zunächst nach Pleiß-Zuspiel und dann aus der Distanz und brachte Deutschland so auf 6:7 heran. Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts gelang es den ING-DiBa-Korbjägern zunächst, Ante Tomic sein drittes persönliches Foul anzuhängen, dann sorgten die eingewechselte Johannes Lischka und Maik Zirbes für den Ausgleich (10:10, 7. Min.). Danach blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Deutschland die kroatische Führung mehrfach egalisieren konnte. Bastian Doreth sicherte von der Freiwurflinie die erste deutsche Führung, die dank solider Verteidigung auch zur Viertelpause Bestand hatte (20:18).

Mit einem Dreipunktewurf von Heiko Schaffartzik nach Giffey-Pass startete der zweite Spielabschnitt ganz nach dem Geschmack von Bundestrainer Frank Menz, der auch die Reboundüberlegenheit nach den ersten zehn Minuten (10:5 aus deutscher Sicht) wohlwollend zur Kenntnis nahm. Pleiß’ vier Punkte und weiterhin eine bärenstarke Verteidigung waren die Grundlage des 7:0-Laufs den Kroatien erst nach vier Minuten im zweiten Viertel stoppen konnte (27:21, 14. Min.). Bogdanovic’s Distanzwurf konterte Philip Zwiener eiskalt – Zeit für eine kroatische Auszeit beim Stand von 32:21 (aus deutscher Sicht). Die Kroaten mussten auf Grund der starken deutschen Zonen-Verteidigung weite Dreipunktewürfe nehmen, während das DBB-Team seine heute sehr gut agierenden Center in Szene setzen konnte (Pleiß zum 34:24, 16. Min.). Doreth und Schaffartzik sorgten zudem für wichtige Entlastung von außen und erarbeiteten Deutschland so nach 18 Minuten eine deutliche 39:26-Führung. Vier (!) weitere Dreier a lá Schaffartzik folgten – das Menz-Team lag vor dem Seitenwechsel deutlich und verdient mit 51:31 in Front.

Intensive Verteidigung und treffsichere Schützen

Auch in der zweiten Halbzeit agierte die deutsche Mannschaft stark in der Defensive und noch stärker von der Dreipunktelinie: King versenkte einen weiteren Distanzwurf nach Staiger-Zuspiel, doch auch Kroatien traf nun und verkürzte leicht (54:37, 24. Min.). Bundestrainer Menz spielte mit einer kleineren Rotation als in den vergangenen Spielen, dennoch war das Tempo und die Intensität der deutschen Mannschaft enorm hoch. Drei Punkte von Pleiß stellten den 20-Punkte-Vorsprung wieder her (57:37) – Deutschland war auf Kurs, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Auch fünf kroatische Punkte in Folge überstanden die DBB-Herren, da Lischka von der Linie traf und Zwiener ebenfalls Akzente zu setzen wusste (60:43, 28. Min.). Wie sollte es auch anders sein, übernahm Schaffartzik die Vorentscheidung und traf aus der Distanz zum 63:45 vor Beginn der letzten zehn Minuten.

Zirbes’ krachender Dunking eröffnete das letzte Viertel aus deutscher Sicht, während Kroatien seine letzte Chance in Distanzwürfen suchte. Deutschland agierte jedoch clever und ließ sich kaum merklich aus der Ruhe bringen (67:50, 33. Min.). Zwar fielen die Würfe nun nicht mehr so sicher wie noch in den ersten drei Spielabschnitten, doch die zweistellige Führung hatte dank Punkten von Zwiener Bestand (69:58, 36. Min.). Allerdings tat sich Deutschland offensiv nun merklich schwer – selbst gute Würfe fanden nun nicht mehr ihr Ziel. Kroatien konnte zwischenzeitlich auf neun Punkte verkürzen, Pleiß’ Nervenstärke an der Freiwurflinie war da Gold wert (71:60, 38. Min.). Auch Center-Kollege Zirbes machte heute ein starkes Spiel: sein Baby-Hook 100 Sekunden vor Spielende bedeutete die Vorentscheidung: 73:60. Deutschland gewann am Ende mit 73:63 und zeigte die richtige Reaktion nach der bitteren Niederlage gestern.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Bundestrainer Frank Menz nach dem Spiel: “Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und eine gute Antwort auf die Niederlage gestern gegeben. Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die heute eine kleinere Rotation gespielt hat, weil ich den Ernstfall proben wollte. Bei der EM kann es auch sein, dass wir ein Spiel deutlich verlieren und dann am nächsten Tag gewinnen müssen, daher hilft uns das sehr.”

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA), Per Günther (ratiopharm ulm), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 7), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 21), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg), Lucca Staiger (FC Bayern München), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 14), Bastian Doreth (Artland Dragons, 4), Andreas Seiferth (TBB Trier), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 12), Jonas Wohlfarth-Bottermann (ALBA Berlin), Alex King (ALBA Berlin, 8),  Johannes Lischka (WALTER Tigers Tübingen, 7).

Alle Ergebnisse
Griechenland – Kroatien 87:85
Frankreich – Deutschland 74:66
Deutschland- Griechenland 52:80
Frankreich – Kroatien 92:60
Kroatien – Deutschland 63:73
Frankreich – Griechenland 67:79

Abschlusstabelle
1. Griechenland
2. Frankreich
3. Deutschland
4. Kroatien

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