DBB-Herren schlagen China 82:7311. August 2006

Tolle Defense-Leistung von Patrick Femerling – Team und Dirk Nowitzki machen große Fortschritte

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren ist mit einer ordentlichen Leistung in den Champions Cup im chinesischen Nanjing gestartet. Gegen Gastgeber China gewann die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann mit 82:73 (15:16, 18:12, 25:21, 24:24).  

Die DBB-Auswahl mit der 1. Fünf Steffen Hamann, Demond Greene, Julian Sensley, Dirk Nowitzki und Patrick Femerling (Foto) geriet gegen die Chinesen um einen stark beginnenden Yao Ming (Houston Rockets, 2,28 m) schnell in Rückstand (5:11, 6. Min.), leistete sich in der Anfangsphase zu viele Ballverluste, überzeugte aber durch eine aggressive Defense. Die 13.000 Zuschauer in der voll besetzten Arena hatten zunächst die helle Freude an ihrer Mannschaft. Dann riss sich die deutsche Mannschaft zusammen und ging nach einer Auszeit durch Guido Grünheid mit 12:11 in Führung (9. Min.). Ademola Okulaja mit einem Dreier und Guido Grünheid mit einem Block sorgten für das 15:16 nach dem 1. Viertel.

In der Folge stellte sich die deutsche Defense – allen voran Patrick Femerling – besser auf Yao Ming ein und zwang diesen zu einigen Ballverlusten (20:17, 13. Min.). Langsam schienen sich die ING-DiBa-Korbjäger etwas absetzen zu können (31:21, 18. Min.), obwohl Dirk Nowitzki seinen “touch” im Angriff nicht fand und sogar zwei “air balls” verkraften musste. China wusste in dieser Phase mit der Defense der Deutschen nichts anzufangen und hatte ohne den abgemeldeten Ming kaum “Waffen” im Angriff. Es entwickelte sich ein typisches Testspiel ohne große Klasse. Doch bis zum Seitenwechsel fanden die Chinesen ihren Rhythmus wieder und hielten die Partie offen, auch weil die deutsche Defense mit den flinken Außenspielern der Chinesen jetzt einige Probleme offenbarte. Dirk Nowitzki sicherte den 33:28-Vorsprung mit einem spektakulären Block in den Schlusssekunden. Dirk Bauermann hatte bereits in den ersten 20 Minuten alle seine Spieler eingesetzt.

Greene mit zwei Dreiern (der 3-. Versuch binnen zwei Minuten sprang knapp aus dem Ring) und Femerling mit Korbleger punkteten zu Beginn des 3. Viertels zum 41:32 (24. Min.). Bei diesem Vorsprung blieb es einige Minuten in einem Spiel, das jetzt deutlich besser anzusehen war. So ganz abhängen ließen sich die Gastgeber aber nicht. Dirk Nowitzki kam nun besser ins Spiel, hatte einige schöne Aktionen und traf auch von der Dreierlinie. Mithat Demirel punktete mit erfolgreichem Dreier zum 54:44, und Jan-Hendrik Jagla beendete das 3. Viertel mit einem schönen “in your face”-Dunking nach Anspiel von Nowitzki (58:49), der die deutsche Bank jubeln ließ.

Das DBB-Team hatte das Spiel nun im Griff (70:55, 34. Min.), spielte phasenweise richtig guten Basketball. Zwar gab es im Gefühl des sicheren Sieges den ein oder anderen kleinen Haken zu bemängeln, doch für einen ersten gelungenen Test auf asiatischem Boden reichte es allemal. Den Chinesen wurden noch einige Dreipunktetreffer gestattet (74:65), in Gefahr geriet der deutsche Erfolg aber nicht mehr. Nowitzki zeigte sich gegenüber den Auftritten bei den Testspielen in Deutschland weiter verbessert, wurde in der Schlussphase gesucht, traf die wichtigen Würfe und enttäuschte nicht. Spätestens beim 80:69 (39. Min.) war die Entscheidung zugunsten des DBB-Teams gefallen.

“Das war ein wichtiger Schritt für uns. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert, besonders im Rebound. Dirk war sehr stark in der 2. Halbzeit, und Patrick hat sensationell gut gegen Yao Ming verteidigt. Auf dieser Leistung können wir aufbauen”, so Dirk Bauermann nach der Partie.

Deutschland:
Mithat Demirel 9, Ademola Okulaja 5, Sven Schultze 2, Robert Garrett 2, Steffen Hamann 1, Demond Greene 6, Pascal Roller 6, Patrick Femerling 10, Dirk Nowitzki 27, Jan-Hendrik Jagla 5, Guido Grünheid 5, Julian Sensley 4, Johannes Herber.

Weitere Informationen unter http://stankovic.qq.com 

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